Unglücklich in der Beziehung – Alltagsstress ist der gemeine Feind der Liebe – 7 Tipps was Sie dagegen tun können.

Unglücklich in der Beziehung

Foto: www.tannerart.ch

Eine häufige Ursache warum sich Männer und Frauen in der Beziehung unglücklich fühlen ist Stress, der von außen in die Beziehung hineingetragen wird. Wenn Sie diesen Artikel lesen erfahren Sie, warum das so ist und was Sie konkret und vor allem auch präventiv dagegen tun können.

„Alltagsstress ist der gemeine Feind der Liebe“

(so Guy Bodenmann, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Zürich und Entwickler des Präventionsprogramms Paarlife.)

Herr Bodenmann konnte durch seine Forschungsergebnisse zeigen, dass auch geringfügige äussere Stressfaktoren die Wahrscheinlichkeit von Spannungen und Konflikten in Paarbeziehungen erhöhen, wenn diese häufig und über längere Zeit vorkommen.

Diese sind dafür verantwortlich, ob Sie sich unglücklich in der Beziehung fühlen, oder eben glücklich.

Diese alltäglichen Stressfaktoren untergraben gar die positiven Gefühle wie Zuneigung und Zärtlichkeit in Beziehungen und führen zu einer langsamen und stetigen Entfremdung der Partner.

Umgekehrt beruht das gemeinsame Glückt zu einem erheblichen Teil darauf, dass sich Partner in Stresssituationen gegenseitig emotional und praktisch unterstützen können.

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Bis dass der Stress euch scheidet – oder was können Paare tun?

Dieses Referat wurde an der «Marriage-Week-Konferenz 2011» gehalten.


Paarforscher haben errechnet: 40 Prozent der Partnerschaftszufriedenheit hängt davon ab, wie unterstützend man den Partner in Stresssituationen erlebt!

Das Problem ist, dass man die schädlichen Wirkungen von Alltagsstress oft gar nicht bewusst wahrnimmt oder erst dann, wenn die Beziehungsqualität bereits ernsthaft beschädigt ist.

Chronischer also langanhaltender Stress wirkt sich nach Prof. Dr. G. Bodenmann in vielfacher Weise negativ auf die Paarbeziehung aus:

  1. Weniger miteinander verbrachte Zeit führt zu weniger gemeinsamen Erfahrungen, das „Wir-Gefühl“ wird geschwächt und die gegenseitige Offenheit reduziert.
  2. Es kommt zu einer zunehmend negativen Kommunikation, der Umgang wird feindseliger und es kommt zu einem Rückzug der Partner.
  3. Chronischer Stress führt zu einem erhöhten Risiko stressbedingter Probleme wie Schlafstörungen, negative Stimmungen, sexuelle Störungen.
  4. Unter Stress treten negative Charakterzüge wie Starrsinn oder Intoleranz mit grösserer Wahrscheinlichkeit auf und zerstören die vorher positive Sichtweise auf den Partner.
  5. Ehen, die chronischen Stress (z.B. durch Stress am Arbeitsplatz oder mit den Herkunftsfamilien) ausgesetzt sind, enden mit höherer Wahrscheinlichkeit in einer Scheidung.

Hilfreich bzw. günstig im Umgang mit Stress sind hingegen,

  1. wenn die Partner gut in der Lage sind miteinander dem Stress zu begegnen. Stress gemeinsam zu bewältigen und sich gegenseitig im Umgang mit stressigen Situationen zu helfen, führt zu einer besseren Ehequalität, einem erhöhten Wohlbefinden und häufiger zu Liebesgefühlen.
  2. wenn Teamarbeit gelingt. Gute gemeinsame Bewältigungsstrategien lindern die negativen Auswirkungen von Stress. Gegenseitige Unterstützung ist bei Stress ein ganz zentraler Punkt.
  3. wenn die Partner die Stresserfahrungen teilen, also einander zuhören, sich bemühen die Erfahrung des Partners zu verstehen und versuchen dem Partner zu helfen. Verständnis und Empathie erhöhen das Glückgefühl in Beziehungen.

Unsere Buchempfehlung zum Thema Stress in der Partnerschaft: Autor: Bodenmann, Guy / Bodenmann, Guy Bevor der Stress uns scheidet Resilienz in der Partnerschaft*


 

Ein weiterer Faktor ob Mann oder Frau unglücklich in der Beziehung sind, hat sehr viel mit Kommunikation zu tun.

„So konnte gezeigt werden, dass die Kommunikationsqualität unter Stress um 40 Prozent niedriger ist als unter Normalbedingungen.

(Quelle: Familienhandbuch (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration)

Neben Stress gibt es natürlich auch andere Faktoren, die für die Qualität der Kommunikation in der Beziehung verantwortlich sind. Einer dieser Faktoren ist die Art und Weise wie Sie ein Gespräch anfangen. Der Artikel Zoff: Was ist der Reiz am Streiten zeigt auf, worin der Unterschied besteht ob ein Gespräch „harsch“ oder „sanft“ gestartet wird. Dort finden Sie auch eine Vorlage mit Beispielen, die Sie im Alltag umsetzen können.

Unglücklich in der Beziehung

Sie sind unglücklich in der Beziehung und haben erkannt, dass Stress der von Aussen in die Beziehung hineingetragen wird eine Ursache sein kann, dann können Ihnen folgende Tipps helfen mit Stress besser umzugehen.

Unsere  Tipps für Sie:

  • Achten Sie in der nächsten Wochen mal ganz bewusst auf die „kleinen“, alltäglichen Stressfaktoren. Was „frisst“ am meisten unnötige Energie? Was geht Ihnen am stärksten an die Substanz? Worunter leidet wohl der Partner, die Partnerin am meisten? Schreiben Sie alles auf was Ihnen auffällt.

 

  • Gönnen Sie sich bewusst Pausen. Achten Sie bewusster auf Erholungsphasen, was Ihnen wirklich gut tut und wie es Ihnen nach der Erholungspause geht.

 

  • Suchen Sie aktiv nach persönlichen Begegnungen mit dem Partner. Es braucht nicht unbedingt viel mehr Zeit sein, die Sie investieren, aber die Qualität der Begegnung ist zentral: Bewusste Begegnung. Die Paarforschung zeigt auch, dass sich körperliche Berührungen positiv auf das Wohlbefinden und Liebesgefühl auswirken. Zeigen Sie einander Ihre Zuneigung. Hier finden Sie 11 Wege, die Ihnen in Beziehungen helfen sich bewusster zu begegnen.Unglücklich in der Beziehung I

 

  • Nehmen Sie sich Zeit hinzuhören, was Ihren Partner / Ihre Partnerin aktuell belastet („stresst“) und suchen Sie gemeinsam nach möglichen Lösungen. Auch schon die kleinste Veränderung kann eine Entlastung bedeuten. Weitere Hinweise finden Sie hier: 8 Tipps für eine attraktive Partnerschaft.Unglücklich in der Beziehung II

 

  • Bieten Sie aktiv hilfreiche, emotionale Unterstützung an wie: „Wo kann ich dich am besten entlasten?“ Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin.

 

  • Lassen Sie den Gefühlen einmal freien Lauf. Sprechen Sie aus, was sie belastet und stresst. Die Gefühle zu ignorieren, ist im Grunde eher kontraproduktiv als hilfreich.

 

  • Fragen Sie sich, ob es evt. nötig ist, das eigene Anliegen zunächst einmal zurückzustellen bis für den anderen gesorgt ist und der andere wieder mehr Kraft hat, um mich ebenfalls zu unterstützen.

 

Abschließend möchten wir mit Worten von Guy Bodenmann:

„Dabei kommt der Prävention bei Paaren eine besonders wichtige Rolle zu. Basierend auf den aktuellen Forschungsergebnissen geht es dabei vor allem um die Förderung von Kompetenzen, um den Alltag angemessener bewältigen zu können“

(Quelle: Familienhandbuch (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration)

Ihre

Sara & Peter Michalik


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