Beziehungskrise: Wir haben uns nichts mehr zu sagen. Teil 2


Beziehungskrise: Wir haben uns nichts mehr zu sagen Teil 2Im Teil 1 haben Sie gelesen, wie es passieren kann, dass sich ein Paar nach einigen Jahren nichts mehr zu sagen hat. Oder sich auseinander gelebt hat. Hier im Teil 2 zeigen wir Ihnen wie sie das ändern können. Wir sagen Ihnen Was Sie tun können. Wann Sie es tun können. Wie oft sie tun können. Wer die Verantwortung trägt und was Sie auf gar keinen Fall tun dürfen.

Beziehungskrise: Neu Start in drei Schritten

1. Schritt: Rückschau

Wenn Sie erwarten, nach der Lektüre dieses Artikel wird sofort alles anders, muss ich Sie leider enttäuschen. Was sich über Jahre hinweg eingeschlichen hat, geht über Nacht nicht weg. Wenn Sie aber etwas ändern wollen und Ihnen bewusst ist, dass Sie dafür etwas tun müssen, dann lesen Sie weiter. Warum es soweit mit Ihrer Beziehung kommen könnte, liegt an unserer teilweise romantischen Vorstellung, wie eine Beziehung funktioniert.

Am Anfang Ihrer Beziehung als sie noch nicht zusammen gewohnt haben, haben Sie sich mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin verabredet. Das taten Sie vermutlich so oft sie konnten. Zum Ausgehen, zum Spazierengehen, zum Reden, um miteinander Sex zu haben. Alles kein Problem, die normalste Sache der Welt. Irgendwann sind Sie dann zusammen gezogen. Und dann passierte wahrscheinlich folgendes: Sie verabreden sich nicht mehr, schliesslich wohnen Sie zusammen. Das Reden wird weniger. Der gemeinsame Ausgang wird oft wegen Müdigkeit oder anderen Terminen gestrichen. Geredet wird nur noch über Job oder eventuell wegen der Kinder. Fazit: Sie wohnen zwar zusammen, doch die gemeinsame Zeit als Paar wird immer weniger. Dies geschieht ganz langsam, so dass Sie es kaum merken. Oft ist es nur so ein komisches undefiniertes Gefühl das Sie haben, dass Sie aber nicht richtig benennen können.

2. Schritt: Ist zustand

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie und Ihr Partner, Ihre Partnerin gleichzeitig neben Job, Kinder und Hobbys Zeit als Paar für einander haben, sinkt von Tag zu Tag Ihrer Beziehung. Unsere Vorstellung, dass sich diese Zeit einfach so ergibt ist einfach fasch! Sie tut es nicht! Nicht nur bei Ihnen, sondern bei allen. Sie müssen dieser PAARZEIT einen Platz geben. Sie wichtig nehmen, ihr einen Wert geben, dann wird die Paarzeit Sie belohnen, mit Aufmerksamkeit, mit Intensivität, Tiefe und dem Gefühl nach dem Sie sich schon lange sehnen. Liebe.

Erinnern Sie sich ständig daran: Die Paarzeit ist der Grund warum Sie und Ihr Partner, Ihre Partnerin zusammen sind. Sie ist das Wichtigste in Ihrer Beziehung.

3. Schritt Neustart

WAS?         WANN?        WIE OFT?

WER HAT DIE VERANTWORTUNG?

WAS SIE NICHT TUN DÜRFEN!

 

WAS?

Eventuell mag es für Sie zu einfach klingen, aber die Lösung vieler Paarkrisen liegt in der Erhöhung der Paarzeit. Denken Sie nur an den Anfang Ihrer Beziehung, als sie sich für alles verabredet haben. Da war die Welt wahrscheinlich noch in Ordnung. Fangen Sie wieder damit an, verabreden Sie sich mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin. Tun Sie es

WANN?

Fangen Sie noch heute damit an! Das ist mein Ernst.
Sie haben keine Zeit zu verlieren.

WARUM?

Zitat aus der Beratungspraxis: „Wenn wir uns verabreden müssen, dann ist unser Beziehung zu Ende.“ FALSCH. Ich sage: Dann fängt die Beziehung gerade erst an. Sie meinen es ist komisch sich mit der eigenen Frau, dem eigenen Mann zu verabreden. Sie haben recht, es ist am Anfang ungewohnt. Sie haben es auch schon lange nicht getan. Probieren Sie es!

Machen sie ein Rendezvous mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin. Überlegen Sie sich vorher was Sie gerne machen würden. Planen Sie es.

In dem Sie sich verabreden, geben Sie der Zeit mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin einen Besonderen Wert. Sie oder Ihr Partner haben sich überlegt, was sie zusammen tun möchten. Sie bereiten sich auf das Rendezvous vor, machen sich hübsch, ziehen etwas besonderes an. Diese Wertschätzung sind Sie sich schuldig und unterschätzen Sie ihre Wirkung nicht.

WIE OFT?

Mindestens einmal die Woche. Denken Sie daran, Es ist die Qualität der Zeit, nicht die Quantität, die die Paarzeit ausmacht. Es müssen nicht immer Stunden sein. Wenn Sie eine stressige Woche haben reichen manchmal auch nur 15 intensive Minuten Paarzeit. Diese werden Sie über die Woche bis zum nächsten Rendezvous tragen.

WER?

Das einfachste ist, Sie teilen sich die Verantwortung. Eine Woche überlegen Sie sich wann und was Sie gerne tun möchten, in der folgenden Woche macht es Ihre Partnerin, Ihr Partner. So ist es gerecht aufgeteilt und hat den Vorteil, dass jeder seine Ideen oder Vorlieben planen und umsetzen kann.

DAS NICHT?

Wenn Sie ein Rendezvous abgemacht haben und es kommt etwas dazwischen, dann dürfen Sie auf gar keinen Fall diesen Termin streichen. Er ist der wichtigste Termin für Ihre Beziehung in dieser Woche. Wenn es tatsächlich etwas wichtigeres gibt, dann suchen Sie unbedingt einen Ersatztermin und legen ihn gleich fest.

Fazit

Machen Sie heute noch ein Rendezvous ab. Machen Sie es mindesten einmal die Woche. In der Anfangsphase eventuell auch öfter. Und wenn Sie es können planen Sie mit Ihrer Partnerin, Ihrem Partner einen ganzen Tag den Sie zusammen verbringen können. Fahren Sie weg, ändern Sie das Panorama und geniessen Sie die Zweisamkeit. Es kann auch ein Wochenende sein. (Wenn Sie Kinder haben, leisten Sie sich einen Babysitter, besser können Sie Ihr Geld nicht anlegen. )

 

Wie alles angefangen hat, können Sie im Teil 1 lesen.


Foto: © Rido – Fotolia.com

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