Sich selbst lieben lernen ist die Grundlage einer jeden Liebesbeziehung

Sich selbst lieben lernenEs gibt viele Faktoren die eine Liebesbeziehung und das Glück in der Beziehung positiv beeinflussen können: Ähnliche Interessen, wertschätzende Kommunikationsstile, Kompromissbereitschaft, gemeinsame Zeit, Zärtlichkeit und Sexualität, Solidarität, …

Einer der Hauptfaktoren ist aber die Selbstliebe. Das sich selbst lieben lernen, ist  ein Thema das bei Beziehungsfragen oft zu wenig Beachtung bekommt.

Zu Unrecht, denn die Selbstliebe ist die Grundlage dafür einem anderen Menschen tiefe Liebe zu schenken und diesen Menschen mit seiner Einzigartigkeit anzuerkennen. Und sich selbst lieben lernen ist möglich!

Warum die Selbstliebe schwierig ist

Zu sagen „Ich liebe mich so wie ich bin!“ ist schwierig, denn das bedeutet, sich selber sehr gut zu kennen und sich so anzunehmen – mit allen Fehlern und Schattenseiten – wie man ist.

Dies ist gerade in unserer Gesellschaft, in der wir scheinbar alles kaufen können (auch die Liebe?) und viel Wert auf Äusserlichkeiten legen, gar nicht so einfach.

Die Medienwelt zeigt uns vor wie wir sein sollten: Auf ein perfektes äusseres Bild bedacht und einem unerreichbaren Idealbild entsprechend.

Für die Vielfalt der Einzigartigkeit gibt es kaum einen Platz.

Oft wir die Selbstliebe sogar mit Narzissmus (Wikipedia) verwechselt und gilt als verpönt oder egoistisch. Im Artikel Ich liebe mich so wie ich bin beschreibe ich, dass es vielen Menschen leichter fällt kritische oder negative Dinge über sich selber zu sagen oder denken als positive.Sich selbst lieben lernen

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Wie Selbstliebe wächst

Menschen bzw. Kinder, die erleben dürfen, dass man sie so liebt, wie sie sind, erfahren, dass sie ein Recht auf Einzigartigkeit haben, dass sie Fehler haben dürfen, dass sie ausprobieren können, was zu ihnen passt.

Sie erfahren,  dass sie so angenommen werden wie sie sind. Wer diese bedingungslose Wertschätzung erfährt, ist nicht nur fähig sich selber anzunehmen, sondern begegnet mit dieser Haltung auch anderen Menschen.

… und verkümmert

Menschen bzw. Kinder, die bei ihren Eltern oder durch den Schuldruck oder die Beeinflussung der Medein erleben, dass sie ständig mit hohen Erwartungen konfrontiert sind, wie sie sein sollten, was sie alles können müssten usw., können ihr „wahres Ich“ (Winnicott) kaum entwickeln.

Sie entwickeln eine Identität, die sich nach den Erwartungen der anderen richtet und können unter Umständen trotzdem nie genügen.

So kann man nicht erfahren, wer man wirklich ist.

Das Selbstgefühl (das Wissen und Erleben, wer man ist) leidet, denn es kommt zu einem konstanten Empfinden von Unsicherheit und Selbstkritik.

Durch die Ablehnung von Aussen (z.B. durch die Eltern) werden eigene Anteile abgelehnt und verleugnet. Dies führt zu einem inneren Konflikt.

Unzufriedenheit, Verbitterung und vollständige Ablehnung von sich selber können die Folge sein.

Welche Auswirkungen das haben kann, wird im folgendem sehr eindrücklichem Video deutlich.

Projekt „embrace“

Oft drückt sich dies dann auch in der Partnerschaft aus: Man ist mit dem Partner nie wirklich zufrieden, hat ebenfalls hohe Erwartungen an ihn, ist stark eifersüchtig oder streitsüchtig.

Die gute Botschaft: Sich selbst lieben, kann man lernen

Es ist unbeschreiblich wertvoll, wenn man Eltern oder andere relevante Bezungspersonen hat(te) die einem bedingungslose Liebe und Wertschätzung (Carl Rogers) schenkten.

Ein ebenso grosses Glück ist es aber, wenn man einen Partner findet, der einem das schenkt, was man bisher evt. noch nie bekommen hat: Bedingungslose Wertschätzung  und Liebe.

Nun geht es darum, dass zu erkennen und anzunehmen! Das ist aber gar nicht so einfach. Insbesondere dann, wenn man bisher vor allem Misstrauen, Kritik, Druck und Ablehnung erlebte.

Umso wichtiger ist es, sich auf die Suche nach sich selber zu wagen. Was ist wirklich Meins? Was will ich? Was macht mich frei? Was macht mich glücklich?

Sich selbst lieben lernen

Im Artikel Gib deinem Partner die Chance DICH zu lieben wird beschrieben, dass etwas vom Schwierigsten in einer Beziehung sein kann, dem Partner oder der Partnerin die Möglichkeit zu geben, einen so zu lieben, wie man wirklich ist.Eifersucht III

Dieser Weg ist schwierig und kann Angst machen. Aber er lohnt sich!

In unserem Gastartikel auf ZeitzuLeben haben wir über die Angst vor Veränderung geschrieben. Diese Angst sitzt bei uns allen tief, es gibt aber Auswege!

Der erste Schritt

Ein erster Schritt in Richtung sich selbst lieben lernen ist die Selbst-Akzeptanz.

Das heisst die Akzeptanz, dass ich nicht alle Erwartungen erfüllen kann und dass ich Fehler habe.

Die Akzeptanz, dass keine Liebesbeziehung perfekt ist, und es in jeder glücklichen Beziehung schmerzhafte Phasen und Krisen gibt.

Es geht hier um Wahrnehmung und Annehmen von sich selber – mit allen Facetten.

Lieben heisst vor allem sich selber lieben!

  • Seien Sie mutig: Entdecken und zeigen Sie sich mit all Ihren (auch den weniger schönen) Facetten. Nur so erleben Sie, dass es möglich ist, geliebt zu werden wie man ist.
  • Achten Sie auf Ihre Erwartungshaltungen sich und Ihrem Partner / Ihrer Partnerin gegenüber. Woher kommen diese Erwartungen? Was ist wirklich wichtig?
  • Seien Sie tolerant und gelassen. Sie werden spüren, wie sich dadurch eine Zufriedenheit ausbreiten kann.
  • Schenken Sie sich selber und Ihrem Partner / Ihrer Partnerin Wertschätzung für das wie er / sie ist.
  • Konzentrieren Sie sich auf das Positive in Ihrem Leben. Fokussieren Sie nicht auf die Fehler und Schwächen von sich und anderen Menschen, sondern nehmen Sie diese an und lenken dann Ihre Aufmerksamkeit auf das Schöne, das was sich gut anfühlt, Freude bereitet, Ihr Herz erwärmt und Ihnen einfach nur gut tut.

Ihre

Sara Michalik

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