Pubertät als Chance – Teil 2

Pubertät als Chance 2Es gibt nicht DIE Pubertät, so wie es auch nicht DER oder DIE Jugendliche gibt. Jeder Verlauf ist anders, jeder Mensch ist einmalig. Und dennoch kann es hilfreich sein, wenn man einiges über die körperlichen Veränderungen und die damit verbundenen psychischen und sozialen Auswirkungen weiss. Dies wird uns helfen unsere jugendlichen Kinder besser zu verstehen und sie sicherer zu begleiten.

Daher: Informieren Sie sich, lesen Sie ein Fachbuch. Meine Tipps für Sie finden Sie am Ende des Artikels.

Die Pubertät ist eine schwierige Zeit

Ja, es ist eine schwierige Zeit – dies aber v.a. für die betroffenen jungen Menschen selber. Sie sind es nämlich, die sich mit massiven körperlichen Veränderungen, Stimmungsschwankungen, hohen Erwartungen, Unsicherheiten und Ängsten herumschlagen müssen, und dies alles in relativ kurzer Zeit bewältigen sollten. Pubertäre Veränderungen sind eine Tatsache, die sich zwangsläufig einstellen. Doch diese Veränderungen müssen nicht zwangsläufig zu einem Problem werden, sondern man kann darin auch Chancen sehen. Dies erfordert aber von uns erwachsenen Bezugspersonen / Eltern, dass wir bereit sind, uns auf die „pubertären Tatsachen“ einzustellen und die erforderten Veränderungen auch zuzulassen:

Selbständig werden kann nur jemand, dem man auch etwas zutraut.

Autonom werden kann nur jemand, den man auch loslässt.

Einige zentrale Grundgedanken aus meiner therapeutischen und persönlichen Erfahrung möchte ich hier kurz zusammengefasst darlegen:

1. Eltern wollen für ihre Kinder immer nur das Beste.

Und sie geben auch ihr Bestes um sie durch schwierige Zeit zu begleiten.

Doch vielleicht gerade diese Tatsache führt öfters dazu, dass einem (auch mir!) die Distanz fehlt um wirklich zu sehen, was im Moment das Beste für mein Kind ist. Ängste, Pflichtgefühl, eigene Erfahrungen usw. verzerren unsere Wahrnehmung und beeinflussen unser Verhalten dem Kind gegenüber.

 

TIPPS:

  • 1. Tipp

    Holen Sie eine Aussenperspektive ein. Sprechen Sie mit einer Freundin / einem Freund über Ihr Kind. Wie erleben andere die Tochter / den Sohn? Sind diese auch beunruhigt oder sehen sie es gelassener? Wie erleben sie mich im Umgang mit dem Kind?

  • 2. Tipp

    Fragen Sie sich, woher Ihre Sorge, Ihre Angst kommt. Sind es eventuell persönliche Geschichten, die mit der eigenen Herkunftsfamilie oder den eigenen Erfahrungen zu tun haben? Projiziere ich evt. etwas von mir auf das Kind?

2. Haben Sie Vertrauen in Ihr Kind!

Es wird SEIN Bestes geben um zu dem Menschen zu werden, der in ihm angelegt ist. Vertrauen hilft uns Eltern gegen unsere Angst und ist gleichzeitig die beste Unterstützung, die wir unseren jugendlichen Kindern mitgeben können: Ich traue dir was zu!

TIPPS:

  • 1. Tipp

    Nehmen Sie sich Zeit und schreiben Sie alle guten Eigenschaften auf, die Ihnen zu Ihrem Kind in den Sinn kommen. Was mögen Sie an ihm? Was bewundern Sie an ihm? …

  • 2. Tipp

    Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin aus, wie Sie selber als Jugendliche waren: Was hat Sie damals besonders beschäftigt? Woran / worunter haben Sie gelitten? In welchem Alter fühlten Sie sich selbständig? Welche Privilegien hatten Sie in welchem Alter? Empfanden Sie das als angemessen? Wann hatten Sie Ihren ersten Kater? …

    Versuchen Sie wirklich aus der DAMALIGEN Sicht zu antworten; begegnen Sie Ihrem eigenen jugendlichen Teil in sich. 

  • 3. Tipp

    Vielleicht hatten Sie keine sehr schöne Jugend oder Sie waren für Ihre Eltern besonders anstrengend…

    Halten Sie sich doch bitte vor Augen, was für eine tolle Person Sie „trotzdem“ geworden sind. Schauen Sie um sich, überall gibt es Erwachsene, die eine sehr turbulente Pubertät und eine krisenhafte Jugend gut bzw. letztlich unbeschadet überstanden haben. 

  • 4. Tipp

    Machen Sie einen Versuch: Geben Sie Ihrem Kind Verantwortung ab, ermöglichen Sie ihm ein neues Privileg und beobachten Sie wie es damit umgeht. Bemerkung am Rande: Hier geht es natürlich um Bereiche, wo das Kind auch wirklich Verantwortung übernehmen will und es geht auch wirklich nur, wenn Sie an Ihr Kind glauben.

3. Die Forschung 

Aus der Jugendforschung WISSEN wir, dass die meisten Jugendlichen die Möglichkeit haben, ihren Lebensweg positiv zu gestalten, und ihnen den Übergang ins Erwachsenenalter gelingen wird!

 

  • Daher nochmals: Schenken Sie Vertrauen

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Im Rahmen einer Elternbildung führte ich meine Erfahrungen an zwei Abenden aus. Wenn Sie sich für die Präsentation dieser Veranstaltung interessieren, können Sie unseren Newsletter anfordern. Wenn Sie an einer Weiterbildung z.B. bei Ihrem Elternverein interessiert sind, nehmen Sie doch bitte direkt Kontakt mit mir auf:  sara.michalik@beziehungs-abc.ch

Ihre

Sara und Peter Michalik


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