Auch heute ist „ein Valentinstag!“

Beziehungs ABCGenau vor sechs Monaten war Valentinstag. Am selben Tag erschien ein Interview von uns in der Aargauer Zeitung mit dem Titel: «Ich staune oft über meine Frau“ (pdf) und dem Untertitel: „Ein Blumenstrauss im Jahr macht ihre Beziehung nicht besser“. Das Echo war damals überwältigend. Darum möchten wir Ihnen heute, sechs Monate nach Valentinstag, die wichtigsten Aussagen zusammenfassen. Ein Abstract für die Liebe.

Es war ein „anderes“ Interview das Aline Wüst, Redakteurin der AZ mit uns geführt hat. Sie hat nicht die üblichen Fragen gestellt, sondern andere, unerwartete. Ihre Art ein Interview zu führen ist einfach einmalig. Mit spannenden und direkten Fragen regte Sie uns zum Nachdenken an und lockte persönliche Aussagen aus uns heraus. Das Beantworten hat Spass gemacht.

 

1. Liebe braucht Zeichen

Der Untertitel des Artikels sagt eigentlich schon alles:

„Ein Blumenstrauss im Jahr macht ihre Beziehung nicht besser“

In einem Englischbuch habe ich auf die Frage „wie oft soll man Englisch lernen?“, folgendes gelesen:

Fünfzehn Minuten am Tag ist besser als gar nicht.

Jeden Tag ist besser als nur einmal die Woche.

Einmal die Wochen ist besser als einmal im Monat.

Einmal im Monat ist besser als einmal im Quartal.

Einmal im Quartal ist besser als einmal im Jahr.

Setzen Sie Zeichen der Liebe, immer wieder. Egal was, egal wie oft, egal wann, egal wo. Tun Sie es einfach! Jeden Tag, einmal die Woche oder einmal im Monat.

Tun Sie es!

Denken Sie nicht darüber nach, ob „es“ gut genug ist oder gross genug oder ob Sie es jetzt noch machen sollten.

Tun Sie es!

2. Erwartungen sind der grösste Beziehungskiller

 

Nicht ausgesprochene Erwartungen führen in allen Bereichen des Lebens zwangsläufig zu Enttäuschungen. Hier zwei Beispiele:

Wenn Sie von Ihren Kindern erwarten, dass sie im Haushalt helfen, es ihnen aber noch nie gesagt haben, werden Sie enttäuscht sein. Zu Recht. Aber woher sollen es die Kinder wissen?

Wenn Sie von Ihrem Chef mehr Lohn erwarten, weil Sie gute Arbeit leisten, Sie es aber nicht kommunizieren, werden Sie enttäuscht. Zu Recht. Aber woher soll Ihr Chef wissen, dass Sie mehr Lohn oder mehr Anerkennung für Ihre Arbeit erwarten?

Es gibt wohl hunderte solcher Beispiele. Bei allen würden wir zustimmen. Doch wenn es um die Liebe geht, verhalten wir uns auf einmal anders. Plötzlich erwarten wir von unserem Partner/unserer Partnerin, dass er/sie weiss was wir wollen, am Besten genau dann, wenn wir es wollen. Wir gehen sogar noch weiter. Wir erhöhen den Wert der Handlungen, die wir uns wünschen, indem wir sie bewusst nicht ansprechen. „Nur wenn ich es nicht sage und der Partner macht es, ist es aus Liebe“. Das ist die direkte Einfahrt in die Sackgasse.

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Tipp

Geben Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin so oft wie möglich eine Chance, etwas aus Liebe zu tun.

Sprechen Sie über Ihre Erwartungen und Wünsche!

 

3. Nehmen Sie sich Zeit als Paar

Wann waren Sie das letzte mal mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin essen? Oder im Kino? Spazierengehen? Einen Kaffee trinken? … Nehmen Sie sich (immer!) wieder Zeit als Paar. Gemeinsame Zeit ist das grösste Kapital jeder Beziehung.

Warum das so ist und welche Auswirkungen es auf Ihre Beziehung haben kann, steht hier:

Beziehungskrise: Wir haben uns nichts mehr zu sagen. Teil 2

Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier:

Ihre

Sara und Peter Michalik

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