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Konflikte im Urlaub

Konflikte im Urlaub? Diese 5 Tipps helfen weiter!

Konflikte im Urlaub? Diese 5 Tipps helfen weiter!

So schön und wohltuend ein Urlaub mit dem Partner sein kann, so sehr können Konflikte im Urlaub belastend sein. Wie Sie Konflikte im Urlaub lösen und für gute Stimmung sorgen können, erfahren Sie von Dr. Judith Gastner, Psychotherapeutin aus München und Mitbegründerin des Online-Coachings PaarBalance www.paarbalance.de.

 Wo geht es hin? An den Strand, in die Berge oder soll es doch der Städtetrip mit Einkaufsbummel und schicken Restaurants sein? Wie viel geben wir aus? Wann fahren wir los zum Flughafen? Wer hat die Reisedokumente? Mensch, muss ich mich denn um alles alleine kümmern!?

Bereits im Vorfeld einer Reise können alle möglichen Konfliktherde entstehen. Nicht selten beginnt der von beiden Partnern langersehnte Urlaub in gereizter Stimmung.

Vor Ort warten weitere Herausforderungen: Während im Alltag häufig relativ klar definiert ist, wie bestimmte Tage ablaufen und welche Aktivitäten auf dem Programm stehen, ist im Urlaub das Tagesprogramm noch offen.

Für viele Paare Segen und Fluch zugleich: Auf der einen Seite entflieht man endlich dem Alltagsstress und kann in den Tag hineinleben, auf der anderen Seite stellt man eventuell fest, dass der Partner nicht an dem gleichen Tagesprogramm interessiert ist wie man selbst.

Gemeinsame Entscheidungen zu treffen ist auf einmal gar nicht so leicht.

Folgende fünf Tipps können Ihnen helfen, die Konflikte im Urlaub zu entspannen und konstruktiv zu lösen.

  1. Schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter

Eine häufige Erwartung ist, dass im Urlaub automatisch „alles gut“ wird. Alle vorherigen Probleme lösen sich bei einem ausgedehnten Strandspaziergang, einem romantischen Abendessen oder dem gemeinsamen Blick in’s Tal. Natürlich tragen schöne Aktivitäten dazu bei, dass sich die Atmosphäre in einer Beziehung verbessert und sind daher sehr wichtig. Schlechte Stimmung kann sich jedoch auch am schönsten Fleck der Erde breit machen, wenn hohe Erwartungen enttäuscht werden: „Jetzt schau uns nur an: Sogar im Urlaub streiten wir! So weit ist es inzwischen schon mit uns gekommen!“.

Versuchen Sie, aus unterschiedlichen Wünschen kein Drama zu machen, sondern realistisch zu bleiben: „Auch im Urlaub kann es vorkommen, dass wir mal genervt sind oder verschiedene Bedürfnisse haben.“ Und seien Sie sich sicher – mit Streit im Urlaub sind Sie nicht allein.

  1. Reden Sie nicht über das, was sie stört, sondern darüber, wie ein Kompromiss aussehen könnte

Konflikte werden meist dann groß, wenn sich die Partner gegenseitig mit Vorwürfen überschütten. Irgendetwas passt gerade nicht für Sie? Dann werden Sie gemeinsam mit Ihrem Partner kreativ und suchen Sie nach einem guten Kompromiss! Dabei ist es hilfreich sich bewusst zu machen: Ein Kompromiss ist dann gut, wenn beide das Gefühl haben, in etwa gleich stark zurückzustecken.

  1. Seien Sie großzügig mit Ihrem Partner

Ganz nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“ kann sich schnell ein Machtkampf entwickeln, bei dem beide Partner versuchen, Ihre eigenen Wünsche durchzusetzen und nicht mehr offen für die Bedürfnisse des anderen sind. „Warum sollte ich jetzt diese blöde Wanderung mitmachen, wo er doch gestern nicht mit zum Bummeln wollte?“.

Steigen Sie aus dem Teufelskreis aus. Machen Sie den ersten Schritt auf Ihren Partner zu – vermutlich werden Sie überrascht sein, wie schnell Ihr Partner plötzlich bereit ist, auch wieder mehr auf Ihre Wünsche einzugehen. Mehr dazu finden sie auch im Artikel: Helfen Sie Ihrem Partner, so zu werden, wie er gerne wäre

  1. Seien Sie pragmatisch!

Oft helfen die handfesten Lösungen am besten. Schreiben Sie beide z.B. im Vorfeld des Urlaubs fünf Dinge auf, die jeder von Ihnen gerne zusammen mit dem anderen machen würde. Einigen Sie sich darauf, die jeweils gleiche Anzahl von Vorschlägen auf beiden Listen umzusetzen.

Ebenso können Sie es bei den Reisezielen handhaben: Jeder bringt drei Vorschläge ein und drei, die nicht für ihn in Frage kommen. Häufig stellen Paare fest, dass die Vorstellungen gar nicht so weit auseinanderliegen.

  1. Man muss nicht alles gemeinsam machen

Sie stellen fest, dass Sie sich bei gewissen Punkten so gar nicht einig werden? Sie wollen am Strand Beachvolleyball spielen und Ihr Partner möchte einen Kochkurs besuchen? Sprechen Sie über die Möglichkeit, dass auch im Urlaub beide ab und zu alleine machen können, was sie möchten. Manchmal tun ein paar Stunden Abstand, in denen jeder ohne Kompromiss genau seinen eigenen Bedürfnissen nachgeht, der Beziehung viel besser als ein gemeinsamer Nachmittag, an dem keiner so wirklich machen konnte, was er wollte.

Außerdem können Sie Ihrem Partner abends erzählen, was Sie ohne ihn erlebt haben.

Weitere Expertentipps und Kontaktdaten von Dr. Judith Gastner und Prof. Dr. Ludwig Schindler finden Sie unter paarbalance.de.

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Was ist PaarBalance?

PaarBalance ist ein innovatives Online-Coaching zur Verbesserung der Beziehungsqualität. Das wissenschaftlich fundierte Programm wurde von den Beziehungsexperten Prof. Dr. Ludwig Schindler und Dr. Judith Gastner entwickelt und steht seit 2017 in der jetzigen Form zur Verfügung. In 18 interaktiven Sitzungen mit Coaching-Videos, Übungen und konkreten Tipps (ca. 20 Minuten pro Thema) erfahren Sie, wie Sie ab sofort Missverständnisse vermeiden, Konflikte lösen und Gemeinsamkeiten stärken können. Das Programm ist wissenschaftlich fundiert. Positive Veränderungen sind schnell spürbar. Das Besondere dabei: Sie können das Programm zu zweit oder alleine durchführen, sind zeitlich und örtlich flexibel und können das Tempo selbst bestimmen!

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Wer steht hinter PaarBalance

Judith Gastner

Die Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Pädagogin Dr. Judith Gastner blickt auf eine langjährige Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der TU München zurück. Heute arbeitet Judith Gastner in eigener Praxis als kognitive Verhaltenstherapeutin und Coach. Die Beratung von Einzelpersonen und Paaren in den Bereichen Beziehungsanbahnung, Partnerschaftsgestaltung, Sexualität, Krisenbewältigung und Trennungsverarbeitung gehört zu einem ihrer Behandlungsschwerpunkte.

Der Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Prof. Dr. Ludwig Schindler gehört zu den führenden Experten im Bereich Paartherapie im deutschsprachigen Raum. Er ist Verfasser von zahlreichen Publikationen auf diesem Gebiet. Während seiner langjährigen Tätigkeit am Max-Planck-Institut in München forschte er intensiv rund um das Thema Partnerschaft und Beziehungszufriedenheit. Seit mehr als 30 Jahren gibt Herr Prof. Dr. Schindler Fortbildungsveranstaltungen, Seminare und Supervision zum Thema Paartherapie – Paarcoaching – Partnerschaft, sowohl im Rahmen seiner apl. Professur an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg als auch an anderen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen. Er führt eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Lehrpraxis in München, wobei einer der Schwerpunkte auch hier im Bereich Paartherapie und Beziehungscoaching liegt.

Prof. Dr. Ludwig Schindler
on off beziehung

On / Off- Beziehung – Diese 3 Schritte sollten Sie ausprobieren!

On / Off- Beziehung - Diese 3 Schritte sollten Sie ausprobieren!

Das ewige Hin und Her in einer On / Off – Beziehung belastet sehr.

In einer Beziehung, in der beide Partner weder mit noch ohne den anderen zurechtkommen, bleibt der vollständige und ganz vollzogene Trennungsschritt aus.

Während einer Trennungsphase sehnen sich die Partner nacheinander und finden letztendlich erneut zusammen. Dabei ist zu Beginn der Willen groß, die Wünsche des Anderen zu erfüllen, ungeliebte Verhaltensweisen abzulegen und sich der neuen Beziehung wieder voller Energie hinzugeben.

Es folgt eine erneute Phase von Verliebtsein, Wolke sieben.

Doch schon bald ist man wieder im alten Muster und man hält es kaum mehr miteinander aus.

Kommt auch Ihnen dies bekannt vor? 

Kaum sind die alten Muster wieder an der Oberfläche denkt einer oder beide wieder über Trennung nach, distanziert sich emotional, investiert kaum noch in die Beziehung. Die Trennung scheint der letzte Ausweg.

Diese Dynamik kann sich sogar verschärfen bzw. an Tempo gewinnen, wenn sie sich bereits öfters wiederholt hat. Man verliert viel schneller den Glauben an die Beziehung, und dass diese funktionieren wird auch wenn es mal schwierig ist miteinander. Man gibt schneller auf…

Mit der Trennung und dem Verlust der Beziehung steigt aber rasch auch wieder die Sehnsucht und es wird wieder spürbar wie sehr man am Anderen hängt. Also doch Liebe?

Es fällt schwer sich zu lösen, auf den Anderen zu verzichten und ganz auf sich selber zurückgeworfen zu werden. Man erlebt Trennungsschmerz, Trauer, vielleicht auch das Gefühl von Einsamkeit. Sind diese schmerzhaften Gefühle der Beweis, dass ich den Anderen doch noch liebe?

In einer On / Off- Beziehung fällt es oft schwer sich ganz auf den Anderen (und seine Schwächen, Anforderungen, ….) einzulassen, es fällt aber genau schwer den Anderen ganz loszulassen.

Menschen, die in eine On / Off-Beziehung geraten, verlieren oft auch das Vertrauen in die eigenen Gefühle. Kann ich meinen Gefühlen nun wirklich trauen? Was will ich? Was tut mir gut? Jetzt bin ich doch richtig verliebt – oder?

On / Off -Beziehung – Trennen, Ja oder Nein?

Haben Sie schon einmal daran gedacht, den Schritt der Trennung auszulassen und die Distanz, welche Sie und Ihren Partner wieder zueinander führen könnte auch innerhalb einer Beziehung zuzulassen?

Zum Beispiel ein Wochenende allein wegfahren, den Partner zurücklassen und sich selbst näher kommen. Oder ein eigenes Schlafzimmer in der gemeinsamen Wohnung beziehen und nur zu vereinbarten Zeiten gemeinsame Stunden verbringen? Oder …

In jeder Art von Paarbeziehung erleben beide regelmäßige Zeiten von Annähern und Loslassen. Dies ist ein gesunder Vorgang und darf auch als solcher verstanden werden.

Vor allem langjährige Partnerschaften basieren auf diesem Prinzip.

Kann man sich diesem hingeben, kann die Entwicklung der Beziehung auf verschiedenen Ebenen freier erlebt werden. Die Verbundenheit findet nun auf anderen Ebenen statt, aber nicht in jedem Bereich der Partnerschaft gleichzeitig.

Beziehung bedeutet Geborgenheit und Nähe erleben und andererseits auch individuelle Entwicklung und Freiheit zulassen. Dies in Balance zu halten, ist die Hauptaufgabe für beide Partner.

on off Beziehung I

Die Schwierigkeit?

Das ist der Wille!

Beide Partner müssen diesem Prinzip zustimmen und gleichermassen bereit sein, an der Beziehung zu arbeiten. Dies bedeutet konkret, auf den Partner einzugehen, seine Wünsche zu beachten und sich dem anderen zu öffnen.

Wenn Sie schon einiges ausprobiert haben, um Ihre Beziehung in den „On“-Modus zu bringen und da auch zu halten, und es eventuell nicht so funktioniert hat, wie Sie es sich vorgestellt haben, probieren Sie doch die folgenden Schritte aus:

1. Schritt in einer On / Off-Beziehung: Visionen

Entwickeln Sie Visionen.

Frei über seine eigenen Vorstellungen zu sprechen ist dabei unerlässlich. Auf Dauer kann niemand alle Erwartungen des anderen durch bloße Beobachtung erkennen – dies ist keinesfalls Zeichen mangelnder Zuneigung oder gar Liebe. Gespräche sollten stattfinden, in denen beide Partner gleichermaßen zu Wort kommen.

Idealerweise machen Sie es als Paar regelmässig. Eine gute Möglichkeit wie Sie sich Ihrer eigenen Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche an Ihre Beziehung aber auch an Ihren Partner / Ihre Partnerin bewusst werden und sich dann gegenseitig austauschen, ist im Artikel: Visionen beschrieben.

on off beziehung II

2. Schritt in einer On / Off-Beziehung: Unausgesprochene Wünsche und Erwartungen

Bei jeder partnerschaftlichen Beziehung gibt es einen wichtigen Aspekt: Die persönlichen Erwartungen an die Beziehung bzw. an den anderen.

Auf der einen Seite sind diese wichtig um die eigenen Wünsche zu erkennen. Auf der anderen Seite bedeuten sie auch unausgesprochene Verhaltensvorschriften für den anderen und können Druck im partnerschaftlichen Umgang verursachen.

Dieser Druck ist Liebestöter und beraubt zum einen unsere Unvoreingenommenheit dem anderen gegenüber, andererseits wird der andere in seinem freien Verhalten eingeschränkt.
Am gefährlichsten sind unerkannte, unterschwellige Erwartungen, deren die Person sich nicht einmal selbst bewusst ist.

Im Artikel Sexualität das Tabu Thema in Partnerschaften können Sie nachlesen, was passieren kann, wenn sich Partner ihre Erwartung und Wünsche im Bezug auf die Sexualität gegenseitig erzählen.

Midlife-crisis

Wichtig ist:

Normvorstellungen mögen gelten, jedoch niemals für Ihre Beziehung. Alles was zwischen Ihrem Partner und Ihnen vorgeht, richtet sich nach Regeln, die allein Sie beide für sich aufgestellt haben. Machen Sie sich Ihre eigenen Erwartungen klar, begründen Sie diese, überprüfen Sie sie auf Notwendigkeit und seien Sie kritisch mit sich selbst.

Je weniger Forderungen Sie an Ihren Partner stellen, desto freier kann er sich äußern.

3. Schritt aus einer On / Off- Beziehung: Erhöhen Sie die emotionale Bindung.

on off Beziehung

Vor allem in Beziehungen, die intensive Phasen der Annäherung und Distanz erleben, wie in einer „On / Off- Beziehung“, ist häufig einer der Partner emotional gebundener als der andere.

Ungleiche Zuneigung kann ein Grund für diese Wechselbäder der Gefühle sein, muss aber nicht. Ungleichheit in Verhalten, Vorstellung, Erwartungshaltung – die Gründe für den Abstand zwischen beiden Partner sind vielfältig, zielen aber oft in die gleiche Richtung:

Unterschiedliche emotionale Bindung, die eine wesentliche Ursache vieler Beziehungsprobleme zwischen den Partnern darstellt.

Beziehungskonflikte treten vor allem auf, wenn die Partner ihre Verbundenheit zueinander nicht mehr spüren.

(Sue Johnson)

Susan M. Johnson (2009) ist Begründerin der „Emotions-fokussierten Paartherapie“ (EFT), die auch hierzulande immer bekannter wird.

Der Ansatz von Susan M. Johnson basiert auf der Grundlage der Bindungstheorie des britischen Psychiaters John Bowlby (1907-1990). Bowlby ging davon aus, dass eine sichere Bindung zwischen Mutter und Kind ausschlaggebend ist für eine gesunde emotionale Entwicklung von Kindern.

Bei Kindern ist es mittlerweile für uns selbstverständlich, dass sie Aufmerksamkeit, Trost und Schutz von ihren Eltern brauchen.

Bei Erwachsenen wird starke Abhängigkeit vom Anderen eher als unreif, kindlich oder klammernd abgewertet. Doch Erwachsene sind an ihre Partner genauso gebunden und auch abhängig von ihnen.

Beziehungen zwischen Erwachsenen sind im Gegensatz zu Eltern-Kind-Beziehungen gleichwertiger, aber die Art des emotionalen Bandes ist dasselbe.

Kinder, die sicher an ihre Eltern gebunden sind, können sich frei entwickeln und die Welt erforschen . Auch hier findet sich eine vergleichbare Dynamik auf der Paarebene:

Je sicherer die Partner ihrer gegenseitiger Verbundenheit sind, umso freier können sie sich entwickeln. Es braucht also eine Balance zwischen Verbundenheit und Freiheit!

on off beziehung I

Zu enge Bindungen und Beziehungen sind erstickend, zu grosse Ungebundenheit und Unverbindlichkeit sind fragil. Beide Formen sind beängstigend für mindestens einen der Partner und sehr anfällig für Beziehungskonflikte!

Nach John Gotmann (2014), Paarforscher aus Seattle hat eine Bindungsunsicherheit Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit. Die Wahrscheinlichkeit, an Herz- Kreislauferkrankungen zu erkranken, ist bei Paaren mit einer sicheren emotionalen Bindung deutlich tiefer als bei Menschen in einer unsicheren Paarbeziehung.

Der wichtigste Punkt ist, dass Sie und Ihr Partner verstehen, dass Sie emotional verbunden und abhängig voneinander sind, und dass Sie sich nicht mehr geborgen fühlen, wenn Sie die innere Bindung bzw. Verbundenheit zum Partner verlieren.

Und bitte verwechseln Sie nicht innere Verbundenheit und äußere Bindung.

Sie können äußerlich an jemanden gekettet sein und innerlich weit von dieser Person entfernt oder umgekehrt über hunderte von Kilometern von einer Person entfernt, sich innerlich dieser Person aber sehr nahe und verbunden fühlen.

Mehr Qualität bitte

Je mehr höher die Qualität der Paarzeit in der Beziehung ist, umso mehr verbunden fühlen sich die Partner. Es gibt einige Grundlegende Schritte, die eine emotionale Bindung zwischen den Partnern stärken. Einer der Hauptfaktoren ist die Qualität der Paarzeit die Partner miteinander verbringen.

Bei der Auseinandersetzung mit der eigenen emotionalen Bindung, aber auch der des Partners / der Partnerin ist eines wichtig: Offenheit!

Vielen hat es geholfen, die eigene Sicht auf das aktuelle Beziehungsdilemma vor dem Partner schonungslos, möglichst präzise und ehrlich in Worte zu fassen. Sprechen Sie dabei stets von Empfindungen und gehen Sie von Ihren Gefühlen aus – Vorwürfe sind kontraproduktiv.

Ihre
Sara und Peter Michalik


PS:

Es gibt auch im Internet einige gute Anbieter, die sich auf  On/Off Beziehungen und Auflösung von Bindungsangst spezialisier haben. Den hier können wir empfehlen

Im kostenfreien Webinar (Online-Seminar) von Ingo Steinbock erfahren Sie, welche Möglichkeiten es für Sie gibt, um Ihre Bindungsangst bzw. Beziehungsangst zu überwinden.  Hier geht es zum Webinar

Eifersucht

PPS:

Hier noch ein besonderer Lesetipp:

Stefanie Stahl gilt im deutschsprachigen Raum als Expertin zum Thema „Bindungsangst“. Ihr Buch „Jein – Bindungsängste erkennen und bewältigen“ befindet sich in der 12. Auflage und ist in mehrere Sprachen übersetzt worden. Das Buch ist empfehlenswert gleichermaßen für Fachleute wie für Laien.


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Beziehung verbessern

Helfen Sie Ihrem Partner, so zu werden, wie er gerne wäre

Helfen Sie Ihrem Partner, so zu werden, wie er gerne wäre

Beziehung verbessern
Liebespartner können aus einem Menschen sowohl das Beste als auch das Schlechteste hervorholen, mit nachhaltiger Wirkung. Denn es ist klar, wir beeinflussen uns in Beziehungen gegenseitig, bewusst wie auch unbewusst.

Und diese gegenseitige Beeinflussung ist weitaus stärker als uns zuweilen bewusst ist.

Nehmen wir mal an, Susi möchte in Kontakt mit anderen Menschen selbstsicherer werden. Dann kann ihr Freund Max sie dabei ermutigen und stärken, so dass sie selbst im Umgang mit Fremden sicherer wird.

Ihr Freund Max kann aber auch auf der Ansicht beharren, dass sie das sowieso nie schaffen werde, so unsicher wie sie sei…

Auch ohne, dass er das explizit so ausdrücken muss, spürt Susi den Zweifel ihres Freundes. Schlussendlich fühlt sich Susi dermassen verunsichert, dass sich ihre Unsicherheit noch mehr verstärkt.

Dazu kommt, dass sie sich durch ihre Selbstunsicherheit mehr zurückzieht und gar nie eine gegenteilige Erfahrung macht.

Oder wenn sie dann doch mal versucht, beispielsweise beim nächsten Gespräch mit dem Chef, sicherer aufzutreten, fehlt ihr dann die Übung und das Gespräch ist zum Scheitern verurteilt.

In der Psychologie sprechen wir dabei von Selbsterfüllenden Prophezeiung.

Die Erwartungen eines Partners werden zu Selbsterfüllenden Prophezeiung.

Das Beispiel oben zeigt auf, wie sich das negativ auswirken kann, selbst dann, wenn wir uns dessen Auswirkungen und Dynamiken gar nicht bewusst sind. Und ja, selbst dann, wenn wir unsere Erwartungen oder inneren Vorstellungen des anderen gar nicht so explizit ausdrücken.

Die gute Botschaft ist aber:

Das wirkt auch in eine positive Richtung!

Wir können beim Partner bestimmte Eigenschaften stärken und wünschenswerte Haltungen und Verhaltensweisen aufbauen, indem wir z.B. daran glauben, dass er / sie es schaffen wird.

Wenn Max zwar die Unsicherheit von Susi wahrnimmt, gleichzeitig aber auch daran glaubt, dass sie es schaffen wird, ihr Auftreten sicherer zu gestalten und im Kontakt mit anderen ihre eigenen Bedürfnisse besser durchzubringen, dann wirkt sich diese Erwartung positiv auf Susi aus und hilft ihr, ihr Ziel zu erreichen.

Die Wirkung von Selbsterfüllenden Prophezeiung konnte in vielen psychologischen Experimenten nachgewiesen werden.

Wichtig: Es geht dabei nicht darum, den Partner so haben zu wollen, wie WIR ihn haben möchten, sondern so, wie er / sie sein möchte bzw. sein Ideal Selbst (nach Carl Rogers) ist.

Denn dies ermöglicht das grösstmöglichste persönliche Wachstum(Selbstverwirklichung) und dies hat einen grossen positiven Einfluss auf eine befriedigende und tiefe Liebesbeziehung

„Zu den besten Arten von Liebe gehört die, bei der Partner einander dabei helfen, die Personen zu werden, die sie gerne werden möchten“
(Madoka Kumashiro, Dozentin für Psychologie in London).

Natürlich haben wir alle eine Vorstellung davon, wie wir unseren Partner gerne haben möchten. Aber die Forschung zeigt, dass Menschen umso positivere Gefühle sich selbst und der sich verändernden Beziehung gegenüber entwickeln, je näher sie ihrem „idealen Selbst“  kommen.

Es ist für eine erfüllte Beziehung fundamental, dass beide Partner sich auch autonom entwickeln und selbstverwirklichen können. Auch hier zeigt die Forschung:

Beziehungen profitieren davon, wenn beide Partner sowohl Zugehörigkeit wie auch Autonomie in der Beziehung erleben können.

Das heisst, Liebesbeziehungen können gestärkt oder geschwächt werden, je nachdem, ob sich beide Partner in der Beziehung ihren Idealen eher näher oder eher ferner fühlen.

Der Artikel: Beziehung: Gib deinem Partner eine Chance DICH zu lieben! erweitert den Blick und zeigt, wie wichtig es für eine Beziehung ist, authentisch zu sein.

Eifersucht III

Natürlich ist es im Alltag oft nötig, wenn es darum geht die Beziehung zu verbessern, dass beide Partner auch „Opfer“ bringen und ihre Bedürfnisse oder persönlichen Ziele nicht einfach verfolgen.

„Der Schlüssel zu einer Stärkung der Beziehung liegt in einer Lösung, die es beiden erlaubt, weiterhin ihre Ideale zu verfolgen“
(Madoka Kumashiro, Dozentin für Psychologie in London).

Wichtig dabei ist, dass die Partner einander nicht mit voreingenommenen Erwartungen und Bilder „zubetonieren“, sondern einander durch positive Wertschätzung unterstützen Veränderung in Richtung persönliches Wachstum zu zulassen.

So können in Liebesbeziehungen beide Partner das jeweils Beste aneinander zutage fördern. Die Liebe wird damit zu einem Fundament, zur sicheren Basis, die Autonomie und Selbstverwirklichung zulassen kann.

Hilfreich dabei sind:
Flexiblität, Unvoreingenommenheit und Vertrauen.

Ihre

Sara und Peter Michalik

Unglücklich in der Beziehung

Unglücklich in der Beziehung – Alltagsstress ist der gemeine Feind der Liebe – 7 Tipps was Sie dagegen tun können.

Unglücklich in der Beziehung - Alltagsstress ist der gemeine Feind der Liebe - 7 Tipps was Sie dagegen tun können.

Eine häufige Ursache warum sich Männer und Frauen in der Beziehung unglücklich fühlen ist Stress, der von außen in die Beziehung hineingetragen wird. Wenn Sie diesen Artikel lesen erfahren Sie, warum das so ist und was Sie konkret und vor allem auch präventiv dagegen tun können.

„ALLTAGSSTRESS IST DER GEMEINE FEIND DER LIEBE“

(so Guy Bodenmann, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Zürich und Entwickler des Präventionsprogramms Paarlife.)

Herr Bodenmann konnte durch seine Forschungsergebnisse zeigen, dass auch geringfügige äussere Stressfaktoren die Wahrscheinlichkeit von Spannungen und Konflikten in Paarbeziehungen erhöhen, wenn diese häufig und über längere Zeit vorkommen.

Diese sind dafür verantwortlich, ob Sie sich unglücklich in der Beziehung fühlen, oder eben glücklich.

Diese alltäglichen Stressfaktoren untergraben gar die positiven Gefühle wie Zuneigung und Zärtlichkeit in Beziehungen und führen zu einer langsamen und stetigen Entfremdung der Partner.

Umgekehrt beruht das gemeinsame Glückt zu einem erheblichen Teil darauf, dass sich Partner in Stresssituationen gegenseitig emotional und praktisch unterstützen können.

Bis dass der Stress euch scheidet – oder was können Paare tun?

Dieses Referat wurde an der «Marriage-Week-Konferenz 2011» gehalten.


Paarforscher haben errechnet: 40 Prozent der Partnerschaftszufriedenheit hängt davon ab, wie unterstützend man den Partner in Stresssituationen erlebt!

Das Problem ist, dass man die schädlichen Wirkungen von Alltagsstress oft gar nicht bewusst wahrnimmt oder erst dann, wenn die Beziehungsqualität bereits ernsthaft beschädigt ist.

Chronischer also langanhaltender Stress wirkt sich nach Prof. Dr. G. Bodenmann in vielfacher Weise negativ auf die Paarbeziehung aus:

  • Weniger miteinander verbrachte Zeit führt zu weniger gemeinsamen Erfahrungen, das „Wir-Gefühl“ wird geschwächt und die gegenseitige Offenheit reduziert.
  • Es kommt zu einer zunehmend negativen Kommunikation, der Umgang wird feindseliger und es kommt zu einem Rückzug der Partner.
  • Chronischer Stress führt zu einem erhöhten Risiko stressbedingter Probleme wie Schlafstörungen, negative Stimmungen, sexuelle Störungen.
  • Unter Stress treten negative Charakterzüge wie Starrsinn oder Intoleranz mit grösserer Wahrscheinlichkeit auf und zerstören die vorher positive Sichtweise auf den Partner.
  • Ehen, die chronischen Stress (z.B. durch Stress am Arbeitsplatz oder mit den Herkunftsfamilien) ausgesetzt sind, enden mit höherer Wahrscheinlichkeit in einer Scheidung.

Hilfreich bzw. günstig im Umgang mit Stress sind hingegen,

  1. wenn die Partner gut in der Lage sind miteinander dem Stress zu begegnen. Stress gemeinsam zu bewältigen und sich gegenseitig im Umgang mit stressigen Situationen zu helfen, führt zu einer besseren Ehequalität, einem erhöhten Wohlbefinden und häufiger zu Liebesgefühlen.
  2. wenn Teamarbeit gelingt. Gute gemeinsame Bewältigungsstrategien lindern die negativen Auswirkungen von Stress. Gegenseitige Unterstützung ist bei Stress ein ganz zentraler Punkt.
  3. wenn die Partner die Stresserfahrungen teilen, also einander zuhören, sich bemühen die Erfahrung des Partners zu verstehen und versuchen dem Partner zu helfen. Verständnis und Empathie erhöhen das Glückgefühl in Beziehungen.

Unsere Buchempfehlung zum Thema Stress in der Partnerschaft: Autor: Bodenmann, Guy / Bodenmann, Guy Bevor der Stress uns scheidet Resilienz in der Partnerschaft*

Ein weiterer Faktor ob Mann oder Frau unglücklich in der Beziehung sind, hat sehr viel mit Kommunikation zu tun.

„So konnte gezeigt werden, dass die Kommunikationsqualität unter Stress um 40 Prozent niedriger ist als unter Normalbedingungen.

(Quelle: Familienhandbuch (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration)

Neben Stress gibt es natürlich auch andere Faktoren, die für die Qualität der Kommunikation in der Beziehung verantwortlich sind. Einer dieser Faktoren ist die Art und Weise wie Sie ein Gespräch anfangen. Der Artikel Zoff: Was ist der Reiz am Streiten zeigt auf, worin der Unterschied besteht ob ein Gespräch „harsch“ oder „sanft“ gestartet wird. Dort finden Sie auch eine Vorlage mit Beispielen, die Sie im Alltag umsetzen können.

Unglücklich in der Beziehung

Sie sind unglücklich in der Beziehung und haben erkannt, dass Stress der von Aussen in die Beziehung hineingetragen wird eine Ursache sein kann, dann können Ihnen folgende Tipps helfen mit Stress besser umzugehen.

Unsere  Tipps für Sie:

  • Achten Sie in der nächsten Wochen mal ganz bewusst auf die „kleinen“, alltäglichen Stressfaktoren. Was „frisst“ am meisten unnötige Energie? Was geht Ihnen am stärksten an die Substanz? Worunter leidet wohl der Partner, die Partnerin am meisten? Schreiben Sie alles auf was Ihnen auffällt.
  • Gönnen Sie sich bewusst Pausen. Achten Sie bewusster auf Erholungsphasen, was Ihnen wirklich gut tut und wie es Ihnen nach der Erholungspause geht.
  • Suchen Sie aktiv nach persönlichen Begegnungen mit dem Partner. Es braucht nicht unbedingt viel mehr Zeit sein, die Sie investieren, aber die Qualität der Begegnung ist zentral: Bewusste Begegnung. Die Paarforschung zeigt auch, dass sich körperliche Berührungen positiv auf das Wohlbefinden und Liebesgefühl auswirken. Zeigen Sie einander Ihre Zuneigung. Hier finden Sie 11 Wege, die Ihnen in Beziehungen helfen sich bewusster zu begegnen.
Unglücklich in der Beziehung I

Nehmen Sie sich Zeit hinzuhören, was Ihren Partner / Ihre Partnerin aktuell belastet („stresst“) und suchen Sie gemeinsam nach möglichen Lösungen. Auch schon die kleinste Veränderung kann eine Entlastung bedeuten. Weitere Hinweise finden Sie hier: 8 Tipps für eine attraktive Partnerschaft.

Unglücklich in der Beziehung II
  • Bieten Sie aktiv hilfreiche, emotionale Unterstützung an wie: „Wo kann ich dich am besten entlasten?“ Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin.
  • Lassen Sie den Gefühlen einmal freien Lauf. Sprechen Sie aus, was sie belastet und stresst. Die Gefühle zu ignorieren, ist im Grunde eher kontraproduktiv als hilfreich.
  • Fragen Sie sich, ob es evt. nötig ist, das eigene Anliegen zunächst einmal zurückzustellen bis für den anderen gesorgt ist und der andere wieder mehr Kraft hat, um mich ebenfalls zu unterstützen.

Abschließend möchten wir mit Worten von Guy Bodenmann:

„Dabei kommt der Prävention bei Paaren eine besonders wichtige Rolle zu. Basierend auf den aktuellen Forschungsergebnissen geht es dabei vor allem um die Förderung von Kompetenzen, um den Alltag angemessener bewältigen zu können“

(Quelle: Familienhandbuch (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration)

Ihre
Sara & Peter Michalik


Foto: www.tannerart.ch
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Lebe jetzt

Lebe Jetzt! Träumst du noch – oder lebst du schon? Ein hilfreiches Experiment, das es in sich hat!

Lebe Jetzt! Träumst du noch - oder lebst du schon? Ein hilfreiches Experiment, das es in sich hat!

Lebe jetzt! – Wir Menschen sind oftmals so sehr mit dem alltäglichen Überleben und Funktionieren beschäftigt, dass wir vergessen oder besser gesagt, es verpassen, zu leben – so zu leben wie wir es wirklich möchten.

Und wenn wir gefragt werden, für was wir das oder jenes tun, dann können wir erkennen, dass die Gründe oft in zukünftigen Wünschen oder in den Erwartungen anderer Menschen liegen.

„Ich arbeite so hart, dass ich mir später mal ein eigenes Heim leisten kann“ Oder: „Es wird von mir erwartet, dass ich als junge Frau 100% arbeite, schliesslich bin ich ja auch gesund und stark…“

Da stellen sich tatsächlich die Fragen: Träumst du noch – oder lebst du schon? Oder: Warum mache ich das eigentlich?

In den hohen Erwartungen an uns selber und selbst in unseren Wunschvorstellungen und Träumen liegen oft auch die grossen Fallen, die uns unseres Lebens berauben!

Macht es wirklich Sinn heute zu Arbeiten bis wir umfallen um morgen (vielleicht) das eigene Haus zu besitzen?

Und glauben Sie mir, es gibt genügend Menschen, die weit über ihre eigenen Grenzen hinaus arbeiten und leisten. Und wie viele Menschen leben nicht im Hier und Jetzt?

Ich selber erkenne immer wieder, wie ich in diese Fallen gerate und mir wenig Pausen gönne, den ganzen Tag v.a. mit Arbeiten und Leisten verbringe.

Dabei braucht es nicht viel, nur ab und zu ein Innehalten, ein tiefes Durchatmen, ein bewusstes, achtsames Wahrnehmen des jetzigen Moments…

Aber auch das habe ich und Sie sicher auch schon oft gehört oder gelesen. Und doch ist das „im Jetzt leben“ eines der schwierigsten Dinge, die ich kenne.

Lebe jetzt: Eine Anekdote – die vom Leben erzählt

An dieser Stelle möchte ich auf eine herrliche und einigen von Ihnen sicher bekannte Anekdote von Heinrich Böll verweisen.

Diese Anekdote wird oft mit einem Lächeln erzählt, wenn es darum geht, die Klischees von rechtschaffenden und fleißigen Menschen zu verdeutlichen.

Sie beschreibt das Paradoxe unserer (meiner eigenen) verinnerlichten Arbeitshaltung und Lebenseinstellung sehr treffend.

Ich möchte diese an dieser Stelle als Einstieg für das oben bereits erwähnte Experiment nutzen. Daher möchte ich Ihnen empfehlen, diese Geschichte (wieder einmal) zu lesen, auch wenn sie Ihnen bereits bekannt ist.

Es geht um das Gespräch zwischen einem Fischer und einem Touristen, wobei der Tourist dem Fischer rät nochmals aufs Meer zu fahren um mehr Fische zu fangen, um „sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter…“ (Böll, 1963).

Heinrich Böll schrieb diese Anekdote zum Tag der Arbeit am 1. Mai 1963. Sie wird als Anekdote „zur Senkung der Arbeitsmoral“  (vgl. wikipedia) bezeichnet.

 „Dann“, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, „dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.“ „Aber das tue ich ja schon jetzt“, sagt der Fischer, „ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.“ Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.“ (Heinrich Böll, 1963)

Diese Geschichte zeigt sehr schön auf, dass wir dazu neigen nach immer mehr zu streben. So als könnten wir uns durch genügend Anstrengung Lebensqualität erarbeiten.

Dabei liegt die Lebensqualität letztlich doch in den einfachen Dingen des Lebens. Zum Beispiel darin, in der Sonne zu sitzen und zu dösen…

Und hier möchte ich auf die Frage zurückkommen:

Warum mache ich das eigentlich?

Oder:

  • Welches Bedürfnis will da gestillt werden?
  • Was soll in der Zukunft durch meine Anstrengungen besser werden als es jetzt ist?
  • Was brauche ich um zufrieden leben zu können?
  • Für wen mache ich das, was ich mache? Geht es wirklich um mich?
  • Was ist mir persönlich wirklich wichtig?


Lebe jetzt: Ein Experiment – das von Ihrem Leben erzählt

Ich möchte Sie an dieser Stelle ermutigen ein kleines Experiment zu machen. Statt nur vorwärts zu blicken und unsere Arbeit und Lebensziel nach Künftigem zu richten, möchte ich Ihnen einen Perspektivenwechsel vorschlagen:

Stellen Sie sich vor, Sie könnten bei Ihrer eigenen Beerdigung dabei sein und würden sogar die Grabrede hören. Betrachten Sie einmal Ihr Leben mit dem Blick zurück und malen Sie sich aus:

  • Wer sollte alles da sein und mit welchen Gefühlen sollten Ihre Liebsten Sie verabschieden können?
  • Was würden Ihre Familienangehörigen über Ihr Leben erzählen?
  • Was würden Sie sich wünschen zu hören?
  • Wenn Sie mutig sind, versuchen Sie mal Ihre eigene Grabrede zu schreiben. Was sollte da unbedingt stehen?

Leben Sie das auch so?

Leben Sie heute so wie Sie am Lebensende gerne gelebt haben würden?

Ich erlaube mir diesen Perspektivenwechsel noch etwas weiter zu treiben.

Wie fühlt es sich an, wenn Sie folgendes hören würden:

  • „ … hat immer so viel geleistet im Leben. … war ein Arbeitstier“.
  • „ … war immer für uns da. Ich konnte in jedem Moment auf … zählen“.
  • „ … war mutig und hat das im Leben erreicht, was er/sie immer wollte“.
  • „ … hat sich immer zurückgenommen und sich nach andern gerichtet“.
  • „ … war immer auf der Suche. Jetzt ist er / sie angekommen“.
  • „ … hatte kein einfaches Leben, hat sich aber erlaubt trotz Hürden zufrieden und glücklich zu sein“.

Welche Sätze entsprechen Ihnen? Was fühlt sich gut an, was weniger?

Welche Sätze würden Sie gerne hören? Was sollte man über Ihr Leben, Ihre Person erzählen?

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl.

Leben Sie danach. Jetzt!

Lebe jetzt: Eine Befragung – die vom Lebensende erzählt

Es ist eigentlich traurig, dass Menschen, die am Ende Ihres Lebens stehen sagen, dass sie zutiefst bereuen, dass ihnen den Mut gefehlt habe, ihr eigenes Leben zu leben und zu sehr damit beschäftigt waren, den Erwartungen anderer zu entsprechen (vgl. Ware, 2013).

Was Sterbende uns am Ende ihres Lebens raten, ist an und für sich nicht erstaunlich, entsprechen ihre Ratschläge doch dem, was wir alle eigentlich ganz genau wissen:

  1. Leben Sie Ihr Leben statt Erwartungen zu erfüllen!
  2. Arbeiten Sie weniger, leben Sie!
  3. Sind Sie mutig und zeigen Sie Ihre (wahren) Gefühle!
  4. Pflegen Sie Ihre liebsten Freundschaften, halten Sie den Kontakt aufrecht!
  5. Erlauben Sie sich zufrieden und glücklich zu sein!

Warum aber fällt es uns – obwohl wir diese Erkenntnis selber tief in uns tragen – so schwer unser aktuelles Leben danach zu richten?

Vielleicht hilft ein Perspektivenwechsel! Lebe jetzt!

Glückliche Beziehungen sind keine Glücksache!

Sara Michalik


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Partnersuche

Partnersuche: Wer passt zu mir? – Und warum es wichtig ist, sich diese Frage zu stellen.

Partnersuche: Wer passt zu mir? – Und warum es wichtig ist, sich diese Frage zu stellen.

„Wer passt zu mir?“ ist nicht immer die erste Frage, die sich jemand vor der Partnersuche stellt.  Christian Thiel, Buchautor und erfahrener Paar- und Singelberater aus Berlin, erklärt in seinem Gastartikel am Beispiel von Tina, warum diese Frage von großer Bedeutung ist. Oder wissen Sie es schon?

Tina ist Single. Schon seit zwei Jahren. Ihre Freundinnen verstehen das nicht. Sie sind irritiert, dass die blonde, lebenslustige 32-Jährige so gar keine Anstalten macht, sich in die nächste Liebe zu stürzen.

Tina trauert der letzten Liebe noch immer hinterher. Aber das ist es nicht allein. Tina weiß schlicht nicht, wie sie die nächste Niederlage in der Liebe verhindern soll. Sie hat den festen Vorsatz gefasst: „Das soll mir nicht nochmal passieren!“.

Partnersuche:

„Das soll mir nicht nochmal passieren!“

Tina ist nicht bewusst, dass sie im Moment keine Bereitschaft hat, sich auf eine neue Partnerschaft einzulassen. Denn die Entscheidung „Das soll mir nicht nochmal passieren!“ hat Tina nicht nach einigem Nachdenken und reiflicher Überlegung gefällt.

Es war nicht der Verstand, der sie zu diesem Schluss hat kommen lassen. Es war ihr Gemüt. Ihr Gefühlsleben verträgt derzeit keine weitere Niederlage. Und deshalb ist es für sie besser, wenn sie eine Weile Single bleibt.

Im Gegensatz zu Tinas Freundinnen, finde ich als Singleberater es gut, wenn Tina eine Weile Single ist. Tina schützt sich so vor einer erneuten Niederlage in der Liebe. Was bitte soll daran falsch sein?

Wie erreicht Tina das, was sie will – eine stabile Partnerschaft?

Was muss Tina nun tun, um doch noch glücklich zu werden und das Singlesein hinter sich zu lassen? Tina hatte bislang drei Beziehungen, die alle nach etwa zwei Jahren auseinandergingen. Doch wie die meisten Menschen, sehnt sie sich nach einer haltbaren Partnerschaft.

Beziehungen die zwei Jahre dauern, das sind in der Sprache der Psychologie immer noch Beziehungsversuche. Von einer festen Partnerschaft reden Beziehungsexperten erst, wenn sie länger als vier Jahre dauert.

Partnersuche: „Hauptsache verliebt“ reicht nicht

Tina möchte sich von einer Beziehung zur nächsten verbessern. Das ist verständlich. Die meisten Menschen wollen nicht, dass ihnen in der Liebe das gleiche nochmal passiert. Sie wollen, dass es ihnen beim nächsten Mal besser gelingt.

Um das zu gewährleisten muss Tina einen großen Schritt tun. Sie muss sich verabschieden von der bisherigen Devise ihrer Partnerwahl. Die lautete nämlich „Hauptsache verliebt“.

Nach dieser Devise wählen heute viele Menschen ihren Partner. Unsere Kultur befördert solch ein Verhalten durch all die Liebesklischees, wie sie in Kinofilmen und Fernsehserien verbreitet werden. „Hauptsache verliebt“ – mit der Empfehlung im Gepäck ist ein Lebensabschnittbegleiter für die nächsten zwei Jahre einfachen zu finden.

Eine stabile Lebenspartnerschaft aber nicht.

Will Tina eine lange und glückliche Partnerschaft, dann muss sie sich mit einer der wichtigsten Fragen im menschlichen Leben auseinandersetzen. Sie lautet: „Wer passt zu mir?“

Partnersuche: Ist der Andere mir ähnlich?

Die Frage „Wer passt zu mir?“ ist seit vielen Jahren fester Bestandteil meiner Workshops zur Partnersuche. Sie löst manchmal Erstauen aus – „Ehrlich, das habe ich mich noch nie gefragt!“. Manchmal auch gefesselte Neugier – „Ja, wer passt zu mir, das wüsste ich auch gerne!“.

Die zentralen Fragen lauten: Führt eine betont gegensätzliche Wahl zu Glück und Stabilität? Ziehen Gegensätze sich an und garantieren uns die Stabilität und das Glück in der Liebe? Oder sollten wir jemanden wählen, der uns ähnlich ist, weil gleich und gleich sich ja bekanntlich so gerne gesellen?

Die Forschung wie auch meine Erfahrung in der Beratung kommen zu dem gleichen Ergebnis: Menschen, die sich charakterlich ähnlich sind, passen besser zueinander. Der Artikel: „Wir passen nicht zusammen! Jedoch: Gegensätze ziehen sich an – Ein Dilemma vieler Beziehungen, denn Gleich und Gleich gesellt sich gern, wäre einfacher!“ beschäftigt sich genau mit dieser Problematik.

Bücher von Christian Thiel*


Christian Thiel
Christian Thiel
Christian Thiel

Partnersuche: Die Vorteile der Ähnlichkeitswahl

Wenn Tina weiß, warum sie in der Vergangenheit so oft mit unpassenden Männern zusammen war, dann wird sie auf die Suche gehen. Und finden.

Wenn Tina verstanden hat, dass sie ähnlicher wählen muss als in der Vergangenheit, dann wird sie auf die Suche gehen. Und finden.

Wenn Tina weiß, was sie tun kann, um den passenden Partner zu finden und zu erkennen, dann steigt ihr Mut zu einer neuen Partnerschaft stark an. Und sie geht auf die Suche. Und findet.

Das Finden geht dann oft sogar ganz schnell. Eigentlich ist das ganz logisch: Wer weiß was er sucht, der findet leichter.

Der Online-Workshop „Wer passt zu mir?“

Bist du auch auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage „Wer passt zu mir?“ Dann schau doch mal, ob der Online-Workshop „Wer passt zu mir?“ für dich das richtige ist. Weitere Informationen zu dem Kurs findest du hier.

Für den Kurs gebe ich dir eine Zufriedenheitsgarantie. Wenn du nach den ersten drei Aussendungen das Gefühl hast, dass der Workshop nicht das richtige für dich ist, dann bekommst du dein Geld zurück. Sofort. Ohne Fragen. Ohne Begründung. Eine Mail reicht.

Du möchtest erst noch mehr wissen, was Tina falsch gemacht hat bei ihrer Suche? Kein Problem. Beim nächsten Mal schreibe ich über den größten Fehler, den Single-Frauen (und Single-Männer) bei der Suche machen.

Der Autor

Christian Thiel, hat Philosophie und Germanistik studiert und berät seit fünfzehn Jahren Singles und Paare in seiner eigenen Praxis. Er ist damit der ‚dienstälteste’ Singleberater im deutschsprachigen Raum. Er hält Vorträge rund um die Themen Partnersuche und Partnerschaft, leitet Workshops und bildet seit 2011 weitere Singleberater aus. Als erfolgreicher Buchautor ist er ein gefragter Experte in den Medien (Spiegel, Focus, ZDF, SWR) und schreibt zudem als freier Autor für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Radiosender. Christian Thiel ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin. 
www.singleberater.de

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Partnerschaft

Partnerschaft: Warum Liebe Herausforderungen braucht

Partnerschaft: Warum Liebe Herausforderungen braucht

Eine befriedigende Partnerschaft zu leben ist für viele Menschen ein wichtiges Anliegen. Dabei werden nicht immer alle Erwartungen die man mit dem Eingehen einer Partnerschaft verbindet erfüllt, was oft zu Krisen innerhalb der Beziehung führt.

Hier erfahren Sie warum dies vor allem ein Problem der heutigen Zeit ist und wie Sie diese Krisen zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Liebe oder Gewohnheit?

Vielleicht ging es Ihnen auch schon so, dass Sie sich gefragt haben, ob Sie wirklich die Beziehung führen, die Sie führen wollen, ob Sie mit dem Partner/der Partnerin aus Liebe zusammen sind, oder ob vielmehr Verpflichtung, Gewohnheit oder Bequemlichkeit dahinterstecken.

Sich mit Fragen wie diesen auseinander setzen zu können ist ein Luxus der heutigen Zeit, in der die individuelle Entwicklung und Verwirklichung stärker im Fokus stehen, als dies in früheren Generationen der Fall war.

Gesellschaftliche Veränderung – Freiheit und Herausforderung

Früher waren Lebensformen und Lebensstil viel stärker, beispielsweise durch Schichtzugehörigkeit oder Geschlecht, vorgegeben und liessen wenig Spielraum für persönliche Entfaltung.

Der rasche soziale Wandel und die hohe Mobilität und Beschleunigung des Lebens die wir heute erleben bringt unter anderem mit sich, dass wir zwischen traditionellen und progressiven Lebensformen aus einer Vielfalt von Varianten auswählen können.

Wir haben heute die Freiheit, die Form von Liebesbeziehung zu leben, die uns entspricht! Mit dem Wandel der Geschlechterrollen ergeben sich neue Möglichkeiten (z.B. der Zugang zu Bildung und Karrierechancen für Frauen oder neue Formen die Männerrolle zu leben) aber auch neue Herausforderungen (beispielsweise die Doppelbelastung als berufstätige Mutter).

Was bedeutet das für die Paarbeziehung?

Nicht nur die Einzelperson kann sich ihr Leben entsprechend ihren Vorstellungen gestalten. Auch ein Paar kann sich eine für beide stimmige Lebenswelt aufbauen und eine gemeinsame, individuelle Paarbiographie schreiben.

Dabei beeinflussen sich die Partner in ihrer jeweiligen Entwicklung gegenseitig. Die Freiheit, aber auch Herausforderung besteht darin, Raum zu füllen welcher früheren Generationen nicht zur Verfügung stand. Durch den Wegfall vorgegebener Strukturen und Modelle kann und muss Beziehung laufend neu verhandelt und gestaltet werden.

Rosmarie Welter-Enderlin (Welter-Enderlin: „Paare-Leidenschaft und lange Weile“, 1992) schreibt dazu: „Wenn Liebe verhandelbar wird, ergeben sich Möglichkeiten, von denen die meisten Paare aus älteren Generationen nicht zu träumen wagten, weil sie vor lauter Arbeit und Existenzkampf gar nicht dazu kamen, sich zu überlegen, wie sie ihr privates Leben gestalten wollten“.

Die Erwartungen an eine Beziehung haben sich verändert und sind heute stärker auf Erfüllung, Zufriedenheit und Glück ausgerichtet.

Krise als Chance

Angesichts der oben nur kurz angerissenen neuen Herausforderungen für Männer und Frauen erscheint nachvollziehbar, dass sich Paare in den verschiedenen Beziehungsphasen nach der ersten Verliebtheit, in der der Partner/die Partnerin durch die oft zitierte „rosa Brille“ wahrgenommen wird, mit Krisen konfrontiert sehen.

Oftmals erfolgt die Trennung, weil die Beziehung den Ansprüchen an Zufriedenheit nicht mehr gerecht wird. Krisen gehören jedoch nicht nur zu einer Beziehung, sie enthalten die Chance zu Veränderung und Neuorientierung und damit gemeinsamem Wachstum.

Wie kann das Gelingen?

Es ist ganz natürlich, dass Partner sich innerhalb einer Paarbeziehung gegenseitig in ihrer jeweiligen Entwicklung beeinflussen. Es ist jedoch ein wesentlicher Unterschied, ob Sie sich vom Partner/ von der Partnerin Unterstützung bei der eigenen Entwicklung erhoffen oder ob Sie von ihm/von ihr erwarten, dass er/sie diese für Sie übernimmt.

Ihren Partner/Ihre Partnerin für das eigene Glück verantwortlich zu machen, muss zwangsläufig in Enttäuschung enden. Ein Partner/eine Partnerin, der/die sich ängstlich anklammert oder anklagend fordert ist zudem auf Dauer unattraktiv, sowohl für sich selbst als auch für das Gegenüber.

Es kann jedoch ein grosser Gewinn für die Beziehung sein, wenn beide sich mit sich selbst auseinander setzen. Indem Sie sich beispielsweise mit eigenen Verhaltensmustern und mit der Frage, wie diese zustande gekommen sind, beschäftigen, wird es Ihnen möglich sein, künftig in bestimmten Situationen anders zu reagieren.

Dadurch wird die bisherige Dynamik der Paarbeziehung verändert, da nun Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin im Gegenzug auch andere Verhaltensweisen möglich sind.

Die Verantwortung für das eigene Glück zu übernehmen kann anstrengend sein. Ist es nicht leichter den Partner/die Partnerin dafür verantwortlich zu machen, dass man für die Beziehung eigene Hobbies aufgegeben hat, anstatt sich einzugestehen, dass man einfach zu bequem war, diese weiter zu pflegen oder kein Interesse mehr dafür aufgebracht hat?

Wir meinen, dass die Mühe, die eigene Entwicklung in die Hand zu nehmen, sich lohnt! Indem Sie sich selbst entwickeln, wachsen Sie gemeinsam und indem Sie gemeinsam wachsen, wird jeder für sich reicher!

Wie kann das aussehen?

Hier drei Tipps, die Sie für Ihre Beziehung nutzen können.

  • Bleiben Sie miteinander im Gespräch. Tauschen Sie sich über Wünsche, Ängste, Sorgen aus.
  • Entwickeln Sie eigene Interessen, denen Sie für sich allein nachgehen und gestehen Sie Ihrem Partner/ihrer Partnerin das Gleiche zu.
  • Pflegen Sie gemeinsame Projekte, erleben Sie gemeinsam Neues.

Ihr

Peter Michalik


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Valentinsgeschenke

Valentinsgeschenke: 18 Ideen – die nichts oder wenig kosten und Ihrer Beziehung einen besonderen Kick geben!

Valentinsgeschenke: 18 Ideen – die nichts oder wenig kosten und Ihrer Beziehung einen besonderen Kick geben!

Eigentlich hat ein Date mit der Sorge um Valentinsgeschenke nichts zu tun. Und doch bietet der Valentinstag eine gute Gelegenheit an, sich darüber Gedanken zu machen, weil bekanntlich die Beziehung an diesem Tag im Vordergrund steht.

Die Erfahrung aus der Paarberatung zeigt, wenn Sie sich regelmässig verabreden, müssen Sie sich kaum Sorgen um Ihre Beziehung machen. Wenn Sie dies jedoch vernachlässigen, wird Ihre Beziehung leiden.

Dieser Artikel erklärt Ihnen, warum regelmässige Verabredungen das Wichtigste in Ihrer Beziehung sind, und warum Sie ab heute keine Ausrede mehr haben.

Valentinsgeschenke:
Nichts ist in der Beziehung wertvoller als Zeit

Es gibt in der Beziehung drei verschiedene Arten von Zeiten, die ein Paar zusammen verbringt. Doch eine davon ist für Ihre Beziehungsqualität als Paar die wichtigste.

Wird diese Zeit vernachlässigt, ist die Gefahr gross, dass die Beziehung langsam aber sicher in die Brüche geht. Das ist keine Drohung, es ist eher eine Tatsache, die wir täglich in unserer Praxis erleben.

Die Zeit, die man als Paar zusammen verbringt, lässt sich nach Frau Dr. Dr. Yvonne Maurer (2006),, in drei verschiedene Arten oder Qualitäten einteilen. 

A) ABWESENHEIT

Die Partner sind mit ihren eigenen jeweiligen Arbeiten oder Freizeitaktivitäten beschäftigt. Sie können sich zu Fuss gegenseitig nicht erreichen.

B) ANWESENHEIT

Die Partner sind räumlich nicht getrennt, d.h. in Sichtweite. Sie sind beide Zuhause aber machen je eine Arbeit oder eine Freizeitbeschäftigung für sich allein (z.B. Kinder, PC, Hobby, Garten, Fernsehen).

C) KONTAKT

Beide Partner sind miteinander intensiv  und räumlich in Kontakt. Dies ist dann der Fall, wenn sie einander begegnen (z.B miteinander sprechen, essen, zuhören, Blicke austauschen, zärtlich sind, Sexualität haben).

Sie ahnen es, oder Sie wissen es bereits: Die wichtigste Zeit ist die Zeit C) Kontakt. Im Artikel: Paargespräch: Reden Paare wirklich nur 10 Minuten am Tag? sind wir detaillierter auf das Thema eingegangen. Sie finden dort auch einen Selbsttest, den Sie in nur einer Minute machen können.

Valentinsgeschenke:
Verabreden Sie sich regelmässig?

Denken Sie an den Anfang Ihrer Beziehung, und ich bin sicher, Ihnen wird sofort klar, warum diese intensive Kontaktzeit so wichtig ist. Oft höre ich von Paaren, die in einer wirkliche Beziehungskrise stecken und sich trotzdem nicht verabreden, folgende (entschuldigen Sie meine Direktheit) Ausreden:

  • keine Zeit
  • keinen Babysitter
  • zu müde
  • kein Geld

Weitere Paare, verabreden sich nach einer Beratung ein oder zwei Mal und vergessen es dann wieder zu machen. Gründe:

  • keine Zeit
  • keinen Babysitter
  • zu müde
  • kein Geld

Wieder andere Paare kommen zu uns mit der Bitte: „Helfen Sie uns bitte zu kommunizieren!“ Unsere Empfehlung ist: Verabreden Sie sich und reden Sie miteinander. Wenn Sie nicht mehr wissen, worüber Sie reden sollen, finden Sie hier fünf Fragen, die Ihnen helfen besser ins Gespräch zu kommen: Gute Fragen. Und auch hier hören wir als „Erklärung“ warum das nicht möglich ist folgendes:

  • keine Zeit
  • keinen Babysitter
  • zu müde
  • kein Geld

Diese Vorwände haben mich dazu veranlasst, diesen Artikel zu schreiben, damit es keine Ausreden mehr gibt.

Schauen wir uns mal also die verschiedenen Hindernisse an.

Keine Zeit

Hier kann ich nur eines sagen:

Es gibt keine Zeit, Sie müssen sich die Zeit nehmen!

Einmal bekam ich in Punkto Zeit einen Ratschlag, der mich zum Nachdenken brachte:
„Wenn du keine Zeit hast, eine Stunde spazieren zu gehen, dann musst du zwei Stunden spazieren gehen.“

Aus der heutigen Sicht muss ich zugeben, der Mann, der das zu mir damals sagte, hatte völlig Recht. Gibt es in Ihrem Leben tatsächlich über längere Zeit oder gar permanent wichtigeres als die Verabredung mit der Liebe Ihres Lebens?

Sie wundern sich gleichzeitig, wo die Leidenschaft in Ihrer Beziehung geblieben ist? Dann nehmen Sie sich wenigstens Zeit über diesen Zustand nachzudenken. Haben Sie wirklich keine Zeit für sich und Ihren Partner / Ihre Partnerin? Wofür leben Sie denn eigentlich? Wofür arbeiten Sie? Wofür halten Sie sich in Form? …

Sie müssen Prioritäten setzen!

Keinen Babysitter

Kinder sind (neben Arbeit!) der am häufigsten genannte Grund, warum man keine Zeit für sich als Paar findet. Kinder zu haben und Zeit für sich zu finden, braucht einiges an Aufwand und Organisation.

Aber es lohnt sich!

Für alle beteiligten. Wir haben bei den eigenen Kinder immer wieder beobachtet, dass sie sich mit uns freuen, wenn wir uns für den Ausgang hübsch machen oder glücklich von einem gemeinsamen Frühstück nach Hause kamen an einem Sonntagmorgen.

Natürlich gibt es Kinder, die auch eifersüchtig reagieren können und auf die Trennung von den Bezugspersonen reagieren, Sie dürfen Ihrem Kind aber zumuten, dass Sie etwas machen, das Ihnen gut tut! Kinder können (und müssen teilweise auch) lernen, dass Sie nicht alle Ihre Wünsche und Bedürfnisse befriedigt kriegen…

Hier ein paar konkrete Tipps:

  • Holen Sie sich Unterstützung (Eltern, Geschwister, Babysitter) und gewöhnen Sie Ihr Kind möglichst bald auch an ein paar Stunden Fremdbetreuung. Glauben Sie uns, auch wenn es am Anfang vielleicht etwas schwierig ist, Ihr Kind kann lernen, dass Sie verlässlich sind und wiederkommen. Viele Kinder geniessen diese besondere Aufmerksamkeit durch die Fremdbetreuung sogar sehr.
  • Machen Sie einen Plan und wechseln Sie sich mit Freunden oder guten Nachbarn im Babysitting ab. Es geht vielen Paaren so wie Ihnen. Jemand muss aber den Anfang machen und die anderen anfragen oder die Idee einbringen.
  • Wenn von den beiden Vorschlägen nichts möglich ist, rate wir Ihnen sich einen Babysitter zu leisten. – Es ist die beste Investition, die Sie für Ihre Beziehung tun können. Viele Gemeinden bilden auch Jugendliche aus, die einen professionellen Babysitterkurs absolvieren und gerne regelmässig Ihre Kinder betreuen. So profitieren alle.

Zu müde

Je weniger Sie tun umso träger werden Sie. „Je-mehr-desto-mehr“ und „Je-weniger-desto-weniger“ ist ein Energieprinzip, das von Dr. Yvonne Maurer (2004)untersucht wurde Und es mag paradox klingen, aber es ist eine Tatsache: Je weniger Sie aktiv Ihre Freizeit gestalten umso träger werden Sie.

Je mehr Sie tun umso aktiver werden Sie. Denken Sie da an Sport: Das Training ist am Anfang am anstrengendsten, je mehr Sie trainieren umso einfacher wird es. Werden Sie aktiv!

Kein Geld

Eine Ausrede, die ich so nicht stehen lassen kann. Es gibt einige Ideen, wie Sie Ihr Rendezvous auch ohne Geld unvergesslich machen können!

Valentinsgeschenke:
8 Ideen für Ihr nächstes Date die nichts kosten

  1. Gehen Sie in einen Park auf die Schaukeln und schaukeln Sie. Geniessen die Sonnenstrahlen auf Ihrer Haut. Laufen Sie händchenhaltend durch den Park und geniessen Sie die Stille. Vielleicht haben Sie aber auch das Bedürfnis über etwas zu sprechen… Fazit: Absolut kein Geld und keine Fähigkeiten erforderlich.
  1. Nehmen Sie eine Decke, etwas Picknick und suchen Sie sich eine Bank zum Schmusen, mit einer Sicht auf Ihre Stadt, die Berge oder einen See. Träumen Sie unter den Sternen von Ihrer Zukunft.
  1. Gehen Sie einfach so shoppen, suchen Sie sich ein Geschäft, das Ihnen Spass macht und tun Sie so, als ob Sie einige 1000er übrig haben. Träumen Sie ruhig und stellen Sie sich alles zusammen, was Sie gerne haben würden. Lassen Sie sich von den Verkäufern das Neuste zeigen. Suchen Sie füreinander besonders schöne Kleider heraus oder führen Sie einander den neusten Kleidertrend vor. Die Umziehkabine bietet sich auch zum Schmusen an.
  1. Machen Sie für das nächste Alltagsgeschäft (z.B. Ölwechsel, Bank, Einkaufen, Tanken,…) eine Abmachung miteinander. Halten Sie Ihre Hände so oft Sie können zusammen. Auch wenn Sie die Kassiererin an der Kasse schräg anschaut, ist es ein super Weg viel Spass zusammen zu haben.
  1. Ziehen Sie sich gut an und machen Sie eine Probefahrt im Auto Ihrer Träume. Oder soll es sogar eine Motorradtestfahrt sein?
  1. Gehen Sie an einen Ort an dem viele Menschen sind. Nehmen Sie sich etwas zum Schreiben mit. Suchen Sie sich ein Paar aus und erfinden Sie dessen Liebesgeschichte. Geben Sie ihnen Namen, die Jobs und lästige Gewohnheiten. Was glauben Sie, wie hat sich das Paar verliebt? Was werden sie wohl heute Abend machen? Erzählen Sie einander Ihre Geschichten. Wer hatte die besten Ideen?
  1. Zelten Sie in Ihrem Garten oder schlafen Sie auf dem Dach. Dabei können Sie sich neue Ideen ausdenken für Ihre Paar-Zeit.
  1. Machen Sie eine Fahrradtour. Natürlich darf es auch eine Inlinetour sein!

Valentinsgeschenke:
8 Ideen für Ihr nächstes Date die wenig kosten

  1. Steigen Sie einfach ins Auto und fahren Sie los. Halten Sie sich die Hände und entscheiden Sie spontan, ob Sie rechts oder links fahren. Lassen Sie sich überraschen, wo Sie ankommen.
  1. Gehen Sie frühstücken. Wir lieben es irgendwo hinzugehen und gut zu frühstücken (Natürlich nur wir zwei, ohne Kinder). Das besondere daran ist: Der Tag ist noch ganz frisch und plötzlich hat man viele Ideen, was man sonst noch tun könnte.
  1. Leihen oder kaufen Sie sich einen Liebesfilm und reden Sie anschliessend darüber. Eine Auswahl und die Fragen dazu finden Sie hier: 10 Liebesfilme – und warum Sie diese sehen sollten.
  1. Besuchen Sie einen Kochkurs, Grillkurs, Barista Kurs, Pralinenworkshop, Shushi Kurs oder ein Weinseminar zusammen. Die Angebote sind grenzenlos. 
  1. Gönnen Sie sich eine Paar- Massage. Gehen Sie in ein SPA in Ihre Nähe oder Sie wählen die günstigere Variante und massieren sich gegenseitig. Besonders aufregend kann eine Kopfmassage oder auch das gegenseitige Haarewaschen sein.
  1. Gehen Sie Go-Cart fahren. Der Adrenalinkick verleiht auch Ihren Gefühlen einen Kick.
  1. Machen Sie eine Stadtführung in Ihrer Stadt. Oft ist es die Stadt, die man am wenigsten kennt. Vergessen Sie nicht Ihre Kamera.
  1. Machen Sie einen besonderen und prickelnden Spielabend, nur für Sie als Paar. Alles was Sie dazu brauchen finden Sie hier. (über Sex reden)

 

Valentinsgeschenke:
2 Ideen für Ihren nächsten Date die mehr kosten dürfen

  1. Wann sind Sie das letzte Mal mit dem Zug weggefahren? Erholsamer kann man nicht reisen, aber nur ausserhalb der Rushhour. Die Erholung beginnt schon beim Reisen. Sie haben viel Zeit, können reden, etwas trinken. Zugfahren kann sehr romantisch sein, probieren Sie es.
  2. Fahren Sie einfach mal weg. Es gibt tausende Möglichkeiten, die ich hier nicht aufzählen kann.

Viel Spass beim Ausprobieren.

Ihr Peter Michalik


1) Maurer, Y. (2004, 2. Auflage). Zu innerer Kraft und Energie durch Körperzentrierte Psychotherapie. Zürich: IKP-Verlag.

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Midlife-Crisis

Midlife-Crisis: Das Beste was Ihnen passieren kann – 5 Tipps wie Sie die Chance nutzen können

Midlife-Crisis: Das Beste was Ihnen passieren kann – 5 Tipps wie Sie die Chance nutzen können

Wenn von einer Midlife-Crisis gesprochen wird, zielt die Alltagsverwendung des Begriffes vor allem auf das männliche Geschlecht zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr ab.

Unzufriedenheit mit dem bisherigen beruflichen oder familiären Leben scheinen oft die Ursachen zu sein.

Der klischeehaften Vorstellung nach suchen sich einige Männer eine jüngere Freundin als „Aussenbeziehung“, fangen an exzessiv Sport zu treiben, trennen sich von der Ehefrau, lassen sie mit zwei Kindern sitzen, kaufen sich einen Sportwagen, gehen in die angesagten Clubs und verbringen dort tanzend die Nächte.

Soweit das weit verbreitete Klischee.

Doch eine Frage bleibt:

  • Handeln wirklich Männer und auch Frauen in der Midlife-Crisis nach diesem Muster?
  • Oder läuft es ganz anders ab?

Eine Beobachtung aus meiner Praxis.

Wie ist es wirklich?

Bei der Beobachtung der Paare, die im besagten Alter (35-50 Jahre) in meine Praxis kommen und den Begriff „Midlife-Crisis“ verwenden, ergibt sich folgendes Bild:

  • Es sind Männer wie Frauen, die den Begriff „Midlife-Crisis“ für sich oder den Zustand Ihres Partners / Ihrer Partnerin verwenden.
  • Sie sind seit 10 und mehr Jahren zusammen.
  • Sie haben Kinder, die in der Pubertät sind und in den nächsten Jahren das Haus wahrscheinlich verlassen werden.
  • Die bisherige Beziehung war geprägt durch Bewältigung der Kindererziehung, finanziell über die Runden kommen und evtl. Hausbau.
  • Beide Partner haben oft ihre eigenen Interessen in den Hintergrund gestellt, um die familiären Ziele zu erreichen.
  • Sie haben als Elternpaar sehr gut funktioniert und die elterlichen und beruflichen Aufgaben gut oder sogar sehr gut gemeistert.
  • Sie sind mit der Beziehung seit längerer Zeit unzufrieden und unglücklich.
  • Einer der Partner hat gesagt, entweder wir holen uns jetzt Hilfe oder wir trennen uns.

Soweit so gut.

Aber was ist eigentlich passiert?

Die meisten Paare haben Ihre Verantwortung für die Familie, die sie gegründet haben sehr bewusst wahrgenommen.

Die neuen Aufgaben als Eltern fordern viele Ressourcen.

Die Freizeitgestaltung und die soziale Vernetzung werden den Familienbedürfnissen angepasst, für die eigenen Bedürfnisse ist oft kein Platz da.

Neue soziale Kontakte werden nicht mehr geknüpft, denn die verfügbare Zeit reicht kaum die alten Freundschaften zu pflegen.

Der Familienalltag, Organisation aller Termine, erhöhte finanzielle Bedürfnisse und berufliche Verpflichtungen tragen dazu bei, dass die Beziehung oft nicht von Leidenschaft, Liebe und Wertschätzung geprägt ist.

Paare sagen sogar:

„Wir verstehen uns gut, bewältigen alle Aufgaben, aber als Paar haben wir uns auseinander gelebt.“

oder

„Wir sind ein super Team, nur nicht in der Liebe.“

Viele Paare arrangieren sich und leben wie in einer Wohngemeinschaft oder wie Bruder und Schwester.

Was über Jahre gut funktioniert hat und scheinbar nicht besser bewältigt werden kann, wird nach dem Wegfall der Aufgabe, für die Kinder zu sorgen, zu einer neuen Herausforderung.

Dann folgt das Erwachen

Es ist absehbar, dass die Kinder in den nächsten Jahren nicht mehr die volle Aufmerksamkeit brauchen und eventuell bald auf eigenen Füssen stehen werden.

Das ist meiner Erfahrung nach der Zeitpunkt an dem einige merken, dass sie die letzten Jahre nur noch in einer (Eltern) Rolle verbracht haben, ihre eigenen Bedürfnisse zurück gesteckt oder ganz geopfert haben.

Ausgelöst durch weitere Faktoren wie z.B. körperliche Veränderungen kommt es zu einer kritischen Reflexion des bisherigen Lebens.

Das vorgeschrittene Alter, die eigenen Träume, die nicht gelebt wurden und Unzufriedenheit in der Beziehung.

Dazu kommt mangelnde Nähe, dadurch wenig bis keine Sexualität und einige andere Faktoren mehr, die dazu beitragen, dass die Frage nach dem:

„Wer bin ich?“

und

„Was ist mit meinem Leben, mit meinen Träumen passiert?“

gestellt werden.

Dabei hat doch alles so schön angefangen und war genau so, wie man sich das gewünscht hat:

Liebe, Leidenschaft, Wertschätzung, Nähe, Zärtlichkeit, …

..und dann?

Ja, die Welt und das Leben haben viel zu bieten.

Karriere, Haus, Hobbys, Kinder,…

Wenn man es dann auch noch verpasst, im Laufe der Zeit über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nachzudenken, über diese auch zu sprechen und sich diese gegenseitig zu ermöglichen, wacht man eines Tages auf und versteht die Welt nicht mehr.

Wo ist das Leben, dass ich mir vorgestellt habe geblieben?

Wo sind meine Wünsche und Träume hin?

Wo bin ich?

Die eigene Sinnkrise wird oft zu einer heftigen Beziehungskrise.

Die Midlife-Crisis ist da!

Der Fokus eines Partners wird nun in der Regel nicht mehr auf das funktionierende Familienleben sondern auf das eigene Leben und auf die Qualität der Beziehung gerichtet.

  • Das „Sich-arrangiert-haben“ reicht nicht mehr.
  • Der bewährte Alltag gerät durcheinander.
  • Mann oder Frau fangen an sich zu verändern:
  • Ausgehen, Sport, neue Hobbys, neuer Kleiderstil und Frisur sind oft nur der Anfang.

Aussehen, Geld, Sex und Genuss werden wichtiger.

Die Hoffnung das Verpasste nachzuholen ist enorm.

Ganz nach dem Motto:

Da war doch früher etwas und es hat sich gut angefühlt. Lassen wir es wieder aufleben.

Kommentare wie:

„Mein Mann / meine Frau spinnt und will sich jetzt selbstverwirklichen“

und

„Er / sie ist in der Midlife-Crisis!“

sind die hilflose Reaktion auf das neue Verhalten.

Die Bemühungen das Verpasste auf diese Art und Weise nachzuholen sind für Aussenstehende teilweise lächerlich.

Und kaum zu ertragen.

Sie und ich wissen aber ganz genau, dass es so nicht funktioniert.

Die Betroffenen (die in der Midlife -Crisis) versuchen es trotzdem. Wie gesagt die Hoffnung stirbt zuletzt.

Diese Zeit ist eine enorme Belastungsprobe für die Beziehung.

Wut, Enttäuschung, Verletzungen, Ohnmacht, Streit und Trennungsgedanken sind an der Tagesordnung.

Wenn Sie erfahren möchten, welche Möglichkeiten es tatsächlich gibt, diese Krise zu bewältigen und dadurch eine neue Beziehung eine neue Liebe zu entfachen, dann klicken Sie hier.

Ich glaube die grösste Enttäuschung für die Betroffenen ist es zu merken, dass sie teilweise jahrelang eine Rolle eingenommen haben, die sie sich so nicht vorgestellt haben.

Auf die Dauer eine Rolle einzunehmen, die nicht die eigene ist, bedeutet das Aufgeben der eigenen Selbstbestimmung.

Wenn man eine Rolle lange genug gespielt hat, wird es immer schwieriger aus dieser Rolle rauszukommen ohne den Partner / die Partnerin vor den Kopf zu stossen.

Schwierig wird es auch, wenn die Rolle und das tatsächliche Ich sich anfangen zu vermischen.

Das ist Irritation pur, für sich selbst und den Partner.

Die Folge ist oft Unzufriedenheit mit sich selbst und dem Partner.

Der nächste Schritt in der „Midlife-Crisis“

Einige Paare trennen sich in dieser Phase der Beziehung.

Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Paare selber.

Es ist auch einfacher, oder?
So muss Mann und Frau nicht wirklich hinschauen und bei sich selber oder an den Umständen etwas verändern.

Die Party kann weiter gehen. Die Frage ist nur wie lange?

Viele Paare nehmen aber diese Herausforderung an und stellen sich der Krise. Auch wenn die Initiative in einigen Fällen nur von einem der Partner ausgeht, der die treibende Kraft ist.

Wichtig ist nur, dass sich das Paar diese CHANCE nicht entgehen lässt. Ich spreche hier bewusst von CHANCE und nicht von Krise.

Denn die Situation bietet tatsächlich eine Chance sich als Paar aber auch als Individuum wieder zu finden. Und diese Chance kommt nicht so schnell wieder.

Jetzt übertreibt er, völlig.

Ich übertreibe nicht!

Es gibt genau zwei Möglichkeiten. Entweder Sie verpassen die Chance und machen weiter wie bisher, oder Sie nutzen die Chance und schauen hin.

Mehr gibt es da nicht zu sagen.

Wichtig ist es, aus den, teilweise vielleicht liebgewordenen Rollen, die Sie mit der Zeit in der Beziehung eingenommen haben, auszubrechen und bewusst viel Energie in sich und in die Paarbeziehung zu investieren.

Selbstbestimmt statt fremdbestimmt

Auch wenn es in der „Midlife-Crisis“ sehr chaotisch, emotional und eventuell auch schmerzhaft werden kann, ist es der Mühe wert.

Die Chance und die Aussicht ein selbstbestimmtes Leben zu führen, stehen sehr gut.

Nach dem Gewitter ist die Luft wieder klar. Ist eine schöne Metapher dafür.

Scheuen Sie sich nicht, ob als Paar oder alleine, sich externe, professionelle Hilfe zu holen, die Ihnen hilft, den neuen Weg zu finden.

Es ist nur eine Krise und somit auch eine Chance sich neu zu entdecken.

Eine Chance Ihren Partner und Ihre Beziehung neu zu entdecken und aktiv so zu gestalten, dass Glück, Liebe und Wertschätzung die Hauptrolle in Ihrer wertvollen Beziehung spielen.

Sie können Ihre Zukunft neu modellieren. Ist es nicht grossartig?

Beobachtungen in unserer Beratungspraxis haben gezeigt, dass es Vorgehensweisen gibt, die glückliche Paare in solchen Situationen gezielt anwenden.

Wenn auch Sie eine Lösung haben möchten die wirklich funktioniert, dann schauen Sie mal hier vorbei.

„Midlife-Crisis“ – Meine 5 Tipps für Sie:

1.

Werten Sie die kritisch, selbstreflexive Phase Ihres Partners / Ihrer Partnerin nicht ab sondern stellen Sie sich aktiv dieser Auseinandersetzung.

Je mehr Sie dies vermeiden möchten umso grösser ist die Gefahr, dass Sie sich als Paar distanzieren.

Je mehr Bereitschaft Sie zeigen, Ihrem Partner zuzuhören und zu erfahren, welche Fragen sich stellen und welche Bedürfnisse aufkommen umso mehr können Sie gegenseitiges Verständnis entwickeln und zusammen einen neuen Weg gehen.

(8 Tipps für eine attraktive Partnerschaft)

Unglücklich in der Beziehung II

2.

Achten Sie darauf, dass der Fokus nicht nur auf dem vermeintlich Negativen liegt sondern sprechen Sie auch darüber, was Sie alles gut gemeistert haben und was Sie verbindet.

Der Artikel: Fragen zum Kennenlerenen – wie gut kennen Sie Ihren Partner, kann Sie dabei unterstützen.

Midlife-crisis

3.

Begleiten Sie sich gegenseitig in dieser kritischen Lebenssituation. Nehmen Sie die möglichen Ängste (vor dem Alter, vor Verlusten,…) des Partners ernst.

4.

Unternehmen Sie gemeinsam so viel Zeit wie möglich.

Leben Sie das Leben aktiv und bewusst. Seien Sie auch offen gegenüber neuen Freizeitbeschäftigungen oder sexuellen Erfahrungen.

Sie sind nur so alt wie Sie sich fühlen!

Midlife-crisis

5.

Lassen Sie dem Partner auch Freiraum.

Machen Sie dem Partner deutlich, dass Sie ihm vertrauen und Verständnis dafür haben, dass es individuelle Bedürfnisse (z.B. für Freizeitbeschäftigungen, Weiterbildungen,…) gibt.

Sichern Sie sich aber gegenseitig zu, dass Sie immer miteinander im Gespräch bleiben und über wichtige Entwicklungsschritte austauschen.

Ein wichtiger Punkt ist: Das sich selbst lieben, wieder zu lernen.

Wie das geht steht in diesem Artikel. Sich selbst lieben lernen ist die Grundlage einer jeden Liebesbeziehung

Beziehung

Ihre
Sara und Peter Michalik


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Beziehung III

Beziehung: Google, Facebook, Amazon – Was erfolgreiche Unternehmen tun und Paare daraus lernen können

Beziehung: Google, Facebook, Amazon - Was erfolgreiche Unternehmen tun und Paare daraus lernen können

Dieser Artikel macht deutlich, was Sie als Paar im Privatleben von erfolgreichen Unternehmen lernen können. Was Sie explizit zum Jahreswechsel tun müssen, damit das kommende Beziehungsjahr erfolgreich wird und Sie sich in der Partnerschaft gestärkt fühlen!

Bilanz gezogen, Jahresplanung abgeschlossen, eine langfristige Vision entwickelt

– das sind die Erfolgsfaktoren eines jeden aufstrebenden Unternehmens!

Das ist klar, das leuchtet uns allen ein: Wenn ein Unternehmen erfolgreich sein will, muss es Bilanz ziehen, die Planung für das neue Jahr muss stehen, die nächsten Ziele müssen festgelegt sein und Entwicklungsprozesse definiert werden,…

Und wenngleich uns das in Bezug auf die Arbeitswelt vollkommen einleuchtend erscheint, gehen wir stillschweigend davon aus, dass dies im privaten Bereich bzw. für unsere Paarbeziehung oder Familie nicht gleichermassen gilt. Warum eigentlich?

Meinen wir, es sei nicht nötig? Ist scheinbar alles klar? Haben wir keine Ziele? Haben wir keine Zeit dafür?

Aber mal ehrlich: Wollen Sie Ihre Beziehung und das zukünftige Geschehen in Ihrer Partnerschaft wirklich einfach so „laufen lassen“? Sind Sie wirklich überzeugt, dass es von selber „gut“ bleibt oder noch „gut“ kommt?

Selbst die erfolgreichsten Unternehmen würden nie die Haltung „wir sind ja so erfolgreich, also machen wir einfach mal weiter so…“ einnehmen.

Im besten Fall sprechen Sie als Paar bereits öfters über Ihre jeweils persönlichen Ziele und die gemeinsamen Wünsche und Vorstellungen wie Ihr Leben und Alltag als Paar weitergehen soll. Gratulation!

Dennoch empfehlen wir Ihnen auch im besten Fall: Gehen Sie einen Schritt weiter und machen Sie es wie die erfolgreichsten Unternehmen der Welt!

1. Bilanz ziehen

Bilanz ziehen ist mehr als nur Gewinnermittlung. Eine Bilanz ist auch ein Informationsinstrument zur Steuerung des Unternehmens.

Eine Bilanz gibt also Informationen über: Wo stehen wir? In welchen Bereichen erzielten wir welches Resultat? Was lief weniger gut oder gar schlecht? Wo gibt es noch Optimierungsbedarf?

Diese Fragen helfen zu erkennen, ob das Unternehmen noch auf dem richtigen Weg ist und so weitermachen kann oder etwas oder gar einiges verändert werden muss.

2. Vision entwickeln

Eine Vision zu haben, heisst, sich vorzustellen wie das Unternehmen in 2, 5, 10 Jahren aussieht, wo es dann wirtschaftlich stehen wird, wie gross es sein wird…

Eine gute Unternehmensvision drückt aus: Warum tun wir das, was wir heute tun?

Einige innovative Firmen gehen jedes Jahr mit ihren Mitarbeitern mehrere Tage in ein Camp oder eine Retraite nur um zusammen die Visionen für die Firma zu entwickeln.

Auch wenn die Mitarbeiter in der Zeit nicht produktiv arbeiten und das Camp Kosten verursacht, ist das eine der besten Investitionen für die Firmen. Denn dank dieser Vision wissen die Mitarbeiter wofür ihr Unternehmen steht und welchen Sinn ihre Arbeit hat.

Eine gute Vision kann begeistern, mitreissen, motivieren,…
Übrigens: Visionen sind selten bescheiden; eher im Gegenteil!

  • Die Vision von Herrn Zuckerberg, Gründer von Facebook, ist es, alle Menschen der Welt zu vernetzten. 
  • Die revolutionäre Gründungsvision von Microsoft im Jahre 1975: „Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause.“
  • Die Vision von Amazon bzw. J. Bezos ist nicht Bücher zu verkaufen, auch wenn man es meinen könnte, sondern den Einzelhandel weltweit zu revolutionieren.

Wenn man die Aktivitäten der Firma Amazon anschaut, ist sie auf dem besten Wege dazu, dies zu schaffen…

3. Ziele definieren

Die erfolgreichen Unternehmen formulieren und visualisieren ihre Visionen in kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen. Diese Ziele werden ziemlich detailliert ausformuliert.

Es werden Pläne erstellt. Ohne Ziel gibt es keinen Weg. Es leuchtet ein: Ein Unternehmen ohne Ziel kann nicht erfolgreich sein.

Wenn keiner weiss, wohin es gehen soll, laufen alle in eine andere Richtung. Eine Vision funktioniert nur dann, wenn sich ihr die Mehrzahl der Mitarbeiter verschrieben hat, weil sie sich mit den Zielen dahinter verbunden fühlen. Die Ziele müssen realistisch und realisierbar sein.

Was heisst das für Sie als Paar?

Wenn Sie mutig sind, ziehen Sie gemeinsam Bilanz über das vergangene Jahr.

Wo stehen wir heute?
Was waren unsere grössten Hürden?
Was haben wir im letzten Jahr erfolgreich gemeistert ?
Was war weniger gut, was sollte besser werden?
Was hat sich gut angefühlt, Freude und Lust auf mehr gemacht?
Was müssen wir verändern?

Diese Reflexion kann Ihnen helfen zu erkennen, wo es in Ihrer Beziehung oder der gemeinsamen Alltagsgestaltung Handlungsbedarf gibt. Was haben Sie bereits „erfolgreich“ gemeistert und was soll beibehalten und gestärkt werden.

Es geht nicht darum Gutes gegen Schlechtes aufzuwiegen sondern Hinweise zu finden, wie die Beziehung zunehmend befriedigend und lustvoll werden kann.

Wir sind überzeugt, dass wir unsere Partnerschaft aktiv gestalten können und müssen. Um das optimal zu gestalten, braucht es den Mut auch hinzuschauen und über die Beziehung zu reflektieren.

Sprechen Sie über Ihre Visionen, Ihre Träume. Eine richtige Vision begeistert Sie und stellt ein gemeinsames Verständnis Ihrer Partnerschaft her.

Was sind Ihre Ziele?
Was möchten Sie persönlich (im Beruf, in der Familie, im Hobby, …) erreichen?
Was wollen Sie gemeinsam als Paar anstreben?

Ziele setzen kann eine Herausforderung sein. Ziele erreichen erst recht! Wie erfolgreich, stressfrei und zuverlässig Ziele erreicht werden, hängt weitgehend ab von der Qualität der Ziele und deren Übereinstimmung mit individuellen Werten und Wünschen. 

Natürlich braucht es in einer Partnerschaft ein Abgleichen der Träume und Ziele beider Partner.

Das heisst, es ist extrem wichtig, dass beide Partner die jeweiligen Träume und Wünsche des anderen kennen: Jemand will vielleicht eine Weiterbildung beginnen, ein anderer will weniger Arbeiten, jemand möchte mehr Zeit für die Kinder finden, wieder ein anderer möchte ein neues Hobby ausprobieren oder beide stellen fest, dass man mehr Zeit für die Beziehung investieren möchte.

Sprechen Sie zuerst über die eigenen Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse und hören dann unvoreingenommen die Vorstellungen und Wünsche des Partners / der Partnerin an.

Dann entwickeln Sie gemeinsam Ihre weiteren Pläne, Ihre gemeinsame Vision. Wie sehen Sie sich und Ihre Partnerschaft in 2, 5, 10 Jahren? Träumen Sie zusammen wie Ihre Beziehung und Ihr gemeinsamer Alltag aussehen wird und malen Sie sich das in den schönsten Farben aus.

Visionen müssen visualisiert und festgehalten werden, das ist ganz wichtig.

Danach sprechen Sie über die nächsten Schritte.
Was braucht es, dass die Wünsche erreicht werden können?
Welches ist der nächste konkrete Schritt in welchem Bereich?
Welche Schritte machen die Partner je individuell, welche machen Sie gemeinsam?

Seien Sie sich bewusst, dass Veränderungen Mut brauchen und nicht einfach so „von alleine“ geschehen.

Machen Sie sich aber auch klar, dass Sie ein Team sind. Das bedeutet, dass Sie einander unterstützen können bei der Erreichung Ihrer Ziele, aber auch aufeinander angewiesen sind.

Wenn einer sich in der Beziehung bewegt, hat das unmittelbar eine Auswirkung auf den Partner / die Partnerin bzw. das Familienleben.

Wichtig ist das Setting

Etwas vom wichtigsten zum Schluss: Nehmen Sie sich genügend Zeit für dieses Gespräch und führen Sie es an einem schönen Ort an dem es Ihnen beiden wohl ist. Gehen Sie ganz bewusst weg von Zuhause, vermeiden Sie, dass Sie in dieser Zeit gestört werden können.

Wenn Sie Kinder haben, dann leisten Sie sich einen Babysitter, fragen Sie die Paten oder die Grosseltern an,… (auch Ihre Kinder werden die Zeit geniessen können!).

Nutzen Sie die Zeit „zwischen den Jahren“ und starten Sie auf der Basis eines intensiven Austausches miteinander in das neue Jahr.

Wir sind überzeugt, …

eine aktive Beziehungsgestaltung fühlt sich für beide Partner befriedigend an und stärkt daher die Beziehung, beflügelt die Liebe und belebt die Sexualität!

dass Sie sich beide individuell entwickeln und entfalten können, wenn Sie einander in Ihre (Veränderungs-) Bedürfnisse einbeziehen und sich gegenseitig über Ihre Wünsche und Träume informieren!

auch wenn es ein Jahr mit vielen Anforderungen und Veränderungen sein sollte, solidarisch als Team schaffen Sie die grössten Herausforderungen!

Viel Glück!

Sara Michalik


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Betriebsblindheit gibt es auch in der Beziehung

Betriebsblindheit gibt es auch in der Beziehung – was Sie dagegen tun können

Betriebsblindheit gibt es auch in der Beziehung – was Sie dagegen tun können

Wenn Sie eine langjährige Beziehung führen, kann es durchaus passieren, dass Sie ein wenig betriebsblind werden. Dieser Ausdruck, eher aus der Wirtschaft bekannt, beschreibt sehr genau was im Laufe der Jahre in einer Beziehung ablaufen kann: Es wird vieles selbstverständlich und zur Routine.

Die Begegnungen mit dem Partner werden flüchtig beinahe oberflächlich. Die Blicke sind nicht mehr so tief. Das gegenseitige Anlächeln und Berührungen werden seltener. Die Gespräche werden kürzer und ebenfalls oberflächlicher.

  • Was ist passiert?
  • Wo ist die gegenseitige Aufmerksamkeit hin?
  • Wo ist der Zauber des Anfangs?

In diesem Artikel erfahren Sie, was glückliche Paare anders machen. 

Der Alltag

Die Tür geht auf, der Mann kommt von der Arbeit. Die Frau hat den Mann bereits erwartet und ist für den Gang zum Fitnessstudio angezogen. Sie hat alles parat gemacht, die Kinder sitzen am Tisch und essen.

Also Tschüss Schatz, du musst nicht warten, es wird spät heute. Die Kinder haben schon Pyjama an, du musst sie nur noch ins Bett bringen“. 

Oder genauso umgekehrt: Die Frau kommt von der Arbeit, übernimmt die Kinder, damit der Mann seiner beruflichen Tätigkeit oder Freizeitbeschäftigung nachgehen kann.

Mit oder ohne Kinder, solche alltäglichen Situationen deuten auf perfekt eingespielte Teams hin. Alles scheint rund zu laufen, denn im besten Fall haben Beruf, eigene Hobbies, Freundschaften und evt. sogar noch Kinder nebeneinander Platz.

Doch genau in diesem Detail steckt der Teufel: Alles muss Platz haben, Abläufe müssen routiniert sein, alles muss nebeneinander hergehen, alles muss rund laufen,…

Was von Aussen wie ein perfekt funktionierendes System aussieht hat seinen Preis! 

Die Auswirkungen

Als Partner / Elternteil gibt man sich buchstäblich die Klinke in die Hand. Gespräche werden seltener oder drehen sich vermehrt um das Organisatorische. Gemeinsame Unternehmungen kommen zu kurz und damit auch gemeinsame Erlebnisse oder der Austausch von persönlichen Erfahrungen.

Die Aufmerksamkeit ist beim Job, bei der Firma, den Kindern oder anderen Pendenzen. Wenn Kinder da sind, sind Erziehung, Schule und die Freizeitgestaltung der Kinder oft der einzige gemeinsame Gesprächsstoff.

Hurra der Alltag ist da!

Sie sind ein Team und Sie funktionieren gut. Alles klappt bestens. Evtl. haben Sie gemeinsam ein Haus gebaut, mehrere Kinder erzogen und Karriere gemacht. Es fühlt(e) sich toll und über längere Zeit auch erfüllend an, soviel gemeinsam zu planen und erreichen.

Sie sind am Ende Ihrer Träume angekommen! Was sich zunächst entlastende und wundervoll anfühlt, wird aber langsam und schleichend zu einer Belastung. Die Routine und Monotonie der Alltäglichkeit nimmt jegliche Spannung in der Beziehung.

Und nach einer Weile lebt jeder in seiner „eigenen Welt“.

Viele Paare merken, dass sie ganz tief drin nicht wirklich glücklich mit Ihrer Beziehung sind. Ohne genau zu wissen um was es eigentlich geht (man hat ja eigentlich alles, was man sich gewünscht hat), macht sich Unzufriedenheit und Gereiztheit breit.

Das ist aber eigentlich kein Wunder, Sie funktionieren ja nur noch. Eventuell haben auch Sie bereits über eine Trennung oder eine Auszeit nachgedacht. Immer wieder „bricht“ ein Partner auch in solchen Situationen aus der Beziehung aus und sucht in einer Aussenbeziehung nach einer neuen Herausforderung oder Bestätigung.

Liebe fühlt sich anders an.

Es geht auch anders

Es gibt dennoch Paare, die mehrere Kinder haben, eine Karriere gemacht oder ein Geschäft aufgebaut haben. Paare, die sogar daneben noch Sport treiben, Hobbys nachgehen, soziale Kontakte pflegen und sich noch nach Jahren etwas zu sagen haben.

Paare, die sich liebevoll anschauen und zärtlich berühren. Sie laufen auch noch nach vielen Beziehungsjahren eng umschlungen umher, sind sich zugewandt, halten oft die Hände und küssen sich. Ihre Augen strahlen, wenn sie sich sehen. Sie telefonieren, schreiben sich Karten und SMS. Wie ist das möglich?

Was machen diese Paare anders?

Forschungsergebnisse zu Partnerschaften machen deutlich, dass der Unterschied den diese „glücklichen“ Paare zu den weniger glücklichen haben vor allem einer ist.

Und der heisst:

JA, ICH WILL! Und das nicht nur am Tag der Hochzeit, sondern jeden Tag.

Viele Paare wünschen sich mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin eine monogame, leidenschaftliche und glückliche Beziehung. Doch kaum ein Paar TUT, was nötig ist!

Ja, ich will meine Beziehung nicht dem Zufall zu überlassen.

Diese Paare haben aufgehört darauf zu warten und hoffen, dass etwas passiert. Sie gestalten ihre Beziehung selber. Das ist das ganze Geheimnis.

Am Anfang ist es vielleicht etwas ungewöhnlich und braucht ein wenig Aufwand. Aber auf lange Sicht gesehen braucht dieser Aufwand nur ein Bruchteil der Energie, die man als Paar braucht um mit oben beschriebenen und eingefahrenen Situation klar zu kommen.

Auf Dauer ist es viel einfacher und vor allem schöner mit einer einfachen Liebesformel die Beziehung anders zu gestalten:

Es ist eine einfache Liebesformel

Begegnen Sie sich mindestens einmal am Tag als ein Paar.

Für einige ist der gemeinsame Start in den Tag enorm wichtig, für andere ist es der gemeinsame Austausch am Abend oder ein Spaziergang im Wald. Finden Sie Ihr Ritual als Paar und pflegen sie es möglichst jeden Tag.

Es ist Ihre Zeit als Paar. Wenn Sie Kinder haben, ist diese Zeit zu zweit noch wichtiger und stärkt die Bindung zwischen Ihnen.

Jeden Tag eine kleine Aufmerksamkeit

Von kleinen Zeichen lebt die Liebe. Schenken Sie sich täglich ein Zeichen der Aufmerksamkeit (Artikel Hand aufs Herz).

Einmal in der Woche

Verabreden Sie sich einmal in der Woche mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin zum Essen oder zum Ausgehen. Dieses wöchentliche Rendezvous kann jeweils abwechselnd von beiden Partnern gestaltet werden.

So können beide Ihre Wünsche in die Partnerschaft einbringen und den jeweils anderen auch überraschen.

Unser Wochenende –Vierteljährlich

Planen Sie alle drei bis vier Monate ein gemeinsames Wochenende. Dieses Wochenende ist nur für Sie beide: Keine Kinder, Verwandten oder Freunde, nur Sie als Paar. Verwöhnen Sie sich gegenseitig, schmieden Sie gemeinsame Pläne und erzählen Sie sich Ihre Träume und Wünsche.

Probieren Sie auch in der Sexualität etwas Neues. Der Perspektivenwechsel wird Ihnen gut tun!

Ein zusätzlicher Geheimtipp:

Damit Ihnen das Planen für ein schönes Wochenende leichter fällt, finden Sie hier 25 CHF / 20 € Gutschrift* für Ihre nächste Buchung bei AirBnB.

Geniessen Sie es!

 

Überlassen Sie Ihr Glück nicht dem Zufall, sondern GESTALTEN SIE Ihre Zukunft!

Ihr

Peter Michalik


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Wie lernt man sich selbst zu lieben

Ich liebe mich so wie ich bin! – Wie lernt man sich selbst zu lieben?

Ich liebe mich so wie ich bin! - Wie lernt man sich selbst zu lieben?

Ich finde mich toll!

Ich bin stolz auf mich!

Ich bin hübsch!

Ich bin liebeswürdig!

Ich liebe mich, so wie ich bin!

 Wie leicht fällt es Ihnen, diese Sätze laut über sich selber aufzusagen?

Versuchen Sie es mal!

Glauben Sie auch was Sie sagen?

Oder meldet sich eine Stimme, die Einwände gegen diese Aussagen hat? Ein: „Ja, aber…“, welches gerade auch noch eine kritische Seite hervorhebt?

Wie lernt man sich selbst zu lieben?

Sehr vielen Menschen fällt es leichter kritische oder negative Dinge über sich selber zu sagen oder denken als positive. Die wenigsten Menschen äussern laut ein Lob über sich.

Und selbst wenn man sich vornimmt am Abend mal die schönen Seiten hervorzuheben und darüber nachzudenken, was man alles geschafft hat, fällt vielen von uns eher ein, was wir alles falsch oder „zu wenig gut“ gemacht haben.

Ja, der selbstkritische Anteil meldet sich bei vielen Menschen sehr rasch zu Wort! 

Man soll bescheiden sein!“ das ist eine erstrebenswerte Tugend. Und: „Menschen, die hervorheben wie toll und schön sie sind, sind entweder Narzissten oder Egoisten!“

Wie lernt man sich selbst zu lieben?

Wie verrückt ist denn das? Menschen, die sich selber annehmen und lieben für Narzissten oder Egoisten zu halten? Nicht nur Fachpersonen wissen, dass das so nicht stimmen kann.

Und dennoch hat eine grosse Mehrheit von uns irgendwo tief in sich diese leise (oder laute?) kritische Stimme, die vor allem dann aktiv wird, wenn wir (allzu) positiv über uns selber sprechen oder denken.

Mir persönlich ging vor Jahren ein Licht auf, als mich ein erfahrener Mentor auf meine beinahe schon selbstzerstörerische, selbstkritische Seite aufmerksam machte. Er wies mich unter anderem darauf hin, dass ich den Bibelspruch „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Mt 22,39) völlig falsch verstanden habe.

Ich habe immer den Fokus auf „den Nächsten“ gelegt. Ich soll meinen Nächsten lieben. Dann wird alles gut, dann mach ich es gut, dann bin ich gut – so etwa waren meine Gedanken. Aber wie lernt man sich selbst zu lieben?

Dieser Mentor hat mich aber in einer persönlichen Krise sehr direkt konfrontiert: Wie kannst du meinen, du kannst deinen Nächsten lieben, wenn du nicht mal dich selber lieben kannst? Diese Kritik tat weh – hatte ich doch bisher vor allem diese Seite, die sich so gerne für andere aufopferte an mir geliebt.

Denn aus dieser Haltung schöpfte ich letztlich meinen Selbstwert: Ich bin gut, weil ich für andere gut bin. Ich bin liebenswürdig, weil andere lieben, was ich für sie tue.

Wie lernt man sich selbst zu lieben?

Der erste Gedanke nach dieser barschen Kritik: Ich mach alles falsch. Und da war er dann auch schon wieder, der selbstkritische, selbstablehnende Gedanke. Ich hörte also auch hier zuerst wieder nur die Kritik heraus.

Diese kritische Stimme war zunächst auch sehr hartnäckig und erfolgreich beim Verdrängen der eigentlichen Botschaft: Du darfst … NEIN, du musst dich selber lieben!

Sich selber lieben, so wie man ist. Ohne dass man etwas (für andere) tut oder nicht tut. Unabhängig von Leistung, Engagement, Aussehen, … Bedingungslose Liebe?!

Letztlich waren es verschiedene (teilweise auch sehr persönliche) Erkenntnisse, die mir durch diese „neue Sichtweise“ aufgingen. Viele Erfahrungen habe ich auch Dank und mithilfe meiner kleinen und grossen Klienten sammeln können.

Einige möchte ich hier aufzeigen:

  1. Wir (viele Menschen) schöpfen unseren Selbstwert sehr oft aus unserer Leistung und direkten Rückmeldungen anderer Menschen. Sind wir nicht oder wenig erfolgreich oder kriegen wir kein oder zu wenig Feedback leiden wir. Es ist daher umso wichtiger, dass wir unseren Wert unabhängig von Erfolg und Leistung kennen! Jeder Mensch ist so wie er ist wertvoll!
  2. Mit sich selber zufrieden und stolz zu sein, unabhängig von Leistung (Arbeit, Erfolg) gelingt vielen Erwachsenen unserer Zeit eher schlecht.
  3. Wir können daran „arbeiten“ (auch das ist Arbeit! Aber eine innerliche, selbstbezogene Arbeit) sich selber anzunehmen und stolz auf sich selber zu sein.
  4. Auch wenn man es selber (zunächst) nicht glauben kann, es ändert sich bereits etwas, wenn man es immer wieder (z.B. als inneres Mantra jeden Abend im Bett) ausspricht und daran denkt. Auch das Aufschreiben von schönen Erlebnissen und persönlichen Erfolgen macht stolz und glücklich. Die Kraft der Positiven Psychologie ist im Buch „Flourish – Wie Menschen aufblühen: Die Positive Psychologie des gelingenden Lebens*“ von Martin Seligman gut beschrieben.
  5. Wenn man hartnäckig daran arbeitet, gegen selbstkritische Stimmen ankämpft und all das positive an sich selber hervorhebt, wird sich etwas ändern.
  6. Das Lebensgefühl ist bedeutend besser.
  7. Und: Man kann sich auch dann selber lieben, wenn man als Kind kaum je positive oder bedingungslose Wertschätzung (C. Rogers) bekommen hat. Hilfreich kann sein, wenn man als erwachsene Person zuerst das eigene innere Kind (Bedürfnis nach Zuwendung) in sich annimmt und lieb gewinnt. Oder wenn man die Liebe von anderen Menschen erfährt und weiss, dass man darauf vertrauen darf.

Wie lernt man sich selbst zu lieben?

Heute, als Mutter wird mir die Bedeutung dieser Worte bewusster denn je. Einerseits weil ich mir nichts mehr wünsche, als dass sich meine eigenen Kinder toll finden und sich selber annehmen können.

Andererseits weil ich mir auch meiner Vorbildhaltung sehr bewusst bin. Man kann nicht Wein predigen und Wasser trinken (wenn ich mir erlauben darf eine weitere biblische Redewendung anzufügen).

Ihre

Sara Michalik


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