Guter Sex ist nicht alltäglich

Guter SexOft gehen wird davon aus, dass guter Sex normal ist und doch jeder wissen müsste, wie er funktioniert. Gerade wenn wir in einer Beziehung sind, glauben wir häufig, dass unserer Partner schon wissen müsste, was uns gefällt. Das ist jedoch ein falscher Glaubensatz, der uns häufig davon abhält, schöneren Sex zu haben und diesen mehr zu genießen.

Fakt ist, nirgendwo wird uns beigebracht, was guter Sex ist und wie er funktioniert. Wir erfahren es weder von den Eltern, noch in der Schule, noch von unsere Bekannten. Trotzdem glauben wir so häufig, dass, weil Sex ja was natürlich ist, wir auch wissen müssten, wie es funktioniert.

Nur weil wir aber das Bedürfnis haben zu essen, heißt das ja auch noch lange nicht, dass wir ein automatisch ein Gourmetkoch sind. Warum sollte das beim Sex anders sein? Wir müssen guten Sex häufig erst lernen, genauso wie wir das Kochen lernen müssen.

Jedoch lohnt es sich, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Sex ist ein sehr wichtiger Bereich in unserem Leben und eine erfüllte Sexualität zu leben, ist wichtig für unser Wohlbefinden und auch für unsere Beziehung.

Was ist guter Sex?

Es ist schwer, pauschal zu definieren, was guter Sex ist. Eine Definition, die ich öfter höre, ist: Guter Sex ist der, der sich gut anfühlt. Diese Definition stößt jedoch an ihre Grenzen, wenn wir nur wenig sexuelle Erfahrung haben und unser Leben lang immer ähnlichen Sex hatten.

Für eine Frau, die zum Beispiel noch nie einen Orgasmus hatte, mag sich Sex vielleicht sehr angenehm und gut anfühlen, jedoch ist sie sich gar nicht darüber bewusst, was es noch alles für Möglichkeiten gibt und was sie noch so alles spüren kann. (Das soll jedoch nicht heißen, dass zu gutem Sex immer ein Orgasmus dazu gehört.)

Ich denke, das Wichtigste, gerade in einer Beziehung, ist Kommunikation. Das hat auch schon Peter sehr schön in seinem Artikel „Sexualität: Das Tabuthema in Partnerschaften“ erklärt. Redet über Sex – über eure Bedürfnisse, eure Wünsche, über Dinge, die ihr gerne ausprobieren wollt. Oft erfüllt euch euer Partner eure sexuellen Wünsche nicht, weil er sie gar nicht kennt. Hier finden Sie spielerische und lustvolle Möglichkeiten: Über Sex reden.

Im folgenden möchte ich noch ein paar konkrete Tipps für Männer und Frauen geben, die euer Sexleben verbessern können.

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Tipps für Männer

Habt keine Angst davor, mal etwas dominanter zu sein und euch das zu nehmen, was ihr wollt. Viele Männer haben Angst davor und glauben, dass Frauen im Bett wie Porzellanpuppen behandelt werden wollen. Während romantischer Kuschelsex sicherlich toll ist, ist das nicht das Ende der Fahnenstange.

Des Weiteren, finde ein bisschen mehr über die Sexualität der Frau heraus. So gut wie jede Frau kann verschieden Arten von Orgasmen haben und du als Mann kannst ihr dabei helfen, diese zu erreichen. Hier sind drei Artikel, die dir dabei helfen können:

Frauen brauchen länger, bis sie erregt sind (Artikel von Ute Benecke)

Tipps für Frauen

Entdecke deine eigene Sexualität. Ich bin immer wieder darüber verwundert, wie viele Frauen sich nicht mit ihrer eigenen Sexualität auskennen. Du kannst aber nicht von deinem Partner erwarten, dass er dich befriedigt, wenn du selbst gar nicht weißt, was dir gefällt. Auch wenn es komisch klingen mag, jeder ist für seinen Orgasmus selbst verantwortlich. Des Weiteren, nimm dir, was du brauchst. Wenn dein Partner dich auf eine Art und Weiße stimuliert, die dir nicht gefällt, lass es ihn wissen. Sag wie du es gerne hättest. Er kann nicht erahnen, was dir gefällt (siehe auch hier wieder: Kommunikation). Falls dein Partner zu schnell kommt und du trotzdem gerne einen Orgasmus hättest, dann bitte ihn doch darum, dich vor oder nach der Penetration zu stimulieren. Zu guter Letzt: beschäftigt euch beide mit eurem Körper, eurer Sexualität und euren Bedürfnissen – und redet darüber. Guter Sex ist nichts Alltägliches, aber wir können es lernen. Das Beste: Es macht sogar jede Menge Spaß!

Anchu KglDas ist ein Gastartikel von Anchu Kögl. Anchu ist Autor, Unternehmer und Weltreisender. Er schreibt über die Bedeutung von Männlichkeit – beim Sex, im Umgang mit Frauen und vor allem auch im Umgang mit dir selbst.

 

 

 

Foto © llhedgehogll – Fotolia.com

 

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