Online Dating: Warum es funktioniert!

online datingKann man mit Online Dating den Partner / die Partnerin fürs Leben finden? Die neusten Studien sagen klar JA. Aber wen man auch fragt, die meisten sagen, sie würden Online Dating nicht nutzen. Die Branche aber wächst und wächst. Dafür gibt es gute Gründe. Doch warum funktioniert Online Dating besser als das herkömmliche Kennenlernen? Es gibt drei gute Gründe.

Online Dating: Keiner macht es!

Demnach kann Online Dating mit Fast Food verglichen werden. Keiner macht es und trotzdem wächst die Branche. Die Zahlen sind imposant: Umsatz bei Online Dating Portalen in Deutschland: 220 Millionen Euro im Jahr 2013 (Quelle: Statista). In der Schweiz gibt es mehr als 600 Kontaktanzeigen-Portale. Über 700 000 Schweizerinnen und Schweizer haben ein Profil bei einem dieser Portale, und sie geben im Jahr 33 Millionen Franken dafür aus. Pro Kopf gerechnet ist das Europarekord. Die verschiedenen Portale können in drei Kategorien eingeteilt werden: Singlebörsen (flirten, chatten, kennenlernen), klassische Partnersuche (Heirat & Co.) und Casual-Dating (unverbindliche Sexkontakte). Das zeigt: Nicht alle suchen im Internet den Traummann oder die Traumfrau, für einige ist der Partner / die Partnerin für eine Nacht genug. Dennoch: „Jedes dritte Paar lernt sich heute im Web kennen“, sagt Daniel Baltzer von der Plattform singleboersen-vergleich.ch.


Der Bayerische Rundfunk hat über das Thema Online-Dating eine sehr aufschlussreiche Reportage gedreht.

Online-Dating im Selbstversuch

Online Dating

(Bayerischer Rundfunk 02.2014 | Dauer11. Min.)


Online Dating: Wer macht es?

Sozialwissenschaftler der Universität Bamberg ermittelten 2008 in einer repräsentativen Erhebung anhand von Profilen sowie 1800 Telefoninterviews folgende Ergebnisse: Suchende waren überwiegend Anfang 30 und zwei Drittel von ihnen waren männlich. Das Bildungsniveau der Suchenden wies erhebliche und erstauliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf: Männer hätten überdurchschnittlich oft einen Hauptschulabschluss, während Frauen mit Abitur überrepräsentiert waren. Die Forscher führten die Zusammensetzung der Partnersuchenden auf die Schwierigkeiten dieser beiden Gruppen bei der realen Partnerwahl ausserhalb des Internet zurück, da Frauen und Männer unterschiedliche Ansprüche bei der Auswahl ihrer Partner hätten. Hochgebildete Frauen suchen demnach nach einem Partner mit ähnlichem Bildungsabschluss, während hochgebildete Männer ihre Partnerinnen nicht immer und unbedingt nach diesem Kriterium auswählen. So bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen dem gestiegenen Bildungsniveau bei Frauen, dem gesunkenen Marktwert geringgebildeter Männer und dem Ergebnis der repräsentativen Erhebung, genau diese beiden Gruppen besonders häufig in Singlebörsen anzutreffen.

 


Diese Umfrage ist anonym.

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Online Dating: Im Netz gestiftete Ehen halten länger

John Cacioppo von der University of Chicago veröffentlichte eine Studie zu diesem Thema. Befragt wurden 19.000 Menschen, die sich über das Internet kennengelernt haben und zwischen 2005 und 2012 geheiratet haben. Die zentrale Aussage der Studie lautet in einem Satz: Wer sich online kennengelernt hat und später heiratet, ist im Schnitt zufriedener mit seiner Ehe  Hier können Sie die original Publikation lesen

 

Was sind die Gründe?

  • 1.

    Frei nach dem Motto: Gleich und gleich gesellt sich gerne. Die Partnersuche und Partnerwahl über Onlineportale kann je nach Interessen eingegrenzt werden. Diese Tatsache erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine langjährige Beziehung. Bei der herkömmlichen Partnersuche ist das Übereinstimmen der Interessen fast etwas dem Zufall überlassen.

  • 2.

    Welche Bildung der Partner / die Partnerin hat, spielt „doch“ eine Rolle, wie bereits oben aufgezeigt wurde. Neben den gleichen Interessen kann der Bildungsstand eine entscheidende Rolle spielen, ob wir das Gefühl haben, dass ein Mensch zu uns passt oder nicht. Vor allem. bei Frauen scheint diese Kriterium entscheidend (vgl. oben).

  • 3.

    Im Internet habe ich Zeit und eine gewisse Anonymität. Diese Tatsache gibt Sicherheit und die Möglichkeit einen Rückzug zu machen. Ich kann schrittweise etwas von mir (z.B. ein Bild) bekannt geben und weitere Informationen von einem potentiellen, interessanten Partner einholen.

  • 4.

    Vor allem im mittleren Lebensalter ist es sehr schwierig herauszufinden, welche Menschen Single sind und welche in festen Beziehungen leben. Auf diesen Portalen darf ich erwarten, dass sich Gleichgesinnte finden.

  • 5.

    Im realen Leben ist es oft nicht einfach jemanden anzusprechen, den wir attraktiv finden. Die Angst abgelehnt zu werden ist je nach Person und Situation sehr hoch. Die eigene Courage, die Tagesform und äusseren Umstände sind weitere Gründe jemanden nicht anzusprechen.

Dieser Artikel ist im Rahmen der Blogparade meiner Kollegin Katja Ollech entstanden. Auf ihrer Seite findest du ihren Artikel zum Thema Wie Singlebörsen das Dating-Verhalten geändert haben.

Was denken Sie über das Online Dating? Schreiben Sie uns Ihre Meinung und Erfahrungen.

Ihr

Peter Michalik


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Foto: © okalinichenko – Fotolia.com

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