Warum gibt es Beziehungs ABC ?

Warum Beziehungs ABCEs ist die Frage aller Fragen:

Warum tue ich was ich tue?

Jeden Tag kommen Paare in meine Praxis für Paar- und Eheberatung mit den unterschiedlichsten Anliegen. Keine Geschichte gleicht der Anderen. Und genau das ist das spannende an meinem Beruf. Im Laufe der Zeit ist mir jedoch etwas aufgefallen. Es gibt tatsächlich eine Gemeinsamkeit bei 90 Prozent aller Paare und diese eine Gemeinsamkeit hat mich dazu bewogen diesen Blog zu starten.

Angeregt über die Frage Warum tue ich was ich tue? überhaupt nachzudenken, wurde ich von Markus Cerenak auf seinem einzigartigen Blog.

Wie alles begann.

Ein langer, oft steiniger Weg hat mich zur meinem jetzigen Beruf als Paar- und Eheberater geführt. Es waren viele Stationen in verschiedenen Branchen, doch immer hat mich das Gefühl noch nicht am Ziel zu sein begleitet. Oft verbunden mit der Frage: „Willst du das wirklich die nächsten dreissig Jahre noch machen?“ Oft hat mich eine gewisse Sinnlosigkeit in meiner Arbeit frustriert. Doch das Leben hat mich glücklicherweise bis zur dieser Station geführt und dafür bin ich sehr dankbar.

Diskretes Geschäft

Paar- und Eheberatung ist ein sehr diskretes Geschäft, das auf Vertrauen basiert. Man möchte nicht gesehen werden. So verwundert es nicht, dass 90 Prozent meiner Klienten nicht aus der Stadt kommen, in der die Praxis ihren Sitz hat. Die Menschen nehmen lange Anfahrten in Kauf um anonym zu bleiben. Bei Schwierigkeiten in anderen Lebensbereichen oder im Beruf holt man sich schnell Hilfe beim Profi und freut sich in der Regel über die Ergebnisse. Bei Beziehungsproblemen funktionieren wir etwas anders.

Erst in der Krise

Bei Beziehungsproblemen sind wir auf eine sehr persönliche Art und Weise betroffen. Die Hoffnung, dass sich die Situation wieder einrenkt, kann sich sehr in die Länge ziehen. Oft zu lang. Irgendwann kommt das Gefühl versagt zu haben auf, denn schliesslich war es die Idee „für immer“ zusammenzubleiben. Bei Beziehungsproblemen können wir der Situation nicht so einfach aus dem Weg gehen. Doch auf die Idee sich Hilfe zu holen, kommt man sehr spät und in einem sehr vorgeschrittenen Stadium der Krise. In der Regel wird der Entscheid dazu mit folgendem Satz eingeläutet:

Wenn sich jetzt nicht etwas ändert, dann werden wir uns trennen!

 

Danach wird in der Regel ein Paar- und Eheberater gesucht und ein Termin abgemacht. Oder „Mann“ sagt folgendes: „Wenn wir Hilfe in der Beziehung brauchen, können wir sowieso einpacken.“

Beziehungskrisen werden anders gelöst.

Ich würde gerne etwas für unsere Beziehung tun, aber mein Partner macht nicht mit.

Diesen Satz höre ich leider sehr oft.

Es gibt eine sehr gute Möglichkeit, wenn Sie alleine etwas für Ihre Beziehung tun möchten.


Lesen Sie mehr dazu ...

 

Da ist die Gemeinsamkeit!

 

Der Entscheid sich als Paar Hilfe zu holen wird, am Tiefpunkt der Beziehung gefällt.

 

Das ist meine Beobachtung. Es gibt wenig Paare, die schon am Anfang der Schwierigkeiten Hilfe suchen, aber es gibt sie. Und die Erfahrung zeigt, je früher sie sich mit den Unstimmigkeiten in ihrer Beziehung beschäftigen umso einfacher lassen sich diese lösen. Dieser Ansatz wurde durch Frau Dr. Yvonne Maurer (Institut für Körperzentrierte Psychotherapie IKP) sehr gut in der 3-Phasen Theorie zur Symptombehandlung beschrieben. (Yvonne Maurer 2004)

3 – Phasen – Theorie

 

Das definitive Warum

Eine Frage beschäftige mich schon lange: Wie kann ich Paaren helfen, die „nur kleine“ Schwierigkeiten in ihrer Beziehung haben. Die noch nicht in einer grossen Krise stecken und mit dem Gedanken spielen sich zu trennen. Denn oft reichen ein oder zwei gute Hinweise oder Tipps, um wieder eine bessere Beziehungsqualität zu erreichen. Doch lange war mir nicht klar, wie ich diese Paare erreichen kann. Auf die Idee hat mich ein Priester mit einer sehr provokanten Aussage gebracht.

Die Entscheidung

Die endgültige Entscheidung einen Blog zu schreiben kam, als ich einen Artikel über einen Priester las. Dieser Zeitungsartikel hatte es in sich. Da wagte tatsächlich ein Priester folgende Aussage:

Ich garantiere den Ehepaaren, die ich traue, dass sie mindestens 15 Jahre zusammenbleiben. Einzige Bedingung ist, sie müssen einmal im Jahr zu einem Gespräch kommen um ihre Beziehung zu reflektieren.

Gewagte Aussage dachte ich, aber genial. Genau das ist es: PRÄVENTION

Wie in so vielen Bereichen ist die Prävention das einfachste und effektivste Mittel. Als dann auch noch ein Paar in die Praxis kam mit der Bitte: „Wir wollen unsere Beziehung vor der Hochzeit reflektieren“, war die Idee für Beziehungs ABC geboren.

Warum ein Blog

Einerseits ist das Internet meine Leidenschaft, andererseits bietet ein Blog die nötige Anonymität, sowie örtliche und zeitliche Unabhängigkeit. Ideal, um sich präventiv mit Beziehungsangelegenheiten zu beschäftigen. Auf diese Art und Weise kann ich die Paare erreichen, in der Hoffnung, dass sie durch meine Artikel und Tipps von meiner Erfahrung aus der Praxis profitieren. Parktische Hilfen, die es zum Downloaden gibt, sollen die Paare unterstützen an ihrer Beziehung zu arbeiten. Blog ist die ideale Form dieses Angebot umzusetzen.

Glücklich in der Beziehung?

Ja, es gibt sie tatsächlich, die glückliche Beziehung. Sie müssen aber etwas dafür tun. Und am besten geht das noch vor der Krise.

 

Also legen Sie los!

 


Ihr

Peter Michalik

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