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Streit in der Beziehung

wir streiten nur noch

Streit in der Beziehung

Streit in der Beziehung hatte vermutlich jeder Mensch schon einmal, der bereits eine Ehe oder Partnerschaft geführt hat. Und die meisten wünschen sich, dass Streit seltener bis nie auf der Tagesordnung steht.

Das ist kein Wunder, denn Streit ist anstrengend und unangenehm. Schließlich fühlt es sich nicht gut an, wenn der Partner (oder man selbst) beleidigend wird und man sich danach nur noch wütend anschweigt.

Aber geht es ganz ohne Streit?

Oder hat das Streiten sogar eine wichtige Funktion?

Nicht umsonst ist der Sex danach oft gut und das Gefühl von Nähe besonders stark...zumindest, wenn auf der Gefühlsebene während und nach dem Streiten ein paar wichtige Dinge passiert sind.

Welche das sind und was Sie übers Streiten in der Partnerschaft unbedingt wissen sollten, das erfahren Sie in diesem Artikel!

Wir streiten nur noch

Anja und Thomas streiten wieder mal sehr heftig. Anja will mit Thomas eigentlich nur die nächsten Ferien besprechen.

Ein Wort ergibt das andere und am Ende verschwindet Peter wutentbrannt und mit einem Türenknallen in sein Arbeitszimmer.

Anja sitzt in der Küche und versteht die Welt nicht mehr. Sie ist immer noch sehr wütend, traurig, völlig am Boden zerstört und fühlt sich unverstanden.

In den letzten Wochen hatten sie nur noch Streit in Ihrer Ehe. Immer und immer wieder. Beide haben das Gefühl, Sie können nicht mehr miteinander kommunizieren.

Kennen Sie das?

Ein Wort, ein Satz und Ihr Partner ist sofort in Rage – und ein heftiger Streit geht los. Die Emotionen schlagen Wellen, es wird laut und ein konstruktives Gespräch ist nicht mehr möglich.

Es gibt kaum Situationen, in denen wir emotional aufgewühlter sind als nach einem heftigen Streit.

Dieser Zustand ist sehr belastend. Ein tagelanges Schweigen und emotionale Distanz nach dem Streit sind oft die Folgen.

​Falls ja, machen Sie sich keine Sorgen!

Ich werde auf diese Fragen eingehen und Sie erfahren sowohl die Ursachen für das häufige Streiten als auch wie Sie nach einem Streit wieder zueinander finden.

Streit ist zwar sehr unangenehm, doch auch relativ normal.

Damit das alles hier nicht so trocken ist, werden uns Anja (32) und Thomas (34) begleiten. Ein Paar, stellvertretend für all die Paare, die ständig Streit in der Beziehung erleben.

In ihrer 6-jährigen Beziehung haben Anja und Thomas so ziemlich alles erlebt, wenn es um das Thema Streit in der Beziehung geht.

Sie streiten oft wegen Kleinigkeiten, beide beleidigen sich im Streit, Thomas läuft beim Streit weg und nach dem Streit herrscht oft das grosse Schweigen.

Fragen wie:

Wie kann man das Schweigen nach dem Streit wieder brechen?

Kann man nach dem Streit wieder zueinander finden?

​Wie kann man mit dem Streiten aufhören, beschäftigen Anja und Thomas ständig.

Anja und Thomas repräsentieren all die Paare, die bei mir in der Praxis sitzen und aufgrund des ständigen Streits in der Beziehung nicht mehr ein und aus wissen.

Sie sind ein gutes Beispiel, weil bei ihnen deutlich wird, das dem ständigen Streiten ein Ende gesetzt werden kann.

Und weil beide viele Klischees abdecken, die um das Thema ständiger Streit in der Beziehung herrschen.

Ich will Sie nicht länger auf die Folter spannen, es geht los!


​Ständig Streit wegen Kleinigkeiten.

​Anja und Thomas schaffen es immer wieder, mehrmals in der Woche wegen sogenannter „Kleinigkeiten“ zu streiten. Oft sind es die „Klassiker“ die zu einem Streit führen. Der nicht gemähte Rasen, die falsch eingeräumte Geschirrspülmaschine, die ​Zahnpasta am Beckenrand, die Socken die herumliegen, oder weil Thomas wieder mal eine andere Meinung hat und stur darauf beharrt, .....

Staendig Streit wegen Kleinigkeiten

​Ist es wirklich die Zahnpastatube die ein Streit verursacht?

Sie schaffen es, dass der Streit immer wieder ausartet. Es wird immer lauter. Thomas schreit beim Streit richtig herum, wird aggressiv.

Anja schreit zurück. Worte werden zu verletzenden Pfeilen, beide beleidigen sich im Streit und irgendwann geht es nur noch darum, Recht zu haben.

Resignation oder sogar Hass sind die Folgen.

Nach dem Streit redet Thomas nicht mehr mit Anja, er ignoriert sie. Beide wissen oft nicht mehr, um was es eigentlich ging.

Übrig bleibt ein Gefühl von Ohnmacht, Wut, nicht verstanden und nicht gehört zu werden. Für Anja ist der emotionale Rückzug von Thomas sehr schmerzhaft.

Anja und Thomas fragen sich:

Was machen wir falsch? Wieso können wir nicht miteinander reden? Warum verstehen wir uns nicht? Liegt es vielleicht an unserer Kommunikation?

Beide sitzen in meiner Praxis und erzählen mir ihre Leidensgeschichte. Wie sie sich kennengelernt haben und dass sie seit 2 Jahren ständig streiten.

„Wir streiten uns nur noch, lieben uns aber. Wie ist das möglich? Warum streiten wir ständig?“ Fragen, auf die Anja und Thomas keine Antwort haben.

Dann sagen sie den Satz, den 80% meiner Klienten sagen.

„Bitte helfen Sie uns besser zu kommunizieren. Wir streiten nur noch.“

Dieser Wunsch ist sehr verständlich und scheint eine logische Folge zu sein. Wir streiten immer, also können wir nicht miteinander reden. Wenn wir die Kommunikation verbessern, hört das Streiten auf.

Dieser Wunsch ist gut gedacht, funktioniert im Alltag aber fast nie.

Paare die versuchen durch Verbesserung der Kommunikation das Streiten zu reduzieren, stellen oft fest, dass es nicht funktioniert, oder sogar noch schlimmer wird.

Sie streiten sogar noch mehr als vorher, sind resigniert und frustriert. „Wir können eben nicht miteinander reden.“

Aber wie ist das möglich? Es gibt doch Kommunikationskurse und Trainings für Paare, viele Bücher zu dem Thema und gefühlt wird in jeder Lifestyle Zeitschrift darüber geschrieben.

Sind diese alle auf dem falschen Weg?

Nein, sind sie nicht. Paare wie Anja und Thomas können auf jeden Fall etwas gegen das ständige Streiten in der Beziehung tun.

Die Ursache dafür ist aber nicht die mangelnde Kommunikation.

Diese kann hilfreich sein und sicherlich sehr unterstützend wirken, aber nur wenn die Ursache des Streitens erkannt und angeschaut wird.

Ich werde gleich in diesem Artikel auf dieses Phänomen eingehen.

Was kann man als Paar das viel streitet tun, wenn Kommunikation nicht die Lösung ist?

​Bevor wir uns die Gründe für das ständige Streiten anschauen, möchte ich folgende 4 Fragen beantworten, die mir in der Praxis sehr oft gestellt werden.

Die Tatsache, dass diese Fragen immer und immer wieder gestellt werden, zeigt, wie gross die Unsicherheit in diesem Bereich ist.

1. Bin ich übermässig Harmoniebedürftig?

Wenn Sie sich wünschen, dass der ständige Streit aufhört, hat das in der Regel nichts mit Harmoniebedürftigkeit zu tun. Das ist aus meiner Sicht eine völlig gesunde Reaktion. Kein Mensch wünscht sich Konflikte, Auseinandersetzungen oder Streit. Hier lautet die Antwort ganz klar: Nein.

Wenn Sie aber jedem Konflikt aus dem Weg gehen, sich permanent Diskussionen und Auseinandersetzungen entziehen, würde es aus meiner Sicht durchaus Sinn machen mit einer Fachperson die Gründe dafür anzuschauen.

2. Ist Streiten normal?

Paare stellen immer wieder diese Frage, weil sie verunsichert sind, ob das was sie in der Beziehung erleben noch normal ist. Die Frage lässt sich schnell beantworten. Ja, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte sind normal. „Der Grundsatz einer konstruktiven Streitkultur lautet: Konflikte zwischen Einzelnen und Gruppen sind Normalität.“

Sie sind die natürliche, ja notwendige Folge eines lebendigen menschlichen Zusammenlebens. Das Problem liegt weniger darin, ob es Konflikte gibt, sondern wie sie ausgetragen werden, d. h. wie die Konfliktpartner miteinander streiten“ https://de.wikipedia.org/wiki/Streitkultur

3. Gibt es bei Paaren eine Streitkultur?

Eher Nein. Von Streitkultur  spricht man nur im Zusammenhang mit folgenden Betrachtungsweisen: psychologisch, juristisch, literarisch, soziologisch, philosophisch, theologisch, historisch. Beziehung wird hier völlig ausgeklammert.

4. Welche Streit-Typen gibt es?

Jeder Mensch ist unterschiedlich und streitet anders als der Andere. Abhängig von der eigenen Persönlichkeit, Erziehung und anderen sozialen Einflüssen. Daher dient die folgende Auflistung nur als Anhaltspunkt und ist keine genaue Klassifizierung.

​Streit-Typen

1: Der Harmoniesüchtige 
Konflikte und Auseinandersetzung sind nicht erwünscht.

2: Der Choleriker
Emotionen kommen direkt und ungefiltert ohne nachzudenken.

3: Der Rechthaber
Rhetorik und Argumentationen untermauern die eigene Meinung.

4: Der Eingeschnappte
Rückzug ist die bevorzugte Strategie. Konflikte werden nicht ausgetragen.

5: Der Nörgler
Alle und alles ist nicht gut oder gut genug.

6: Der Analytiker
Analysieren ohne Emotionen und ohne ein Ziel vor Augen zu haben

Diese Fragen werden immer wieder gestellt, doch leider geben uns die Antworten keine Auskunft darüber, was der Grund für das ständige Streiten ist?

Damit es möglich ist die Gründe für das ständige Streiten zu finden, müssen wir einen Zwischenschritt einlegen und uns näher anschauen was macht das Streiten so attraktiv?

Jetzt wird es interessant.

Auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Frage, die aber ihre Berechtigung hat. Egal wie negativ sich das ständige Streiten anfühlt, wenn es zu oft vorkommt, kann es durchaus sein, dass es eine Funktion hat. Vielleicht können uns Anja und Thomas weiterhelfen.


​Was macht das Streiten so attraktiv?

​Anja ist zu Hause und kocht etwas zum Abendessen. Thomas kommt gerade von der Arbeit nach Hause. Er zieht seine Jacke aus, legt die Schlüssel hin und will sich gerade an den Tisch setzen, da ruft Anja aus der Küche:

​Anja:
Hast Du daran gedacht,  das Päckchen auf die Post zu bringen?

Thomas:
Oh nein, sorry, das habe ich vergessen.

Streiten wegen Kleinigkeiten

​Das vergessene Päckchen

Anja:
Wenn es etwas für deine Firma wäre, hättest du es sicher nicht vergessen! Ich habe es dir heute Morgen extra gesagt, dass es wichtig ist, das Päckchen abzuschicken. Aber für dich ist eh nur dein Job wichtig, meine Sachen interessieren dich gar nicht.

Thomas:
Hey, hallo, ich habe den ganzen Tag gearbeitet und eigentlich weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht.

Anja:
Immer deine Arbeit. Die ist viel wichtiger als ich.

...(Thomas steht auf und geht in die Küche zu Anja und der Streit kann beginnen.)

Auf den ersten Blick ist das ein Streit, der so in jeder Beziehung stattfinden kann. Vielleicht haben Sie schon ähnliche Auseinandersetzungen die so anfangen mit Ihrem Partner geführt oder von solchen gehört.

Wenn man in die Situation reinzoomt wird schnell klar, es geht hier um etwas ganz anderes als das vergessene Päckchen.

Als Beobachter sehe ich folgendes: Anja und Thomas stehen in der Küche, sind sich gerade sehr zugewandt, hören einander gut zu, suchen den Blickkontakt, reden zueinander und laufen sich sogar hinterher.

Beide schenken sich gerades sehr viel (negative) Aufmerksamkeit.

Wenn Anja und Thomas streiten, können sie sich der SOFORTIGEN gegenseitigen Aufmerksamkeit und Zuwendung sicher sein. Anja weiss genau, was sie sagen oder fragen muss, um die volle Aufmerksamkeit von Thomas zu erhalten.

Thomas steht Anja in dieser Beziehung in nichts hinterher. Beide kennen die Knöpfe die sie beim anderen drücken müssen.

Anscheinend spielt es für beide keine Rolle, dass die Aufmerksamkeit negativ ist.

Nüchtern betrachtet ist es nicht logisch. Und doch würde ich behaupten: Je häufiger ein Paar wegen Kleinigkeiten streitet, umso mehr hat die gegenseitige Aufmerksamkeit etwas damit zu tun.


Lassen Sie mich kurz erklären, warum der ständige Streit in der Beziehung eine Folge von zu wenig Aufmerksamkeit sein kann.

Anja und Thomas sind als Paar und Eltern ein gutes Team. Den Alltag bekommen sie gut geregelt und arbeiten wie man so schön sagt, Hand in Hand. Sie reden viel miteinander, über die Kinder, Job, Haushalt, Karriere und ihre Hobbys. Sie essen einmal am Tag gemeinsam, unternehmen als Familie viel und haben regelmässig Sex.

Wollen Sie wirklich etwas in Ihrer Beziehung verändern? Wenn Ja, dann ist das hier eine Möglichkeit.


Von aussen betrachtet: alles perfekt. Schaut man genauer hin, beklagen sich Anja und Thomas seit etwa 2 Jahren, dass sie nur noch Streit in der Ehe haben.

Die Gründe warum Anja und Thomas streiten, werden immer banaler und beliebiger. Für beide ist es nach dem Streit kaum nachvollziehbar, warum wegen so einer Kleinigkeit gestritten wurde.

Es mag sein, dass Anja und Thomas als Paar und Eltern sehr gut funktionieren und sich sozusagen blind verstehen, ein gutes Team sind. Wenn aber die gegenseitige Aufmerksamkeit nur noch oberflächlich oder nur noch über Projekte, Job, Kinder oder die Aufgaben, die man in einer Beziehung zu erfüllen hat, stattfindet, geschieht etwas Seltsames:

Das Streiten in der Beziehung wird immer attraktiver.

Die Auseinandersetzungen werden immer häufiger und heftiger. Paare erzählen mir, dass sie nicht verstehen, warum sie eigentlich Streiten, nehmen sich immer wieder vor nicht oder weniger zu streiten, schaffen es aber nicht. Bis das Ganze schliesslich zu einer großen Belastung wird.

Wenn in einer Beziehung die Aufmerksamkeit nur noch im ständigen Streit vorhanden ist, wird das Streiten unbewusst sehr attraktiv. Fast jede Gelegenheit wird genutzt um wenigsten diese „negative“ Aufmerksamkeit zu erhalten.

Welche Auswirkung zu wenig Aufmerksamkeit hat, kann man wunderbar bei Kindern beobachten. Wenn Kinder zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, machen sie solange irgendetwas, bis sie diese bekommen, auch wenn sie dann in Form von Tadel, Zurechtweisung oder im schlimmsten Fall durch körperliche Sanktionen stattfindet.

Wir Menschen brauchen Aufmerksamkeit die uns das Gefühl von sicherer emotionaler Bindung gibt. Dann fühlen wir uns angenommen, wertgeschätzt und geliebt. Ob als Kind oder Erwachsener.

Das ist aber noch nicht alles.

Zu wenig Aufmerksamkeit in der Beziehung bedeutet auch: Es ist wenig bis gar keine emotionale Bindung zwischen Mann und Frau vorhanden. Was zum ständigen Streit in der Ehe oder Partnerschaft führt.

Das verstehe ich nicht. Was ist mit zu wenig Bindung gemeint?

Wenn nach und nach die gegenseitige Aufmerksamkeit in der Beziehung sinkt, fühlen sich Mann und Frau nicht mehr sicher in der Beziehung, sind emotional distanziert. Das fühlt sich nicht gut an.

streit in der beziehung vermeiden

​Zusammen sein und sich doch einsam fühlen.

Gleichzeitig besteht das Gefühl einer starken Verunsicherung die man nicht einordnen kann, denn der äussere Schein täuscht das Gegenteil vor.

Die Paare wohnen zusammen, verbringen in der Regel auch viel Zeit miteinander, essen gemeinsam und haben sogar ab und zu Sex miteinander.

Bei zu wenig oder nur zufälliger Aufmerksamkeit wird die emotionale Verbindung zwischen Mann und Frau wir immer schwächer.

Ganz langsam und schleichend. Wie bereits weiter oben erwähnt wird dann das Streiten, als eine Form von Aufmerksamkeit, sehr attraktiv.

Menschen brauchen Aufmerksamkeit die das Gefühl von sicherer Bindung gibt. Dann fühlen sich Mann und Frau angenommen, wertgeschätzt und geliebt.

Vor diesem Hintergrund kann man Streitgespräche in der Partnerschaft völlig anders verstehen. Beide Partner befinden sich in einer Art emotionalem Hungerzustand, weil sie befürchten, ihre emotionale Nahrungsquelle zu verlieren.

Und sie bemühen sich verzweifelt das, was sie so dringend brauchen, wiederzubeschaffen.

Hinter dem ständigen Streit in der Beziehung verbergen sich damit eigentlich Fragen wie:

  • ​Bin ich für Dich wichtig?
  • Nimmst Du mich noch wahr?
  • ​Kann ich mich auf Dich verlassen?
  • ​Wirst Du mir antworten, wenn ich Dich brauche
  • Bist du da wenn ich Dich rufe?
  • ​Akzeptierst Du mich?
  • ​Brauchst Du mich und verlässt Du Dich auf mich?
  • ​...


Werden Paare mit dieser Erklärung konfrontiert, wird schnell klar: der ständige Streit in der Beziehung oder Ehe hat nur wenig mit mangelnder Kommunikation zu tun.

Was sagt die Wissenschaft zum ständigen Streit in Beziehung?

John Gottman (https://de.wikipedia.org/wiki/John_Gottman) filmte Tausende von Paaren während eines Streits über ein Thema und untersuchte danach, was Paare, die zusammen bleiben, anders machen als Paare, die sich nach einigen Jahren trennten.

Er fand heraus, dass es nicht die Anzahl oder die Heftigkeit der Auseinandersetzungen war, die ein Paar zur Trennung brachten. In den meisten Fällen war es die emotionale Distanz zwischen den Partnern.

Solange es einem Paar gelingt, während einer Auseinandersetzung emotional verbunden zu bleiben, ist die Beziehung nicht gefährdet. Hier wird von der wissenschaftlichen Seite deutlich bestätigt wie wichtig emotionale Bindung in der Partnerschaft ist.

Das ist schön und gut, aber wie kann man mit dem Streiten aufhören?

Eine der häufigsten Ursachen für das Streiten ist zu wenig Aufmerksamkeit zwischen den Partnern. Hier bietet sich die grösste Chance schnell etwas gegen das ständige Streiten in der Beziehung zu unternehmen.

Erhöhen Sie die Aufmerksamkeit, und dadurch die Bindung, und Ihre Beziehung wird sich verändern.

Wenn ein Partner emotional nicht erreichbar ist, führt das fast immer zu Wut, Trauer, Schmerz und vor allem Angst, die Bindung (und dadurch Partner und Beziehung) zu verlieren.

Es handelt sich um das Bedürfnis nach sicherer emotionaler Zusammengehörigkeit, dass sich hier meldet.

Wenn diese Verbundenheit in der Beziehung nicht mehr spürbar ist, schlagen unsere Gefühle sozusagen Alarm, um auf den Missstand aufmerksam zu machen.

Es geht nicht um die Zahnpastatube, die falsch steht, oder die falsch hingestellten Schuhe, oder die andere Meinung die man selber vertritt, es sind unsere vernachlässigten Emotionen, die sich eine bessere Beziehung, eine tiefere Bindung zum Partner wünschen.

Diese nicht sichtbare, sondern nur spürbare emotionale Verbindung zwischen Mann und Frau entscheidet darüber, ob sich eine Beziehung gut oder schlecht anfühlt.

Eine gute emotionale Bindung, gepaart mit wertschätzender Kommunikation, ist eine Kraftquelle, die Ihre Beziehung auf einen anderen Level hebt und durch alle Tiefs tragen wird.

​Hilft also Kommunikationtraining doch gegen das ständige Streiten in der Ehe bewirken?

Natürlich hat Kommunikation einen Einfluss darauf, wie der Streit in der Beziehung verläuft und wie lange er dauert. Es ist aber eine Illusion zu glauben alleine durch die Kommunikation den Streit in der Beziehung vermeiden zu können.

Mangel an Kommunikation ist selten die Ursache.

Sie müssen die Ursachen für das ständige Streiten ausfindig machen und ändern, dann ist eine Beziehung ohne Streit möglich.

Wobei ich hier anmerken möchte: es geht in einer Beziehung nicht darum, überhaupt nicht mehr zu streiten. Verschiedene Meinungen, Ansichten und Vorstellungen sind normal. Sie halten sogar die Beziehung lebendig, wenn sich beide Partner in ihr sicher fühlen.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen, wann Kommunikation helfen kann.

Nichts ist besser erforscht als die Paarbeziehung. Daher können wir die Wissenschaft zu Rate ziehen. Wenn nur noch Streit in der Beziehung herrscht, kann es auch daran liegen, dass bereits der Beginn des Gespräches sehr ungünstig verlief.

Es ist der „harte Einstieg“ vor dem Streiten. Dr. John Gottman beschreibt in seinem Buch: „Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe“* genau dieses Phänomen. Wir haben Einfluss darauf, wie ein Gespräch beginnen soll und wie es enden wird – ob es ein produktives oder ein Tür-Knall-Gespräch wird.

Dr. John Gottman hat in seinen Forschungen mit Paaren festgestellt: Wenn es einen Unterschied zwischen glücklichen und unglücklichen Paaren gibt, dann besteht der zentrale Unterschied darin, wie Mann bzw. Frau eine Diskussion beginnt.

Gottmann

Dies ist für den Verlauf des Gesprächs maßgeblich entscheidend.

Ist der Start des Gesprächs „hart“ bzw. zu direkt oder verletzlich, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr Partner defensiv und nicht kooperativ verhalten wird sehr hoch. Dass daraus ein heftiger Streit entsteht, ist fast vorprogrammiert.

Ist der Start weicher, besteht eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Anliegen gehört und diese auch akzeptiert werden.

Der Start kann einen grossen Unterschied machen!

Ein Gesprächsverlauf wird oft in den ersten Sätzen entschieden. Darauf hat hier die Kommunikation einen grossen Einfluss und kann unnötigen Streit in der Beziehung vermeiden. Das heisst also: Sie haben die Wahl, wie Ihr nächstes Gespräch verlaufen kann.

„Aber er hört mir nicht richtig zu.

Das ist das Argument Nr. 1, wenn ich mit Paaren über diese entscheidende Phase der Kommunikation rede. Die Betroffenen haben in den vergangenen Gesprächen mit Ihrem Partner die Erfahrung gemacht, nicht gehört oder verstanden zu werden.

Umso „steiler“ startet jedes Mal der Einstieg ins Gespräch. Und wie bereits oben beschrieben, passiert genau das Gegenteil vom Erhofften: Das Gegenüber macht noch schneller die „Tore“ dicht.

Anjas Erfahrungen gehen in dieselbe Richtung. Thomas schaltet im Streit oft auf „Durchzug“ und ist nicht mehr erreichbar. Das wiederum bringt Anja richtig in Rage, sie wird immer lauter.

„Meine Gespräche wurden immer lauter und konfrontativer, und zum Schluss ging es überhaupt nicht mehr um die eigentliche Sache. Das Streiten glich eher einer Schlammschlacht in der man alle Register zieht und alles aus der Vergangenheit ausgräbt. So wird das Ganze zu einer never ending story.“

Wie kann Kommunikation den Streit in der Beziehung vermeiden oder reduzieren?

Soft und Hart

Soft oder Hart

​Eigentlich ist es aber ganz einfach, man muss nur ein paar einfache Regeln befolgen, die uns die Kommunikationspsychologie liefert. Die wichtigsten Regeln haben wir in einer Grafik zusammengestellt.

Diese Grafik ist in unserem  Online Kurs "​Einfach besser Kommunizieren" enthalten. Holen Sie sich den Kurs und fangen Sie heute noch an Ihre Beziehung zu verändern

​​​Anja und Thomas verwenden diese Grafik und versuchen das Beschriebene umzusetzen.

Denn wenn es etwas Wichtiges mit dem Partner zu besprechen gibt, sind die Emotionen oft nicht mehr ganz so neutral wie für einen sanften Einstieg erforderlich wäre. In dieser Situation muss man sich erst einmal etwas Abstand schaffen. Da hilft die Grafik sehr.

Anja hilft die Grafik ihre Anliegen positiv oder sanft zu formulieren. Und gleichzeitig wird sie gelassener:

 „Ich fange jetzt nicht sofort ein Gespräch an, so wie früher, ich schreibe nicht sofort eine SMS oder rufe Thomas an. Und auch wenn es mir manchmal etwas schwer fällt, überlege ich, was ich eigentlich sagen will. Dann versuche ich das für mich Wichtigste sanft zu formulieren.“

Anja und Thomas gelingt es auf diese Art und Weise ein wichtiges Anliegen so zu besprechen, ohne dass es zum Streit kommt.

Nach den Forschungsergebnissen von Dr. John Gottman braucht es in der Beziehung ein Verhältnis von 5:1 zwischen positiven und negativen Aussagen.

Das heisst: Wenn Sie Ihrem Partner etwas Negatives an den Kopf werfen, müssen Sie es mit fünf positiven Aussagen ausgleichen.

Thomas findet das ein unfaires Verhältnis und lacht. „Da muss ich mich ja richtig anstrengen, wenn ich mal zu Anja etwas Negatives sage, damit es wieder gut wird.“ Thomas hat recht. Es lohnt sich, einen sanfteren und letztlich auch erfolgreicheren Kommunikationsstil zu suchen.

Man könnte auch sagen: Der Klügere gibt nach!

Falsch!

Der Klügere gibt nicht einfach nach, er sagt es anders! Wir haben einen grossen Einfluss darauf, wie unsere Gespräche verlaufen. Wenn Sie mit dem bisherigen Verlauf Ihrer Gespräche nicht zufrieden sind, versuchen Sie etwas zu ändern.

​Benutzen Sie diese Grafik als Hilfestellung und beobachten Sie wie sich Ihre Gespräche verändern.

Sie müssen dabei Ihre Anliegen nicht hinten anstellen, Sie müssen es nur anders sagen.

Ich bin überzeugt: So kommen Sie sogar besser zum Ziel! Vorausgesetzt es ist ausreichend Aufmerksamkeit und eine sichere emotionale Bindung in ihrer Beziehung vorhanden.

Kommunikation und Bindung, diese Kombination ist unschlagbar.

Wir streiten nur noch!

​Was kann ich konkret gegen das ständige Streiten in der Beziehung tun?

Bisher haben wir uns angeschaut, warum es oft wegen Kleinigkeiten Streit in der Beziehung gibt. Ob Streiten „normal“ ist, welche Streittypen es gibt und wie eine bessere Kommunikation helfen kann.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen zeigen was Anja und Thomas gemacht haben um den ständigen Streit in der Beziehung zu reduzieren.

Bei Anja und Thomas war die Ursache für das ständige Streiten zu wenig Aufmerksamkeit und Bindung. Sie sind sich einfach nicht mehr, oder zu wenig, bewusst begegnet. Haben sozusagen aneinander vorbei gelebt. Das hatte über die Jahre fatale Auswirkungen.

Nachdem Thomas und Anja klar war, dass der ständige Streit in der Beziehung nicht nur an ihrer Kommunikation liegt, sondern die Ursachen in der gegenseitigen Aufmerksamkeit zu suchen sind, haben sie angefangen ihre Paarzeit zu hinterfragen.

Anja und Thomas stellten sich folgende Fragen: 

  • Wie viel macht die Paarzeit in unserem Alltag aus?
  • Was machen wir, wenn wir als Paar alleine sind?
  • Über was reden wir?
  • Sind es nur noch Job und Kinder?
  • Wie zeigen wir uns unsere Zuwendung, Gefühle und Bedürfnisse?
  • gibt es Berührungen ohne Sex?

  • Können Paare nach einem Streit wieder zueinander finden?

    Anja und Thomas haben sich intensiv mit ihrer Beziehung auseinandergesetzt. Und haben angefangen, in kleinen Schritten Folgendes zu verändern:

    1. Sie haben versucht sich im Alltag immer wieder bewusst zu begegnen
    2. Sie haben sich wieder regelmässig (wöchentlich) verabredet, sind ausgegangen und hatte eine schöne Zeit.
    3. Sie haben das Sofort-Programm für streitende Paare angewendet. (Ist im Online-Kurs "Einfach besser Kommunizieren" eingeschlossen)

    Drei einfache aber hochwirksame Schritte zu mehr Aufmerksamkeit in der Beziehung. Sie werden oft unterschätzt, weil sie sich so unspektakulär anhören.

    Bei Anja und Thomas und bei ca. 70% der Paare die in meine Praxis kommen, fehlen diese Punkte in der Beziehung vollständig. Das hat Auswirkungen.

    Anja und Thomas geht es heute wieder gut. Ihre Beziehung fühlt sich anders an. Und ja, sie streiten immer noch, aber anders und viel weniger. Das Streiten ist auf der emotionalen Ebene nicht mehr bedrohlich und artet nicht mehr in endlose Diskussionen aus.

    Glauben Sie mir bitte keine Wort von dem was ich hier schreibe. Denn letztendlich sind es nur Buchstaben, die ich hier produziere. Probieren Sie es aus.

    Unterstützung finden Sie in meinen  OnlineKurs "Einfach besser Kommunizieren". Dort erwarten Sie mehr Details und Ideen die auch in Ihrer Beziehung helfen, den ständigen Streit zu reduzieren.

    Überlassen Sie Ihre Beziehung nicht dem Zufall, weil Sie es können.

    Ihr

    Peter Michalik

    Glückliche Beziehungen sind keine Glücksache.

    PS:

    Oft werde ich auch Folgendes gefragt:
    Haben es Paare die mehr Gemeinsamkeiten haben einfacher?

    Die Antwort finden Sie im Artikel:
    Wir passen nicht zusammen! Jedoch: Gegensätze ziehen sich an – Ein Dilemma vieler Beziehungen, denn Gleich und Gleich gesellt sich gern, wäre einfacher!


    Foto © hypnocreative – Fotolia.com

    Perfekte Beziehung I

    Perfekte Beziehung – Liebe die Macken am Anderen. Sie sind auch deine!

    Perfekte Beziehung - Liebe die Macken am Anderen. Sie sind auch deine!

    Manchmal ist es so mit der Liebe: Wir verlieben uns in einen waghalsigen Weltenbummler. Und murren irgendwann über sein Reisebudget. Oder sind hingerissen von der zielstrebigen Studentin.

    Doch später konkurriert ihr beruflicher Ehrgeiz mit der Familienplanung. – Wie kommt es, dass das, was uns einst verzauberte in der Reifephase einer Liebesbeziehung für Frust sorgt? Und vor allem: was hat das mit uns selber zu tun?

    Es waren seine Abenteuerlust, seine Spontanität und sein freakiger VW-Bus. Damit hat Rasmus vor fast 20 Jahren Sara’s Herz im Wirbelsturm erobert. Seine Leichtigkeit und das Verrücktsein ließ sie ganz neue Seiten an sich entdecken.

    Sara hatte bis dahin den Westerwald und die Ostsee gekannt, wollte wie ihr Vater Lehrerin werden. Rasmus fühlte sich gleich bei Sara „zuhause“; angekommen irgendwie. Ihre Klarheit und Zielstrebigkeit halfen ihm, sich zu sortieren, das Kunststudium endlich zu Ende zu bringen.

    Und ihm gefiel, dass sie mit ihm reiste und dafür sorgte, dass die Reisekasse bis zur Rückkehr aushielt. Und während sie die Routen verlässlich plante, konnte er auf Fotosafari gehen.

    Gegensätze ziehen sich an. Heißt es. Wie zwei Hälften, die ein Ganzes ergeben.

    Sara liebt ihren Rasmus. Irgendwie. Doch sie war irgendwann genervt von seinem Egoismus.

    Rasmus liebt seine Sara. Immer noch. Doch er fühlte sich zunehmend eingeengt.

    Die beiden hätten sich womöglich verloren, wenn sie nicht etwas Wesentliches begriffen hätten!

    Was ist passiert?

    Wir verurteilen am Anderen nur uns selbst

    Lass mich ganz kurz mit etwas Theorie beginnen: Das sogenannte Riemann-Thomann-Modell beschreibt Grundausrichtungen des Menschen, die einen direkten Einfluss auf sein Kommunikations- und Beziehungsverhalten haben.

    Diese haben ihren Ursprung in Ängsten und manifestieren sich in Werten. Friedemann Schulz-von-Thun (ein sehr anerkannter Kommunikationspsychologe) nennt die Grundausrichtungen „Himmelsrichtungen der Seele“.

    Konkret: Jemand tendiert eher zu Beständigkeit als zu Spontanität um sich wohl zu fühlen und ist im Kontakt mit Anderen sehr nah und weniger abgrenzend. Also ein Nähe liebender Beziehungsmensch wie Sara.

    Ihre Wertvorstellung lautet: Wer wirklich liebt ist zur Ehe bereit. Durch Rasmus‘ Haltung, sich in Beziehungen eher freigeistig und unverbindlicher zu zeigen, fühlt sie sich oft verunsichert. Auch wertete sie seine Haltung eher ab (Wer sein eigenes Ding machen will, liebt nicht wirklich).

    Gleichwohl fand sie seinen Freigeist schon damals ungeheuer anziehend und faszinierend; er weckt eine tiefe Sehnsucht in ihr. Rasmus hat scheinbar ihre Angst vor Selbstwerdung überwunden, daher geht sie damit in Resonanz.

    Spinnen wir den Faden weiter: Sara fand Rasmus‘ Reiselust toll, solange er mit ihr zusammenreiste.

    Und sie wünschte sich nach ein paar Jahren sehnlichst einen Heiratsantrag. Beides sichert und bestätigt in ihrer Wertewelt eine Liebesverbindung. Sie äusserte erst versteckt ihre Wünsche, hat dann deutliche Zeichen gesetzt.

    Und oft still geweint, wenn er wieder mal ein Wochenende ohne sie mit seinem VW-Bus losfuhr. Je länger der Freigeist Rasmus den Heiratsantrag hinauszögerte (er wollte ja irgendwann mal heiraten, aber das Fordern war unangenehm und die Entscheidung sowie der Zeitpunkt sollten ihm entsprechen), desto stärker wurde Sara’s Wunsch nach Verschmelzung, je größer die Angst vor seinen Alleingängen.

    Aber genau die brauchte Rasmus in dieser schwierigen Phase noch mehr als sonst.

    Friedemann Schulz-von-Thun hat diese Wirkmechanismen, dieses Dilemma, im sogenannten Werte-und-Entwicklungsquadrat schön visualisiert. Und so sieht das bei Sara und Rasmus aus:

    Fast hätten die zwei sich noch mehr voneinander weg bewegt. Denn das passiert in Konfliktsituationen – das eigene Grundbedürfnis verstärkt sich und sein Gegenteil wird als Unwert abgestempelt (Du klammerst/Du denkst nur an dich).

    Doch auf einem gemeinsamen Roadtrip durch Frankreich schummelte sich Nachwuchs ein.

    Was uns die Macken des Anderen „lehren“

    Eine ganze Weile wurden diese Minenfelder dann vom Wachsen und Gedeihen der Familie, dem Entwickeln der Karrieren und dem Alltagsmanagement überlagert. Mal krachte es deshalb; die beiden fanden aber immer wieder gut zusammen.

    Das gemeinsame Reisen, auch mit 3 Kindern später, bescherte ihnen immer wieder Leichtigkeit und ihre Verbindung aus unbeschwerten Zeiten. In der Auseinandersetzung miteinander fingen sie Stück für Stück an zu verstehen, dass die „Macken“ des Anderen tatsächlich offenbaren, was sie vor vielen Jahren so anziehend fanden.

    Und dass sie ein Zeichen sind für genau die Wesenszüge, in denen sie jeweils selber so ungeübt sind.

    Rasmus beispielsweise will seine Bedürfnisse nach Auszeiten ohne Sara und die Kids künftig akzeptabler einfädeln. Und akzeptieren, dass Sara, die an den Wochenenden oft Klausuren korrigieren muss, nicht immer spontan wegfahren kann.

    Deswegen ist sie nicht die Unspontane, die immer alles planen muss, sondern die Verantwortungsbewusste, die planen möchte.

    Er bemüht sich auch darum, mit ihr gemeinsam ein passendes Wochenende zu vereinbaren, statt fast trotzig allein in den VW-Bus zu steigen. Sara dagegen findet Gefallen daran, mit ihren Sportfreunden einmal im Jahr eine Woche ohne Rasmus und die Kinder zu verreisen.

    Und sie unterstellt Rasmus nicht mehr, er würde alleine verreisen wollen und andere Entscheidungen im Alleingang treffen, weil sie ihm nicht wertvoll sei. Vielmehr betrachtet sie seine überraschenden Einfälle als Lebenskunst.



    Sehen, was gut läuft. Und mehr davon!

    Die Macken des Anderen sind oft Stärken, die wir selber nicht haben. Zumindest in weniger ausgeprägter Form.

    Erst wenn wir das begreifen, werden Gegensätze zu einem nährenden Ganzen. Im Falle von Sara und Rasmus läuft das mittlerweile so:

    Rasmus schätzt und liebt Saras Engagement, die Familie immer wieder zusammenzubringen. Jetzt, da zwei der drei Kinder schon andernorts studieren, organisiert sie regelmäßige Treffen zum Kochen und Quatschen.

    Und einmal im Jahr verreisen sogar alle zusammen. Ihr Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit schweißt die Familie zusammen.

    Und Sara lässt sich inzwischen gerne von Rasmus zu spontanen Städtetrips motivieren (als erfahrene Lehrerin braucht sie mittlerweile weniger Zeit) und freut sich an seinen fantastischen Fotos, die er dann rege mit den Kindern teilt.

    Wenn sie keine Lust hat, dann ist er nicht böse. Er fährt auch mal ohne sie, während sie mit ihren Freundinnen oder Kids gemütliche Verabredungen an dem Wochenende trifft.

    Eine reife Liebe braucht Disziplin und Tanz

    Die zwei in dieser Geschichte, die nur halbwegs erfunden ist, haben gute Chancen miteinander steinalt zu werden.

    Jetzt beginnt ihre Phase des Aufblühens, des Erwachens und Enstaubens. Denn die Karrieren sind etabliert, die Kinder fast aus dem Haus. Sie werden quasi zurückgeworfen auf ihre Paarbeziehung.

    Da zeigt sich, was das gemeinsame Fundament ist, was man darauf aufgebaut hat und welchen Wert es tatsächlich hat.

    Es ist spannend auf die Frage „Was ist es, das mich damals an dir so begeistert hat“ Antworten zu finden. Und ist es nicht fast wieder aufregend, sich nochmals die gemeinsame Zukunft auszumalen?

    Die, die noch bleibt. Ohne Kinder im Haus. In einem fertigen Haus oder einer zu großen Wohnung. Wie will man seine Abende, die ruhigen Sonntage und Urlaube verbringen?

    Und welche Rolle möchte man füreinander spielen? Kennt man sich wirklich in- und auswendig oder glaubt es nur? Wie kommt das Staunen übereinander zurück?

    Beziehung und Liebe, die einen Selbstzweck haben, die sein dürfen und nicht „mehr müssen“ (viele halten zusammen der Kinder oder der gemeinsamen Firma wegen zum Beispiel), braucht Pflege. Und Spielerisches.

    Das ist eine Entscheidung, die zwei Menschen treffen, sich miteinander und umeinander zu kümmern.

    Verbindlich.

    Selbstbestimmt.

    Sara mag das inzwischen – freier zu sein. Und Rasmus mag dieses Gefühl der Verbundenheit mit seiner Sara. Meistens können sie die Macken des Anderen anlächeln. Das ist doch was!

    Wie geht ihr mit euren Macken um? Was habt ihr voneinander übereinander gelernt? Ich bin gespannt auf eure Geschichten.


    amazingtimes

    Die Autorin

    Cornelia Katinka Lütge ist seit über 10 Jahren Business und Karriere Coach, Schreiberin bei ohfamoos.com, seit gut 20 Jahren mit dem Vater ihrer zwei pubertierenden Töchter zusammen.

    Verheiratet ist sie so: Sie versucht sich immer aufs Neue, lacht und streitet stets für die große Hoffnung: für immer! Sie beobachtet das Leben und die Menschen darin intensiv, zieht inspirierende Schlüsse daraus und versucht stets, jedem Tag das Beste abzugewinnen.

    Jüngst brachte sie mit AMAZING TIMES eine Herzenssache in die Welt. Gemeinsam mit ihrem Coach-Kollegen, einer Fotografin und Köchin veranstaltet sie Retreats für mehr vom ich und wir. Dort widmen Paare, Frauen und Singles in der Lebensmitte sich ihrem inneren Kompass. Die kommende März-Auszeit für gestandene Paare steht unterm dem guten Stern: „Kommt als Paar, geht als Lovers“.

    Willkommen, sehr herzlich, im wunderschönen Gutshaus Lexow in Mecklenburg Vorpommern!

    PS: Glückliche Beziehungen sind keine Glückssache!
    Konflikte im Urlaub

    Konflikte im Urlaub? Diese 5 Tipps helfen weiter!

    Konflikte im Urlaub? Diese 5 Tipps helfen weiter!

    So schön und wohltuend ein Urlaub mit dem Partner sein kann, so sehr können Konflikte im Urlaub belastend sein. Wie Sie Konflikte im Urlaub lösen und für gute Stimmung sorgen können, erfahren Sie von Dr. Judith Gastner, Psychotherapeutin aus München und Mitbegründerin des Online-Coachings PaarBalance www.paarbalance.de.

     Wo geht es hin? An den Strand, in die Berge oder soll es doch der Städtetrip mit Einkaufsbummel und schicken Restaurants sein? Wie viel geben wir aus? Wann fahren wir los zum Flughafen? Wer hat die Reisedokumente? Mensch, muss ich mich denn um alles alleine kümmern!?

    Bereits im Vorfeld einer Reise können alle möglichen Konfliktherde entstehen. Nicht selten beginnt der von beiden Partnern langersehnte Urlaub in gereizter Stimmung.

    Vor Ort warten weitere Herausforderungen: Während im Alltag häufig relativ klar definiert ist, wie bestimmte Tage ablaufen und welche Aktivitäten auf dem Programm stehen, ist im Urlaub das Tagesprogramm noch offen.

    Für viele Paare Segen und Fluch zugleich: Auf der einen Seite entflieht man endlich dem Alltagsstress und kann in den Tag hineinleben, auf der anderen Seite stellt man eventuell fest, dass der Partner nicht an dem gleichen Tagesprogramm interessiert ist wie man selbst.

    Gemeinsame Entscheidungen zu treffen ist auf einmal gar nicht so leicht.

    Folgende fünf Tipps können Ihnen helfen, die Konflikte im Urlaub zu entspannen und konstruktiv zu lösen.

    1. Schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter

    Eine häufige Erwartung ist, dass im Urlaub automatisch „alles gut“ wird. Alle vorherigen Probleme lösen sich bei einem ausgedehnten Strandspaziergang, einem romantischen Abendessen oder dem gemeinsamen Blick in’s Tal. Natürlich tragen schöne Aktivitäten dazu bei, dass sich die Atmosphäre in einer Beziehung verbessert und sind daher sehr wichtig. Schlechte Stimmung kann sich jedoch auch am schönsten Fleck der Erde breit machen, wenn hohe Erwartungen enttäuscht werden: „Jetzt schau uns nur an: Sogar im Urlaub streiten wir! So weit ist es inzwischen schon mit uns gekommen!“.

    Versuchen Sie, aus unterschiedlichen Wünschen kein Drama zu machen, sondern realistisch zu bleiben: „Auch im Urlaub kann es vorkommen, dass wir mal genervt sind oder verschiedene Bedürfnisse haben.“ Und seien Sie sich sicher – mit Streit im Urlaub sind Sie nicht allein.

    1. Reden Sie nicht über das, was sie stört, sondern darüber, wie ein Kompromiss aussehen könnte

    Konflikte werden meist dann groß, wenn sich die Partner gegenseitig mit Vorwürfen überschütten. Irgendetwas passt gerade nicht für Sie? Dann werden Sie gemeinsam mit Ihrem Partner kreativ und suchen Sie nach einem guten Kompromiss! Dabei ist es hilfreich sich bewusst zu machen: Ein Kompromiss ist dann gut, wenn beide das Gefühl haben, in etwa gleich stark zurückzustecken.

    1. Seien Sie großzügig mit Ihrem Partner

    Ganz nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“ kann sich schnell ein Machtkampf entwickeln, bei dem beide Partner versuchen, Ihre eigenen Wünsche durchzusetzen und nicht mehr offen für die Bedürfnisse des anderen sind. „Warum sollte ich jetzt diese blöde Wanderung mitmachen, wo er doch gestern nicht mit zum Bummeln wollte?“.

    Steigen Sie aus dem Teufelskreis aus. Machen Sie den ersten Schritt auf Ihren Partner zu – vermutlich werden Sie überrascht sein, wie schnell Ihr Partner plötzlich bereit ist, auch wieder mehr auf Ihre Wünsche einzugehen. Mehr dazu finden sie auch im Artikel: Helfen Sie Ihrem Partner, so zu werden, wie er gerne wäre

    1. Seien Sie pragmatisch!

    Oft helfen die handfesten Lösungen am besten. Schreiben Sie beide z.B. im Vorfeld des Urlaubs fünf Dinge auf, die jeder von Ihnen gerne zusammen mit dem anderen machen würde. Einigen Sie sich darauf, die jeweils gleiche Anzahl von Vorschlägen auf beiden Listen umzusetzen.

    Ebenso können Sie es bei den Reisezielen handhaben: Jeder bringt drei Vorschläge ein und drei, die nicht für ihn in Frage kommen. Häufig stellen Paare fest, dass die Vorstellungen gar nicht so weit auseinanderliegen.

    1. Man muss nicht alles gemeinsam machen

    Sie stellen fest, dass Sie sich bei gewissen Punkten so gar nicht einig werden? Sie wollen am Strand Beachvolleyball spielen und Ihr Partner möchte einen Kochkurs besuchen? Sprechen Sie über die Möglichkeit, dass auch im Urlaub beide ab und zu alleine machen können, was sie möchten. Manchmal tun ein paar Stunden Abstand, in denen jeder ohne Kompromiss genau seinen eigenen Bedürfnissen nachgeht, der Beziehung viel besser als ein gemeinsamer Nachmittag, an dem keiner so wirklich machen konnte, was er wollte.

    Außerdem können Sie Ihrem Partner abends erzählen, was Sie ohne ihn erlebt haben.

    Weitere Expertentipps und Kontaktdaten von Dr. Judith Gastner und Prof. Dr. Ludwig Schindler finden Sie unter paarbalance.de.

    Tun Sie Ihrer Beziehung etwas Gutes!

    Falls Sie die Ferien nutzen und Ihrer Beziehung etwas Gutes tun möchten, bekommen Sie aktuell für das komplette PaarBalance Programm über beziehungs-abc.de einen Preisnachlass von 10%.

    Hierfür müssen Sie nur folgenden Code eingeben:

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    Einfach kopieren und unten auf der Anmeldeseite von www.paarbalance.de bei „Ihr Gutschein-Code“ eintragen.

    Was ist PaarBalance?

    PaarBalance ist ein innovatives Online-Coaching zur Verbesserung der Beziehungsqualität. Das wissenschaftlich fundierte Programm wurde von den Beziehungsexperten Prof. Dr. Ludwig Schindler und Dr. Judith Gastner entwickelt und steht seit 2017 in der jetzigen Form zur Verfügung. In 18 interaktiven Sitzungen mit Coaching-Videos, Übungen und konkreten Tipps (ca. 20 Minuten pro Thema) erfahren Sie, wie Sie ab sofort Missverständnisse vermeiden, Konflikte lösen und Gemeinsamkeiten stärken können. Das Programm ist wissenschaftlich fundiert. Positive Veränderungen sind schnell spürbar. Das Besondere dabei: Sie können das Programm zu zweit oder alleine durchführen, sind zeitlich und örtlich flexibel und können das Tempo selbst bestimmen!

    Wie steht es um Ihre Partnerschaft? Machen Sie den kostenlosen PaarBalance-Beziehungstest!

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    Wer steht hinter PaarBalance

    Judith Gastner

    Die Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Pädagogin Dr. Judith Gastner blickt auf eine langjährige Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der TU München zurück. Heute arbeitet Judith Gastner in eigener Praxis als kognitive Verhaltenstherapeutin und Coach. Die Beratung von Einzelpersonen und Paaren in den Bereichen Beziehungsanbahnung, Partnerschaftsgestaltung, Sexualität, Krisenbewältigung und Trennungsverarbeitung gehört zu einem ihrer Behandlungsschwerpunkte.

    Der Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Prof. Dr. Ludwig Schindler gehört zu den führenden Experten im Bereich Paartherapie im deutschsprachigen Raum. Er ist Verfasser von zahlreichen Publikationen auf diesem Gebiet. Während seiner langjährigen Tätigkeit am Max-Planck-Institut in München forschte er intensiv rund um das Thema Partnerschaft und Beziehungszufriedenheit. Seit mehr als 30 Jahren gibt Herr Prof. Dr. Schindler Fortbildungsveranstaltungen, Seminare und Supervision zum Thema Paartherapie – Paarcoaching – Partnerschaft, sowohl im Rahmen seiner apl. Professur an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg als auch an anderen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen. Er führt eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Lehrpraxis in München, wobei einer der Schwerpunkte auch hier im Bereich Paartherapie und Beziehungscoaching liegt.

    Prof. Dr. Ludwig Schindler
    Beziehungstipp

    Der einfachste Beziehungstipp überhaupt

    Der einfachste Beziehungstipp überhaupt

    Ich lese als Paarberater viele Artikel, Bücher und Studien über Paarbeziehungen um up to date zu bleiben, selber einen Beziehungstipp zu bekommen und weil es mich wirklich interessiert, was die Wissenschaft zum Thema Paarbeziehung an Erkenntnissen zu Tage bringt.

    Doch heute war es anders als sonst. Beim Lesen einer Studie (Der Link zur Studie ist weiter unten), die wirklich interessante Erkenntnisse aus der Paarforschung beschreibt, habe ich mich über einen Kommentar, der unter der Studie stand, wirklich aufgeregt.

    Es war weniger der Inhalt des Kommentars, es war vielmehr die Intention der Schreiberin des Kommentars, die bei mir mehr als ein Unverständnis auslöste.

    Doch bevor ich darüber berichte, worüber ich mich aufgeregt habe, hier drei interessante Erkenntnisse aus der Studie.

    1. 41% der Partner in langjährigen Beziehungen sind sehr unzufrieden.
    2. Bei den über 40-Jährigen ist die Scheidungsrate am höchsten.
    3. Schuld an den vielen Trennungen ist zu 80% die Kommunikationsunfähigkeit der Männer. Das sagen die befragten Frauen.

    Hier geht’s zum Bericht über die Studie:

    Nun aber zum erwähnten Kommentar. Dieser war nicht irgendwie deplatziert oder rassistisch, das war überhaupt nicht der Fall. Die Kommentarschreiberin hat nur ihren Unmut über eine weitere Studie bzw. über das Buch, das man aus dieser Studie gemacht hat, ausgedrückt.

    Sinngemäss stand im Kommentar folgendes:

    Warum muss es wieder ein neues Buch (Studie) über Paare geben, jedes Paar kann doch selber ein eigenes Buch über Beziehungen schreiben. Wer braucht den noch weitere Beziehungstipps. Wir wissen doch alle, was zu tun ist.

    Genau das ist doch der springende Punkt!

    Das Wissen allein reicht leider für eine glückliche Beziehung nicht aus.

    Das Wissen allein reicht kaum je zu etwas. Oder haben Sie schon mal mehr Sport gemacht, nur weil Sie wussten das Studien belegen, dass Sie es Ihrer Gesundheit zu liebe tun sollen?

    Oder haben Sie Ihre Ernährung umgestellt, nur weil Sie wussten, dass Sie es tun sollen? Oder weniger Zeit auf Facebook verbracht, obwohl Sie wissen, dass es sinnvoller wäre?

    Ich wüsste noch vieles, was ich tun oder verändern möchte, wo ich mich verbessern könnte oder effizienter sein könnte, doch oft tue ich es leider nicht. Obwohl ich weiss, dass es gut für meinen Körper und für meine Gesundheit wäre.

    Wissen allein ist nicht ausreichend. Auch wenn es noch so klare Facts sind, noch so erschreckende Ergebnisse – nur aufgrund von dem, dass ich es weiss, ändert sich noch gar nichts.

    Nur das Tun kann etwas verändern.

    Das beste Beispiel dafür sind die Paarberater. Also die Profis was Beziehungen anbelangt. Und ob Sie es glauben oder nicht, die Scheidungsrate bei den Paarberatern ist genau so hoch, wie in der restlichen Bevölkerung.

    Man könnte davon ausgehen, dass Paarberater wissen, was sie tun müssen um eine glückliche Beziehung zu führen. Und wahrscheinlich wissen Sie es auch, aber es reicht leider nicht aus. Es braucht etwas mehr.

    Genau so kommen viele Paare zu mir in die Praxis und diese Paare wissen ganz genau, was sie nicht tun sollten oder wovon sie etwas mehr tun sollten, um ihre Beziehung zum Positiven zu verändern. Aber sie tun es nicht.

    Noch einmal: Nur das Wissen allein reicht leider noch nicht aus.

    Das ist der Grund, warum ich mich über den Kommentar aufgeregt habe.

    Mein Job als Paarberater ist es nicht den Paaren zu erzählen, was gut für ihre Beziehung wäre oder sie tun sollten. Das weiss jedes Paar in der Regel selber gut genug. Wissen ist heute überall abrufbar und für niemanden mehr ein Geheimnis.

    Mein Job als Paarberater ist es den Paaren zu helfen, dass sie das was sie wissen auch umzusetzen. Wie ein Coach bei Profisportlern. Oder kennen Sie einen Profisportler der ohne einen Trainer erfolgreich ist?

    Und ich wette mit Ihnen, jeder Sportler auf dieser Welt weiss, was er tun muss, um erfolgreich zu werden. Das ist nicht das Geheimnis der Erfolgreichen. Es ist der Trainer oder Coach, der dem Sportler bzw. der Sportlerin hilft das Wissen umzusetzen.

    In Beziehungen ist das nicht anders. Das wahre Geheimnis glücklicher Beziehungen ist, das TUN und nicht das Wissen.

    Das ist der wichtigste Beziehungstipp überhaupt.

     

    Glückliche Paare machen nichts Anderes oder Ungewöhnliches in der Beziehung. Glückliche Paare haben einen Weg gefunden, das Wissen in die Tat umzusetzen. Das ist alles. Und doch ein grosser Unterschied für die Beziehung.

    Die Paare machen es vielleicht nicht täglich aber immer wieder. Sie tun es einfach. Und das wiederum ist eine Frage der Entscheidung, die jeder einzelne für sich und seine Beziehung treffen muss.

    Unglücklich in der Beziehung II

    8 weiter Tipps finden Sie hier

    Einmal am Tag, einmal in der Woche oder alle vierzehn Tage, aber es ist eine bewusste Entscheidung. Es passiert nicht einfach so. Und wahrscheinlich wissen die meisten das auch. Im Grunde ist es einfach, oder?

    Wir treffen jeden Tag tausende von Entscheidungen. Warum nicht heute eine für Ihre Beziehung. Ich möchte Sie heute dazu animieren eine Entscheidung zu treffen.

    Denken Sie kurz über Ihre Beziehung nach und über das von dem Sie wissen, dass Sie es tun sollten. Nehmen Sie sich 1 Minute Zeit. Jetzt gleich.

    Und ist Ihnen etwas eingefallen?

    Wenn Ja, perfekt. Dann machen Sie es heute noch. Setzen Sie es um, was auch immer es ist. Tun Sie es und Sie werden Ihre Beziehung verändern. Garantiert – einzige Regel: tun Sie es immer mal wieder.

    Wenn Ihnen nichts eingefallen ist, dann nehmen Sie das Smartphone, schalten Sie die Kamera ein und sagen mit einem Lächeln auf den Lippen einfach nur:

    „Ich liebe dich!“

    Senden Sie das kurze Video an Ihren Partner oder Partnerin und freuen sich über die Reaktion. Smartphones können Beziehungen retten.

    Als Alternative könne Sie auch den Satz „Ich liebe dich“ einfach nur als SMS senden. Aber mal ehrlich, würden Sie nicht selber viel lieber ein Video bekommen?

    Nutzen Sie die Möglichkeiten, die uns die Smartphones bieten. Programmieren Sie sich Erinnerungen, die Sie daran erinnern, etwas was Sie schon wissen in die Tat umzusetzen.

    Und falls Sie keine Ideen haben – auch hier liefert Ihr Smartphone über den Internetzugang 1001 Ideen, was man für eine glückliche Beziehung tun kann. Sie nutzen die gleiche Technik bestimmt auch um Ihr Wissen über andere Bereiche zu vergrössern…

    Hand aufs Herz

    So kann man sich auch erinnern

    Hier aber noch eine weitere Möglichkeit – mein Geheimtipp so zu sagen:

    Mir geht es manchmal so, dass mir immer wieder ein Gedanke oder ein schöner Augenblick in den Sinn kommt, den ich mit meiner Frau erlebt habe. Leider ist dieser Gedanke oft nach ein paar Minuten wieder aus dem Gedächtnis verschwunden. Schade.

    Vor allem schade für meine Frau.

    Wenn es Ihnen ähnlich geht, dann nehmen Sie diese Gedanken mit dem Smartphone auf und senden Sie sie an Ihren Partner oder Ihre Partnerin. Die meisten Messenger haben diese Funktion.

    Oder nehmen Sie ein Sprachmemo auf und senden es per Mail.

    Ihr Peter Michalik

    Glückliche Beziehungen sind keine Glückssache

    Flirten mit dem eigenen Partner I

    Flirten mit dem eigenen Partner – Weshalb soll das Bauchkribbeln nach zehn Jahren Beziehung aufhören?

    Flirten mit dem eigenen Partner – Weshalb soll das Bauchkribbeln nach zehn Jahren Beziehung aufhören?

    Die meisten Menschen genießen das Gefühl von Aufregung in der Kennenlernphase. Es werden gefühlt Ewigkeiten vor dem Spiegel verbracht, um sich vor dem Date hübsch zu machen. Beim Treffen verspürt man Aufregung im Bauch und das nächste Wiedersehen kann kaum erwartet werden.

    Es ist vollkommen normal, dass die Gefühle von Aufregung und unglaublicher Verliebtheit nach einigen Monaten, sicherlich aber nach mehreren Jahren verschwinden.

    Was bleibt ist im Idealfall ein Gefühl von tiefer Verbundenheit und starker Liebe.

    Doch längst nicht alle Partner wissen mit diesem Mangel an Bauchkribbeln umzugehen. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass einer von beiden sich so stark nach einem aufregenden Abenteuer sehnt, dass er diesem Wunsch nachkommt und sich einer heimlichen Affäre hingibt.

    Auf kurz oder lang kann daran die Partnerschaft zerbrechen.

    Wie kann das Knistern in einer Beziehung aufrechterhalten werden?

    Viele Ratgeber nennen an dieser Stelle Kleinigkeiten, welche  im Alltag umgesetzt werden sollten. Beispielsweise ein gemeinsames Dinner in jenem Lokal, in welchem ihr euch zum ersten Mal verabredet habt, eine einzelne Rose aus dem Blumenlanden oder dem Partner Aufgaben im Haushalt abzunehmen.

    All dies sind schöne Aufmerksamkeiten mit welchen dem Partner gezeigt wird, dass man an ihn denkt. Doch reichen sollte Tätigkeiten aus, um das Kribbeln im Bauch zu erhalten bzw. wieder heraufzubeschwören? Nicht unbedingt. Dies kann allerdings durch einen Flirt geschehen.

    Was passiert beim Flirten?

    Zu flirten ist ein wunderbares Gefühl! Wir Menschen genießen es. Unser Gegenüber schenkt uns seine Aufmerksamkeit, tiefe Blicke in die Augen lassen schnell unsere Hormone wild durcheinander wirbeln.

    Ein  prickelnder Flirt zeigt uns, dass wir auf das andere Geschlecht attraktiv wirken. Wir erlangen somit Bestätigung, durch welche unser Selbstwertgefühl gestärkt wird. Unsere Stimmung hebt sich, wir fühlen uns geradezu wie beflügelt.

    Wir haben Spaß und lassen unsere negativen Gedanken hinter uns. Und natürlich hat ein Flirt oftmals auch eine sexuelle Komponente da wir uns gegenseitig zeigen, dass wir uns begehrenswert finden.

    Gleichzeitig verspüren wir auch eine Aufregung weil wir nicht wissen, wie der Flirtpartner auf uns reagieren wird. Vielleicht verhält er sich während eines zu aufdringlichen Balzversuchs abweisend? Oder schaffen wir es gar ihn mit unseren Reizen nervös zu machen?

    All dies macht die Spannung beim Flirten aus. Kein Wunder also, dass viele Menschen in einer langjährigen Beziehung dieses Gefühl von Aufregung, Selbstbestätigung und sexueller Anziehung vermissen.

    Ebenfalls scheint es da nicht mehr zu verwundern, dass viele Menschen auch außerhalb ihrer Beziehung mit anderen Menschen flirten. Dies ist auch vollkommen in Ordnung.

    Wird direkt zu Beginn einer Beziehung erklärt, ob beide Seiten damit einverstanden sind mit fremden Personen auch mal tiefe Blicke auszutauschen, ist das vollkommen legitim und noch lange kein Fremdgehen.

    Dennoch gibt es ebenfalls zahlreiche Pärchen welche auf Flirts außerhalb ihrer Beziehung verzichten wollen, dennoch dieses Gefühl vermissen. In diesem Fall kann auch in den eigenen vier Wänden mit dem Partner geflirtet werden.

    Wie flirte ich mit meiner langjährigen Partnerin?

    Im Grunde funktioniert es genauso wie mit der flüchtigen Bekanntschaft aus der Bar.

    Wichtig ist es, sich Zeit füreinander zu nehmen. Nutzt hierfür einen Abend, an welchem ihr beide noch nichts vorhabt.

    Um etwas mehr Prickeln in die Beziehung zu bekommen, eignen sich besonders Überraschungen. Überlege dir eine schöne Aktion, zu der du deine Partnerin einlädst. Verrate Ihr aber vorher noch nicht, um was es geht.

    Vereinbare eine bestimmte Zeit und sage ihr – je nach geplantem Event – vielleicht noch welche Kleidung angemessen ist.

    Die Überraschung kann alles Mögliche sein: Ein Entertainment-Event, für das du Karten besorgt hast, ein gemeinsamer Kurzausflug, ein Museumsbesuch oder auch ein Picknick, für das du schon eingekauft hast oder für das ihr gemeinsam einkaufen geht.

    Allein das Ausbrechen aus gewohnten Mustern und die Ungewissheit über die geplante Aktion bringen schon eine Menge Prickeln zurück in den Alltag. Außerdem wird dein Partner die Mühe wertschätzen, die du dir mit diesem persönlichen Geschenk gemacht hast.

    Möchtest du das Ganze in eine erotische Richtung lenken und beiden ist bewusst, dass es an dem Abend darauf hinaus laufen wird, dann kann die Stimmung zusätzlich mit heißen Kurznachrichten – den ganzen Tag über – angeheizt werden.

    “Ich stelle mir gerade vor was ich mit dir anstelle, wenn du nach Hause kommst…”

    Flirten mit dem eigenen Partner II

    Das kann den Alltag des Anderen mit prickelnden Gedanken bereichern und ist noch ein harmloses Beispiel.

    Dadurch wird das Vorspiel auf den ganzen Tag ausgedehnt, was das Verlangen bei beiden Partnern steigert und eine tolle Nacht fast schon garantiert.

    Flirten mit dem eigenen Partner – im Alltag

    Doch auch normale Alltagssituationen können mit etwas Engagement zu schönen Flirterlebnissen werden. Gemeinsames Kochen ist ein schöner Einstieg, um sich zusammen auf den Abend einzustellen.

    Während des Essens bietet es sich an, dass er zwischen durch ihren Handrücken streichelt. Hierbei handelt es sich um eine hoch erotische Geste, welche viel zu selten ausgeübt wird.

    Wie bei einem normalen Flirt ist der Blickkontakt wichtig. Also: Tief in die Augen schauen und währenddessen die eigene Hand auf dem Oberschenkel des Partners ablegen.

    Diese Berührung wird ebenfalls oft in Flirts benutzt um „unauffällig“ zu testen, wie der andere auf die Berührung reagiert. Ihr die Haare aus dem Gesicht zu streichen ist ebenfalls eine sehr zärtliche Handbewegung.

    Doch nicht nur die gegenseitigen Berührungen zählen beim Flirt. Der Gesprächsinhalt ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen. Lernt euch von einer anderen Seite kennen!

    Und ja, das ist auch noch nach mehreren Jahren möglich! Viel zu häufig sprechen wir in unserem Alltag mit dem Partner über den Beruf, den Haushalt und die Kindererziehung. Für andere Themen, z.B.  eine lustige Geschichte aus der Kindheit nehmen wir uns nicht die nötige Zeit.

    Wie gut kennst du eigentlich den eigenen Partner?
    Diese Frage kann mit folgenden 23 Fragen gut beantwortet werden.

    Vielleicht glaubt ihr immer noch, dass ihr längst alles übereinander wisst. In folgendem Link findet ihr allerdings zahlreiche Anregungen über Gesprächsthemen, welche bestimmt noch nicht bei euch auf den Tisch gekommen sind: 370 Date Gesprächsthemen.

    Flirten mit dem eigenen Partner – richtig zuhören

    Wir müssen wieder lernen, uns gegenseitig Aufmerksamkeit zu schenken und zuzuhören.

    Beim Zuhören gilt es übrigens, nicht nur auf die gesagten Worte zu achten, sondern auch  die Blicke und die Körpersprache zu deuten. Denn oftmals vermitteln wir nicht nur durch unsere Worte, sondern durch die Körpersprache unsere Gefühle und Empfindungen.

    Sich gegenseitig zu necken ist ebenfalls eine sehr schöne Methode um sich auf liebevolle Art etwas zu ärgern. Bestimmt habt ihr das bei euren ersten Dates ebenfalls gemacht.

    Schnell lernt man dadurch die andere Person kennen und kann einschätzen, welche Art von Humor sie besitzt.

    Ebenfalls schön ist es, sich gegenseitig beim Kosenamen zu nennen. Viele Pärchen haben eigene Spitznamen entwickelt, mit welchen sie ihren Partner rufen, wenn sie unter sich sind.

    Natürlich sind Kosenamen wie „Pupsi“, „Bärchen“ und „Hasi“ nicht unbedingt ein Stimmungsmacher sondern fast eher schon ein Lustkiller. Seid ihr auf der Suche nach anderen Kosenamen, findet ihr im folgenden Link zahlreiche Anregungen: 228 Kosenamen für jede Situation.

    Mit dem eigenen Partner zu flirten ist nicht schwer. Befinden wir uns in einer festen Beziehung werden wir nach und nach vom Alltag wieder eingeholt. Der Anfangszauber in der Beziehung wird weniger und unser Beziehungsstatus wird für uns etwas ganz Normales.

    Es gerät in Vergessenheit, dass auch eine Beziehung gepflegt werden möchte. Spontanes Flirten mit dem Partner und tiefe Blicke sorgen dafür, dass die Beziehung etwas ganz Besonderes bleibt.


    Flirten mit dem eigenen Partner

    Über den Autor:

    Der 26 jährige Kölner Horst Wenzel veranstaltet deutschlandweit Flirtseminare von Stuttgart bis Berlin. Horst Wenzel hat einen Sohn und ist bekannt aus zahlreichen TV-Formaten unter anderem Berichterstattungen zu Bauer sucht Frau, der Bachelorette, ARD, NTV und dem KIKA. Das Motto von Horsts Flirt University im Mediapark lautet, “mehr Liebe im Leben”.


    Fotos: pexels.com | pixabay.com

    on off beziehung

    On / Off- Beziehung – Diese 3 Schritte sollten Sie ausprobieren!

    On / Off- Beziehung - Diese 3 Schritte sollten Sie ausprobieren!

    Das ewige Hin und Her in einer On / Off – Beziehung belastet sehr.

    In einer Beziehung, in der beide Partner weder mit noch ohne den anderen zurechtkommen, bleibt der vollständige und ganz vollzogene Trennungsschritt aus.

    Während einer Trennungsphase sehnen sich die Partner nacheinander und finden letztendlich erneut zusammen. Dabei ist zu Beginn der Willen groß, die Wünsche des Anderen zu erfüllen, ungeliebte Verhaltensweisen abzulegen und sich der neuen Beziehung wieder voller Energie hinzugeben.

    Es folgt eine erneute Phase von Verliebtsein, Wolke sieben.

    Doch schon bald ist man wieder im alten Muster und man hält es kaum mehr miteinander aus.

    Kommt auch Ihnen dies bekannt vor? 

    Kaum sind die alten Muster wieder an der Oberfläche denkt einer oder beide wieder über Trennung nach, distanziert sich emotional, investiert kaum noch in die Beziehung. Die Trennung scheint der letzte Ausweg.

    Diese Dynamik kann sich sogar verschärfen bzw. an Tempo gewinnen, wenn sie sich bereits öfters wiederholt hat. Man verliert viel schneller den Glauben an die Beziehung, und dass diese funktionieren wird auch wenn es mal schwierig ist miteinander. Man gibt schneller auf…

    Mit der Trennung und dem Verlust der Beziehung steigt aber rasch auch wieder die Sehnsucht und es wird wieder spürbar wie sehr man am Anderen hängt. Also doch Liebe?

    Es fällt schwer sich zu lösen, auf den Anderen zu verzichten und ganz auf sich selber zurückgeworfen zu werden. Man erlebt Trennungsschmerz, Trauer, vielleicht auch das Gefühl von Einsamkeit. Sind diese schmerzhaften Gefühle der Beweis, dass ich den Anderen doch noch liebe?

    In einer On / Off- Beziehung fällt es oft schwer sich ganz auf den Anderen (und seine Schwächen, Anforderungen, ….) einzulassen, es fällt aber genau schwer den Anderen ganz loszulassen.

    Menschen, die in eine On / Off-Beziehung geraten, verlieren oft auch das Vertrauen in die eigenen Gefühle. Kann ich meinen Gefühlen nun wirklich trauen? Was will ich? Was tut mir gut? Jetzt bin ich doch richtig verliebt – oder?

    On / Off -Beziehung – Trennen, Ja oder Nein?

    Haben Sie schon einmal daran gedacht, den Schritt der Trennung auszulassen und die Distanz, welche Sie und Ihren Partner wieder zueinander führen könnte auch innerhalb einer Beziehung zuzulassen?

    Zum Beispiel ein Wochenende allein wegfahren, den Partner zurücklassen und sich selbst näher kommen. Oder ein eigenes Schlafzimmer in der gemeinsamen Wohnung beziehen und nur zu vereinbarten Zeiten gemeinsame Stunden verbringen? Oder …

    In jeder Art von Paarbeziehung erleben beide regelmäßige Zeiten von Annähern und Loslassen. Dies ist ein gesunder Vorgang und darf auch als solcher verstanden werden.

    Vor allem langjährige Partnerschaften basieren auf diesem Prinzip.

    Kann man sich diesem hingeben, kann die Entwicklung der Beziehung auf verschiedenen Ebenen freier erlebt werden. Die Verbundenheit findet nun auf anderen Ebenen statt, aber nicht in jedem Bereich der Partnerschaft gleichzeitig.

    Beziehung bedeutet Geborgenheit und Nähe erleben und andererseits auch individuelle Entwicklung und Freiheit zulassen. Dies in Balance zu halten, ist die Hauptaufgabe für beide Partner.

    on off Beziehung I

    Die Schwierigkeit?

    Das ist der Wille!

    Beide Partner müssen diesem Prinzip zustimmen und gleichermassen bereit sein, an der Beziehung zu arbeiten. Dies bedeutet konkret, auf den Partner einzugehen, seine Wünsche zu beachten und sich dem anderen zu öffnen.

    Wenn Sie schon einiges ausprobiert haben, um Ihre Beziehung in den „On“-Modus zu bringen und da auch zu halten, und es eventuell nicht so funktioniert hat, wie Sie es sich vorgestellt haben, probieren Sie doch die folgenden Schritte aus:

    1. Schritt in einer On / Off-Beziehung: Visionen

    Entwickeln Sie Visionen.

    Frei über seine eigenen Vorstellungen zu sprechen ist dabei unerlässlich. Auf Dauer kann niemand alle Erwartungen des anderen durch bloße Beobachtung erkennen – dies ist keinesfalls Zeichen mangelnder Zuneigung oder gar Liebe. Gespräche sollten stattfinden, in denen beide Partner gleichermaßen zu Wort kommen.

    Idealerweise machen Sie es als Paar regelmässig. Eine gute Möglichkeit wie Sie sich Ihrer eigenen Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche an Ihre Beziehung aber auch an Ihren Partner / Ihre Partnerin bewusst werden und sich dann gegenseitig austauschen, ist im Artikel: Visionen beschrieben.

    on off beziehung II

    2. Schritt in einer On / Off-Beziehung: Unausgesprochene Wünsche und Erwartungen

    Bei jeder partnerschaftlichen Beziehung gibt es einen wichtigen Aspekt: Die persönlichen Erwartungen an die Beziehung bzw. an den anderen.

    Auf der einen Seite sind diese wichtig um die eigenen Wünsche zu erkennen. Auf der anderen Seite bedeuten sie auch unausgesprochene Verhaltensvorschriften für den anderen und können Druck im partnerschaftlichen Umgang verursachen.

    Dieser Druck ist Liebestöter und beraubt zum einen unsere Unvoreingenommenheit dem anderen gegenüber, andererseits wird der andere in seinem freien Verhalten eingeschränkt.
    Am gefährlichsten sind unerkannte, unterschwellige Erwartungen, deren die Person sich nicht einmal selbst bewusst ist.

    Im Artikel Sexualität das Tabu Thema in Partnerschaften können Sie nachlesen, was passieren kann, wenn sich Partner ihre Erwartung und Wünsche im Bezug auf die Sexualität gegenseitig erzählen.

    Midlife-crisis

    Wichtig ist:

    Normvorstellungen mögen gelten, jedoch niemals für Ihre Beziehung. Alles was zwischen Ihrem Partner und Ihnen vorgeht, richtet sich nach Regeln, die allein Sie beide für sich aufgestellt haben. Machen Sie sich Ihre eigenen Erwartungen klar, begründen Sie diese, überprüfen Sie sie auf Notwendigkeit und seien Sie kritisch mit sich selbst.

    Je weniger Forderungen Sie an Ihren Partner stellen, desto freier kann er sich äußern.

    3. Schritt aus einer On / Off- Beziehung: Erhöhen Sie die emotionale Bindung.

    on off Beziehung

    Vor allem in Beziehungen, die intensive Phasen der Annäherung und Distanz erleben, wie in einer „On / Off- Beziehung“, ist häufig einer der Partner emotional gebundener als der andere.

    Ungleiche Zuneigung kann ein Grund für diese Wechselbäder der Gefühle sein, muss aber nicht. Ungleichheit in Verhalten, Vorstellung, Erwartungshaltung – die Gründe für den Abstand zwischen beiden Partner sind vielfältig, zielen aber oft in die gleiche Richtung:

    Unterschiedliche emotionale Bindung, die eine wesentliche Ursache vieler Beziehungsprobleme zwischen den Partnern darstellt.

    Beziehungskonflikte treten vor allem auf, wenn die Partner ihre Verbundenheit zueinander nicht mehr spüren.

    (Sue Johnson)

    Susan M. Johnson (2009) ist Begründerin der „Emotions-fokussierten Paartherapie“ (EFT), die auch hierzulande immer bekannter wird.

    Der Ansatz von Susan M. Johnson basiert auf der Grundlage der Bindungstheorie des britischen Psychiaters John Bowlby (1907-1990). Bowlby ging davon aus, dass eine sichere Bindung zwischen Mutter und Kind ausschlaggebend ist für eine gesunde emotionale Entwicklung von Kindern.

    Bei Kindern ist es mittlerweile für uns selbstverständlich, dass sie Aufmerksamkeit, Trost und Schutz von ihren Eltern brauchen.

    Bei Erwachsenen wird starke Abhängigkeit vom Anderen eher als unreif, kindlich oder klammernd abgewertet. Doch Erwachsene sind an ihre Partner genauso gebunden und auch abhängig von ihnen.

    Beziehungen zwischen Erwachsenen sind im Gegensatz zu Eltern-Kind-Beziehungen gleichwertiger, aber die Art des emotionalen Bandes ist dasselbe.

    Kinder, die sicher an ihre Eltern gebunden sind, können sich frei entwickeln und die Welt erforschen . Auch hier findet sich eine vergleichbare Dynamik auf der Paarebene:

    Je sicherer die Partner ihrer gegenseitiger Verbundenheit sind, umso freier können sie sich entwickeln. Es braucht also eine Balance zwischen Verbundenheit und Freiheit!

    on off beziehung I

    Zu enge Bindungen und Beziehungen sind erstickend, zu grosse Ungebundenheit und Unverbindlichkeit sind fragil. Beide Formen sind beängstigend für mindestens einen der Partner und sehr anfällig für Beziehungskonflikte!

    Nach John Gotmann (2014), Paarforscher aus Seattle hat eine Bindungsunsicherheit Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit. Die Wahrscheinlichkeit, an Herz- Kreislauferkrankungen zu erkranken, ist bei Paaren mit einer sicheren emotionalen Bindung deutlich tiefer als bei Menschen in einer unsicheren Paarbeziehung.

    Der wichtigste Punkt ist, dass Sie und Ihr Partner verstehen, dass Sie emotional verbunden und abhängig voneinander sind, und dass Sie sich nicht mehr geborgen fühlen, wenn Sie die innere Bindung bzw. Verbundenheit zum Partner verlieren.

    Und bitte verwechseln Sie nicht innere Verbundenheit und äußere Bindung.

    Sie können äußerlich an jemanden gekettet sein und innerlich weit von dieser Person entfernt oder umgekehrt über hunderte von Kilometern von einer Person entfernt, sich innerlich dieser Person aber sehr nahe und verbunden fühlen.

    Mehr Qualität bitte

    Je mehr höher die Qualität der Paarzeit in der Beziehung ist, umso mehr verbunden fühlen sich die Partner. Es gibt einige Grundlegende Schritte, die eine emotionale Bindung zwischen den Partnern stärken. Einer der Hauptfaktoren ist die Qualität der Paarzeit die Partner miteinander verbringen.

    Bei der Auseinandersetzung mit der eigenen emotionalen Bindung, aber auch der des Partners / der Partnerin ist eines wichtig: Offenheit!

    Vielen hat es geholfen, die eigene Sicht auf das aktuelle Beziehungsdilemma vor dem Partner schonungslos, möglichst präzise und ehrlich in Worte zu fassen. Sprechen Sie dabei stets von Empfindungen und gehen Sie von Ihren Gefühlen aus – Vorwürfe sind kontraproduktiv.

    Ihre
    Sara und Peter Michalik


    PS:

    Es gibt auch im Internet einige gute Anbieter, die sich auf  On/Off Beziehungen und Auflösung von Bindungsangst spezialisier haben. Den hier können wir empfehlen

    Im kostenfreien Webinar (Online-Seminar) von Ingo Steinbock erfahren Sie, welche Möglichkeiten es für Sie gibt, um Ihre Bindungsangst bzw. Beziehungsangst zu überwinden.  Hier geht es zum Webinar

    Eifersucht

    PPS:

    Hier noch ein besonderer Lesetipp:

    Stefanie Stahl gilt im deutschsprachigen Raum als Expertin zum Thema „Bindungsangst“. Ihr Buch „Jein – Bindungsängste erkennen und bewältigen“ befindet sich in der 12. Auflage und ist in mehrere Sprachen übersetzt worden. Das Buch ist empfehlenswert gleichermaßen für Fachleute wie für Laien.


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    Weiblich geführte Beziehung

    Weiblich geführte Beziehung – Ist nicht so wie ich es mir dachte!

    Weiblich geführte Beziehung - Ist nicht so wie ich es mir dachte!

    Neulich wurde ich gefragt, was eine weiblich geführte Beziehung ist. Ich habe aus meinem Verständnis heraus geantwortet und bin dann sehr schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen. Doch die Frage, was eine weiblich geführte Beziehung ist, liess mich nicht mehr los.

    Aber eins nach dem andern.

    Zuerst der allgemeine Begriff „Weiblich geführte Beziehung“ wie er meistens verstanden und erklärt wird. Meine Definition kommt etwas später.

    Was ist eine weiblich geführte Beziehung?

    Für manche Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen, ist die weiblich geführte Beziehung (englisch Female Led Relationship oder Femdom) ganz einfach eine Beziehung, in der die Frau „die Hosen an hat“, also bestimmt, wo es lang geht. Ganz gleich, ob es um Kindererziehung, die Familien-Finanzen, den Wohnort, das Urlaubsziel oder um Sex geht, „sie“ bestimmt und er genießt das.

    Wenn man es so betrachtet, dann gibt es wahrscheinlich viele weiblich geführte Beziehungen, und es hat sie auch früher schon gegeben als noch niemand den Begriff kannte. Nur war es früher alles andere als männlich, sich von seiner Partnerin führen zu lassen, und so mussten die dominanten Frauen in der Öffentlichkeit immer eine Rolle spielen, die sie in der Beziehung gar nicht wirklich hatten.

    Wahrscheinlich aber ist eine weiblich geführte Beziehung viel mehr als die Umkehr des Rollenbildes in der Beziehung zwischen Mann und Frau. Sie ist auch viel abgestufter. Frauen, die in einer Paarbeziehung führen, sind nicht automatisch die Peitsche schwingende „Herrinnen“ und Männer, die sich freiwillig führen lassen keine „Sklaven“, obwohl auch das natürlich vorkommt.

    Welche Stufen der weiblich geführten Beziehung gibt es?

    Stufe 1

    In dieser Stufe denkt die Frau gar nicht über eine solche Form der Beziehung nach, sie versucht nur ansatzweise ihn ohne ausgesprochene Anweisungen in die von ihr gewünschte Richtung zu lenken. Sie lässt ihn zum Beispiel Haushaltsarbeiten erledigen, wenn er das will, und er darf sie auch ein wenig verwöhnen.

     Stufe 2

    Hier hat die Frau schon von FLR gehört oder gelesen. Sie gibt jetzt offensiver den Ton an, gibt dem Mann bewusst Aufgaben und nimmt die Verwöhnungen als selbstverständlich an.

     Stufe 3

    Ist eigentlich die offizielle FLR und sie entspricht im Grunde tatsächlich dem umgekehrten Rollenbild. Total weiblich geführte Beziehungen werden von Frauen mit Fantasie und gleichzeitig Kontrollbedürfnis ganz bewusst geführt. Sie wissen wie sie den Partner führen, beglücken oder auch bestrafen können. Der Mann ist unterwürfig und muss die Frau in allen Belangen verwöhnen. Aber umgedreht verwöhnt sie ihn natürlich auch, weil es sich ja um eine Liebesbeziehung handelt und nicht um ein SM-Rollenspiel.

    Trotzdem hat die Frau die Führung in einigen oder allen Bereichen übernommen, die Fachleute als die 5 Food Groups bezeichnen. Das sind: Die Lebensplanung, die Finanzen, der Haushalt, die Freizeitgestaltung und das Sexualleben als Paar. 

    Der Sex in der weiblich geführten Beziehung

    Natürlich eignet sich nicht jede Frau zur „Domina“ und lässt sich die Stiefel lecken oder schwingt die Peitsche und deshalb werden das die meisten Frauen auch in weiblich geführten Beziehungen nicht tun. Aber sie werden bestimmen, ob Sex oder kein Sex, wo, wie, wie oft und wie lange und auch das ist letztlich etwas, was viele Frauen tun auch wenn sie den Begriff dafür noch nicht kennen.

    Ist die weiblich geführte Beziehung Top oder Flop?

    Das kann man nicht generell beantworten, denn es kommt auf beide Partner an, wie sie eine solche Beziehung empfinden. Fest steht nur: Abnormal ist dieses Beziehungsmodell keinesfalls.

    Es funktioniert sogar sehr gut, wenn der Mann keine Führungspersönlichkeit ist oder Führung nur im Beruf aber nicht im Privatleben übernehmen will. Andererseits gibt es aber auch viele Frauen, die sich „an die starke Schulter des Mannes“ anlehnen und ihn alle Entscheidungen überlassen wollen. Für die wäre die FLR kein Erfolgsmodell.

    Eigentlich geht es doch vor allem darum, in einer Partnerschaft die wichtigen Themen offen zu diskutieren, die Beweggründe und Wünsche des Partners/der Partnerin zu erkennen und zu erfüllen, ohne dabei die eigenen Bedürfnisse ständig zu unterdrücken.

    Soweit die Erklärung wie der Begriff „weiblich geführte Beziehungen“ im heutigen Fachverständnis lautet.

    Hier ist meine Antwort auf die Frage, was eine weiblich geführte Beziehung ist:

     Unter einer weiblich geführten Beziehung verstehe ich eine Beziehung, die auf weiblichen Attribute basiert: Intuition, Weisheit, Weichheit, Sensibilität, Verletzlichkeit, Fürsorge und Liebe.

     Die Vorstellung einer Beziehung, die von beiden Partnern so geführt wird, fühlt sich für mich einfach gut an. Als Paar- und Eheberater versuche ich seit Jahren den Paaren, die zu mir in die Praxis kommen, ein Bild von einer Beziehung zu vermitteln, die diese Attribute enthält.

     Alle diese Attribute sind für mich ein Inbegriff von „Fühlen“. Und genau das ist es, was wir in unserer Zeit zu wenig tun. Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. Dabei ist das Gefühl, das wir durch unseren Körper wahrnehmen können, meiner Meinung nach der einzige wahre Zugang zu unserem Selbst, zu unserem Herzen und somit zu der Liebe.

    Emotionen bestimmen unser Handeln, vor allem dann, wenn wir von Emotionen berührt werden und die Ratio nicht mehr im Griff haben. Es ist nicht in erster Linie unser Verstand der uns aggressiv oder liebevoll auf eine Frage oder Bemerkung antworten lässt. Es sind die Gefühle, die durch die Frage oder den Fragenden ausgelöst wurden. 

    Bei einer Weiterbildung, die ich besucht habe, hat der Dozierende es sehr treffend zusammengefasst:

    Das was in unserem Leben wirklich zählt und bedeutsam ist, passiert meistens Hals abwärts, also nicht in unserem Verstand.

    Darum ist eine weiblich geführte Beziehung nach meinem Verständnis nicht ein umgekehrtes Patriarchat bzw. Matriarchat. Sie basiert nicht auf Machtverhältnissen und Ordnung, sie basiert auf einer gleichwürdig geführten Beziehung zwischen zwei Menschen, die über ihre Gefühle nachdenken und diese offenlegen können. Damit ergibt sich auch automatisch, dass mal der eine, dann der andere Partner dominanter ist und die Führung für eine bestimmte Situation oder Zeitspanne übernimmt.

    Ein Paar dass Intuition, Weisheit, Weichheit, Sensibilität, Verletzlichkeit, Fürsorge und Liebe in der Beziehung aufleben lässt, ist auf dem besten Weg ein glückliches Paar zu werden. Das genau ist mein Verständnis von einer weiblich geführten Beziehung.

    Ihre
    Sara und Peter Michalik


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    Zuneigung zeigen

    Zuneigung zeigen: Diese zwei Faktoren entscheiden darüber, ob Ihre Beziehung hält oder fällt.

    Zuneigung zeigen: Diese zwei Faktoren entscheiden darüber, ob Ihre Beziehung hält oder fällt.

    Zuneigung zeigen, ist wohl der am meisten unterschätzte und gleichzeitig einer der wichtigsten Faktoren in einer Beziehung.

    Wer Zuneigung zeigen kann, liebt sozusagen doppelt. Und trotzdem kann es passieren, dass wir eine Person lieben, aber nicht wissen, wie wir es ihr zeigen können.

    Im Artikel erfahren Sie, warum das: Zuneigung zeigen so wichtig ist und mit welchen Strategien dies andere Paare im Alltag erfolgreich tun.

    Überraschender weise ist es relativ einfach einem geliebten Menschen die Liebe durch Zuneigung zu zeigen, es braucht nur ein wenig Übung.

    Zuneigung zeigen ist nicht so schwer.

    Aber lesen Sie zuerst, warum Zuneigung zeigen so wichtig ist.

    Es ist so

    John Gottmans hat in seinen Forschungen über gesunde Ehen festgestellt, dass Kritik und Verachtung zwei seiner vier Hauptfaktoren bei der Vorhersage einer Scheidung sind.

    Gottman nennt diese Faktoren „Die vier apokalyptischen Reiter“ und bezeichnet sie als Kommunikationssünden, die eine  Beziehung dauerhaft ruinieren können (vgl. Wikipedia.)

    Eine gute Möglichkeiten Kritik und Verachtung in der Beziehung zu bekämpfen, ist nach Gottman:

    Zuneigung zeigen und Bewunderung füreinander fördern.

    Das Ergebnis ist, mehr Wertschätzung und Respekt in der Beziehung.

    Dies erachtet er als so wichtig, dass er es als Prinzip Nr. 2 in seinem Buch Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe aufführt. Zuneigung  zeigen und Bewunderung sind zwei der wichtigsten Elemente für eine lange und romantische Beziehung.*

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    Wenn das Gefühl von Wertschätzung und Respekt komplett aus einer Ehe verschwindet, kann die Beziehung nur schwer wiederbelebt werden.

    Aber hier ist der Clou:

    Auch bei glücklich verheirateten Paaren können die persönlichen Mängel des Partners einem manchmal in den Wahnsinn treiben.

    Wer kennt das nicht?

    Doch die Paare, die von sich behaupten eine glückliche Beziehung zu führen, schenken Ihrem Partner auch in einer solchen Situation das Gefühl von Wertschätzung und Respekt.

    Diese Paare nutzen dazu drei verschiedene Strategien.

    Drei einfache Strategien für mehr Respekt und Wertschätzung in der Beziehung

    1. Erinnern Sie sich zusammen an den Anfang Ihrer Beziehung.

    Erzählen Sie sich über die ersten Tage und Wochen Ihrer Beziehung.

    • Wie haben Sie sich verliebt?
    • In was haben Sie sich verliebt?
    • Was hat Sie bewegt, gefreut und berührt?
    • Was haben Sie gemeinsam unternommen?
    • Welche Orte haben Sie aufgesucht? Was haben Sie da gemacht?

    Sprechen Sie sich immer wieder darüber.
    Frischen Sie gegenseitig Ihren Erinnerungsschatz auf.
    Tun Sie es so oft und so ausführlich wie möglich.

    Dr. Gottman hat in seiner Studie herausgefunden, dass Paare die es schaffen, sich an ihre Liebesgeschichte positiv zu erinnern, eine 94-prozentige Wahrscheinlich haben, auch in Zukunft eine glückliche Beziehung zu führen.

    Nach Gottman, können Paare durch die Fokussierung auf Ihre Vergangenheit, positive Gefühle entfachen.

    Wenn Sie sich dazu entschließen , über Ihre Lieblingserinnerungen und -erfahrungen in Ihrer Beziehung nachzudenken und diese sogar mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin zu teilen, wird Ihre Liebe wachsen.

    In unserem Buch: Schatz, wir müssen reden! Finden Sie Fragen die Ihnen helfen, über Ihre Lieblingserinnerungen und -erfahrungen nicht nur nachzudenken, sondern auch darüber zu reden. 

    Schatz wir müssen reden

    2. Reden Sie positiv und Sie werden positiv denken.

    Unser Gehirn ist einerseits ein unglaublich faszinierendes und leistungsfähiges, aber manchmal auch ein kompliziertes Organ.

    Wenn wir über etwas frustriert sind, tendiert unser Gehirn dazu, in unseren Gedanken eine ganze Liste von negativen Gedanken aufzubauen.

    Und auch wenn wir diese Gedanken nie aussprechen werden, beginnt unser Gehirn einen negativen inneren Dialog zu führen.

    Unsere Gedanken bleiben dabei oft im Negativen haften. Welchen evolutionären Sinn diese Funktion hat, ist nicht wirklich bekannt.

    Hier ist der Trick:

    Es funktioniert auch anders herum!

    Wenn wir uns auf die guten und positiven Dinge fokussieren, richten wir unsere Gedanken auf diese Dinge aus.
    Der innere Dialog entwickelt sich in eine positive Richtung.

    Wichtig: Denken Sie auch nicht darüber nach, wie es NICHT sein sollte, sondern fokussieren Sie auf das Positive und malen Sie sich aus, wie Sie es gerne haben möchten.

    Sie können sich schwer vorstellen, welche unglaubliche Kraft die positiven Gedanken haben?

    Dann stellen Sie sich doch bitte mal KEINEN rosaroten Elefanten vor!

    Wenn Sie es schaffen, auch in Situationen die Sie irritieren, in diesen positiven Modus zu bleiben, oder sogar eine positive Art und Weise finden, mit Ihrem Partner zu kommunizieren, wird es grosse Auswirkungen auf die Qualität Ihrer Beziehung haben.

    Das ist natürlich in Situationen die sehr emotional sind nicht immer so einfach. Die Emotionen sind immer schneller als Gednaken. Wenn Sie erfahren möchten wie Sie es im Alltag trotzdem schaffen können, ruhing und gelassen zu bleiben, dann holen Sie sich alle Informationen über unseren Onlin-Kurs, der Ihnen Schritt für Schritt zeigt was zu tun ist.  Zu den Informationen. Das funktioniert auch dann, wenn der Partner noch nicht bereit ist.

    Ohne Wertschätzung und Respekt hat eine Beziehung nicht den Hauch einer Chance. John Gottman

    Wie ist das gemeint?

    Nun, Sie können beispielsweise dabei bleiben was Sie gerade am Partner stört – also z.B.

    Ist die Wäsche schon wieder nicht weggeräumt!
    Wie sieht die Küche wieder aus!
    Wann machst du endlich wieder den Garten?
    Das Bad steht wieder unter Wasser, kannst du nicht aufpassen?

    Sie und ich wissen, dass es nicht funktioniert, aber wenn Sie erfahren möchten welche Möglichkeiten es tatsächlich gibt, um auch in solchen Situationen Zuneigung zu zeigen, dann klicken Sie hier.

    Wenn Sie dann mit einer wertschätzenden Haltung mitteilen, wie dankbar Sie sind, dass bereits so viel erledigt wurde, finden Sie sicher auch einen neuen Weg das mitzuteilen, dass es Sie stört, das die Schmutzwäsche am Boden liegt…

    3. Was belohnt wird, wird wiederholt.

    Der Satz „Was belohnt wird, wird wiederholt“ wird oft im Zusammenhang mit Erziehung oder Mitarbeiterführung verwendet.

    Doch eigentlich ist klar:

    Seine Wirkung ist auch in Paar-Beziehungen nicht zu unterschätzten!

    Kritik ist einfach nicht motivierend.

    „Du gehst niemals mit mir aus!“

    Mit einem solchen Satz Ihren Partner / Ihrer Partnerin zu motivieren ein Date mit Ihnen zu vereinbaren, ist eher unwahrscheinlich.

    „Ich liebe es Zeit mit dir allein, ohne Kinder zu verbringen. Wann können wir wieder einmal ausgehen?“

    Klingt doch ganz anders.

    Hier bin ich ziemlich sicher, dass dieser Satz in den nächsten Tagen zu einer Verabredung führen wird.
    Es lohnt sich die eigenen Bedürfnisse auf diese (positive) Weise zu kommunizieren.

    Probieren Sie es aus!

    (Im Artikel: „Streiten gehört dazu! – Doch wenn es laut wird, sollten Sie das hier lesen.“ finden Sie einiges das Ihnen hilft positiv zu kommunizieren)

    Wir streiten nur noch

    Die Ergebnisse werden Sie positiv überraschen.

    Eine weitere Möglichkeit wie Sie Zuneigung zeigen können

    Achten Sie bewusst auf die Dinge, die Ihr Partner tut und die Ihnen gut tun. Spielen Sie ein wenig Detektiv und wenn Sie etwas gefunden haben, bestätigen Sie es sofort.

    Wie das geht?

    Sagen Sie es einfach.

    Sagen Sie was Ihnen gut tut und sagen Sie es immer wider.

    Küssen oder umarmen Sie sich dann.

    Finden Sie neue kreative Wege, das was Ihnen gut tut positiv zu verstärken.

    Und geniessen Sie was dann passiert.

    Bewundern Sie Ihrem Partner für das was er oder sie tut.

    Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade bei der über 60 Blogger über ihre Erfahrungen mit ihrer Polarität des Männlich-Weiblichen geschrieben haben. Lies mal in die anderen Artikel rein … es lohnt sich:

    Eine glückliche Beziehung ist keine Glückssache

    Sara & Peter Michalik


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    Sich selbst lieben lernen

    Sich selbst lieben lernen ist die Grundlage einer jeden Liebesbeziehung

    Sich selbst lieben lernen ist die Grundlage einer jeden Liebesbeziehung

    Es gibt viele Faktoren die eine Liebesbeziehung und das Glück in der Beziehung positiv beeinflussen können: Ähnliche Interessen, wertschätzende Kommunikationsstile, Kompromissbereitschaft, gemeinsame Zeit, Zärtlichkeit und Sexualität, Solidarität, …

    Einer der Hauptfaktoren ist aber die Selbstliebe. Das sich selbst lieben lernen, ist  ein Thema das bei Beziehungsfragen oft zu wenig Beachtung bekommt.

    Zu Unrecht, denn die Selbstliebe ist die Grundlage dafür einem anderen Menschen tiefe Liebe zu schenken und diesen Menschen mit seiner Einzigartigkeit anzuerkennen. Und sich selbst lieben lernen ist möglich!

    Warum die Selbstliebe schwierig ist

    Zu sagen „Ich liebe mich so wie ich bin!“ ist schwierig, denn das bedeutet, sich selber sehr gut zu kennen und sich so anzunehmen – mit allen Fehlern und Schattenseiten – wie man ist.

    Dies ist gerade in unserer Gesellschaft, in der wir scheinbar alles kaufen können (auch die Liebe?) und viel Wert auf Äusserlichkeiten legen, gar nicht so einfach.

    Die Medienwelt zeigt uns vor wie wir sein sollten: Auf ein perfektes äusseres Bild bedacht und einem unerreichbaren Idealbild entsprechend.

    Für die Vielfalt der Einzigartigkeit gibt es kaum einen Platz.

    Oft wir die Selbstliebe sogar mit Narzissmus (Wikipedia) verwechselt und gilt als verpönt oder egoistisch. Im Artikel Ich liebe mich so wie ich bin beschreibe ich, dass es vielen Menschen leichter fällt kritische oder negative Dinge über sich selber zu sagen oder denken als positive.

    Beziehung

    Wie Selbstliebe wächst

    Menschen bzw. Kinder, die erleben dürfen, dass man sie so liebt, wie sie sind, erfahren, dass sie ein Recht auf Einzigartigkeit haben, dass sie Fehler haben dürfen, dass sie ausprobieren können, was zu ihnen passt.

    Sie erfahren,  dass sie so angenommen werden wie sie sind. Wer diese bedingungslose Wertschätzung erfährt, ist nicht nur fähig sich selber anzunehmen, sondern begegnet mit dieser Haltung auch anderen Menschen.

    … und verkümmert

    Menschen bzw. Kinder, die bei ihren Eltern oder durch den Schuldruck oder die Beeinflussung der Medein erleben, dass sie ständig mit hohen Erwartungen konfrontiert sind, wie sie sein sollten, was sie alles können müssten usw., können ihr „wahres Ich“ (Winnicott) kaum entwickeln.

    Sie entwickeln eine Identität, die sich nach den Erwartungen der anderen richtet und können unter Umständen trotzdem nie genügen.

    So kann man nicht erfahren, wer man wirklich ist.

    Das Selbstgefühl (das Wissen und Erleben, wer man ist) leidet, denn es kommt zu einem konstanten Empfinden von Unsicherheit und Selbstkritik.

    Durch die Ablehnung von Aussen (z.B. durch die Eltern) werden eigene Anteile abgelehnt und verleugnet. Dies führt zu einem inneren Konflikt.

    Unzufriedenheit, Verbitterung und vollständige Ablehnung von sich selber können die Folge sein.

    Welche Auswirkungen das haben kann, wird im folgendem sehr eindrücklichem Video deutlich.

    Projekt „embrace“

    Oft drückt sich dies dann auch in der Partnerschaft aus: Man ist mit dem Partner nie wirklich zufrieden, hat ebenfalls hohe Erwartungen an ihn, ist stark eifersüchtig oder streitsüchtig.

    Die gute Botschaft: Sich selbst lieben, kann man lernen

    Es ist unbeschreiblich wertvoll, wenn man Eltern oder andere relevante Bezungspersonen hat(te) die einem bedingungslose Liebe und Wertschätzung (Carl Rogers) schenkten.

    Ein ebenso grosses Glück ist es aber, wenn man einen Partner findet, der einem das schenkt, was man bisher evt. noch nie bekommen hat: Bedingungslose Wertschätzung  und Liebe.

    Nun geht es darum, dass zu erkennen und anzunehmen! Das ist aber gar nicht so einfach. Insbesondere dann, wenn man bisher vor allem Misstrauen, Kritik, Druck und Ablehnung erlebte.

    Umso wichtiger ist es, sich auf die Suche nach sich selber zu wagen. Was ist wirklich Meins? Was will ich? Was macht mich frei? Was macht mich glücklich?

    Sich selbst lieben lernen

    Im Artikel Gib deinem Partner die Chance DICH zu lieben wird beschrieben, dass etwas vom Schwierigsten in einer Beziehung sein kann, dem Partner oder der Partnerin die Möglichkeit zu geben, einen so zu lieben, wie man wirklich ist.

    Eifersucht III

    Dieser Weg ist schwierig und kann Angst machen. Aber er lohnt sich!

    In unserem Gastartikel auf ZeitzuLeben haben wir über die Angst vor Veränderunggeschrieben. Diese Angst sitzt bei uns allen tief, es gibt aber Auswege!

    Der erste Schritt

    Ein erster Schritt in Richtung sich selbst lieben lernen ist die Selbst-Akzeptanz.

    Das heisst die Akzeptanz, dass ich nicht alle Erwartungen erfüllen kann und dass ich Fehler habe.

    Die Akzeptanz, dass keine Liebesbeziehung perfekt ist, und es in jeder glücklichen Beziehung schmerzhafte Phasen und Krisen gibt.

    Es geht hier um Wahrnehmung und Annehmen von sich selber – mit allen Facetten.

    Lieben heisst vor allem sich selber lieben!

    • Seien Sie mutig: Entdecken und zeigen Sie sich mit all Ihren (auch den weniger schönen) Facetten. Nur so erleben Sie, dass es möglich ist, geliebt zu werden wie man ist.
    • Achten Sie auf Ihre Erwartungshaltungen sich und Ihrem Partner / Ihrer Partnerin gegenüber. Woher kommen diese Erwartungen? Was ist wirklich wichtig?
    • Seien Sie tolerant und gelassen. Sie werden spüren, wie sich dadurch eine Zufriedenheit ausbreiten kann.
    • Schenken Sie sich selber und Ihrem Partner / Ihrer Partnerin Wertschätzung für das wie er / sie ist.
    • Konzentrieren Sie sich auf das Positive in Ihrem Leben. Fokussieren Sie nicht auf die Fehler und Schwächen von sich und anderen Menschen, sondern nehmen Sie diese an und lenken dann Ihre Aufmerksamkeit auf das Schöne, das was sich gut anfühlt, Freude bereitet, Ihr Herz erwärmt und Ihnen einfach nur gut tut.

    Ihre

    Sara Michalik


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    Midlife-Crisis

    Midlife-Crisis: Das Beste was Ihnen passieren kann – 5 Tipps wie Sie die Chance nutzen können

    Midlife-Crisis: Das Beste was Ihnen passieren kann – 5 Tipps wie Sie die Chance nutzen können

    Wenn von einer Midlife-Crisis gesprochen wird, zielt die Alltagsverwendung des Begriffes vor allem auf das männliche Geschlecht zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr ab.

    Unzufriedenheit mit dem bisherigen beruflichen oder familiären Leben scheinen oft die Ursachen zu sein.

    Der klischeehaften Vorstellung nach suchen sich einige Männer eine jüngere Freundin als „Aussenbeziehung“, fangen an exzessiv Sport zu treiben, trennen sich von der Ehefrau, lassen sie mit zwei Kindern sitzen, kaufen sich einen Sportwagen, gehen in die angesagten Clubs und verbringen dort tanzend die Nächte.

    Soweit das weit verbreitete Klischee.

    Doch eine Frage bleibt:

    • Handeln wirklich Männer und auch Frauen in der Midlife-Crisis nach diesem Muster?
    • Oder läuft es ganz anders ab?

    Eine Beobachtung aus meiner Praxis.

    Wie ist es wirklich?

    Bei der Beobachtung der Paare, die im besagten Alter (35-50 Jahre) in meine Praxis kommen und den Begriff „Midlife-Crisis“ verwenden, ergibt sich folgendes Bild:

    • Es sind Männer wie Frauen, die den Begriff „Midlife-Crisis“ für sich oder den Zustand Ihres Partners / Ihrer Partnerin verwenden.
    • Sie sind seit 10 und mehr Jahren zusammen.
    • Sie haben Kinder, die in der Pubertät sind und in den nächsten Jahren das Haus wahrscheinlich verlassen werden.
    • Die bisherige Beziehung war geprägt durch Bewältigung der Kindererziehung, finanziell über die Runden kommen und evtl. Hausbau.
    • Beide Partner haben oft ihre eigenen Interessen in den Hintergrund gestellt, um die familiären Ziele zu erreichen.
    • Sie haben als Elternpaar sehr gut funktioniert und die elterlichen und beruflichen Aufgaben gut oder sogar sehr gut gemeistert.
    • Sie sind mit der Beziehung seit längerer Zeit unzufrieden und unglücklich.
    • Einer der Partner hat gesagt, entweder wir holen uns jetzt Hilfe oder wir trennen uns.

    Soweit so gut.

    Aber was ist eigentlich passiert?

    Die meisten Paare haben Ihre Verantwortung für die Familie, die sie gegründet haben sehr bewusst wahrgenommen.

    Die neuen Aufgaben als Eltern fordern viele Ressourcen.

    Die Freizeitgestaltung und die soziale Vernetzung werden den Familienbedürfnissen angepasst, für die eigenen Bedürfnisse ist oft kein Platz da.

    Neue soziale Kontakte werden nicht mehr geknüpft, denn die verfügbare Zeit reicht kaum die alten Freundschaften zu pflegen.

    Der Familienalltag, Organisation aller Termine, erhöhte finanzielle Bedürfnisse und berufliche Verpflichtungen tragen dazu bei, dass die Beziehung oft nicht von Leidenschaft, Liebe und Wertschätzung geprägt ist.

    Paare sagen sogar:

    „Wir verstehen uns gut, bewältigen alle Aufgaben, aber als Paar haben wir uns auseinander gelebt.“

    oder

    „Wir sind ein super Team, nur nicht in der Liebe.“

    Viele Paare arrangieren sich und leben wie in einer Wohngemeinschaft oder wie Bruder und Schwester.

    Was über Jahre gut funktioniert hat und scheinbar nicht besser bewältigt werden kann, wird nach dem Wegfall der Aufgabe, für die Kinder zu sorgen, zu einer neuen Herausforderung.

    Dann folgt das Erwachen

    Es ist absehbar, dass die Kinder in den nächsten Jahren nicht mehr die volle Aufmerksamkeit brauchen und eventuell bald auf eigenen Füssen stehen werden.

    Das ist meiner Erfahrung nach der Zeitpunkt an dem einige merken, dass sie die letzten Jahre nur noch in einer (Eltern) Rolle verbracht haben, ihre eigenen Bedürfnisse zurück gesteckt oder ganz geopfert haben.

    Ausgelöst durch weitere Faktoren wie z.B. körperliche Veränderungen kommt es zu einer kritischen Reflexion des bisherigen Lebens.

    Das vorgeschrittene Alter, die eigenen Träume, die nicht gelebt wurden und Unzufriedenheit in der Beziehung.

    Dazu kommt mangelnde Nähe, dadurch wenig bis keine Sexualität und einige andere Faktoren mehr, die dazu beitragen, dass die Frage nach dem:

    „Wer bin ich?“

    und

    „Was ist mit meinem Leben, mit meinen Träumen passiert?“

    gestellt werden.

    Dabei hat doch alles so schön angefangen und war genau so, wie man sich das gewünscht hat:

    Liebe, Leidenschaft, Wertschätzung, Nähe, Zärtlichkeit, …

    ..und dann?

    Ja, die Welt und das Leben haben viel zu bieten.

    Karriere, Haus, Hobbys, Kinder,…

    Wenn man es dann auch noch verpasst, im Laufe der Zeit über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nachzudenken, über diese auch zu sprechen und sich diese gegenseitig zu ermöglichen, wacht man eines Tages auf und versteht die Welt nicht mehr.

    Wo ist das Leben, dass ich mir vorgestellt habe geblieben?

    Wo sind meine Wünsche und Träume hin?

    Wo bin ich?

    Die eigene Sinnkrise wird oft zu einer heftigen Beziehungskrise.

    Die Midlife-Crisis ist da!

    Der Fokus eines Partners wird nun in der Regel nicht mehr auf das funktionierende Familienleben sondern auf das eigene Leben und auf die Qualität der Beziehung gerichtet.

    • Das „Sich-arrangiert-haben“ reicht nicht mehr.
    • Der bewährte Alltag gerät durcheinander.
    • Mann oder Frau fangen an sich zu verändern:
    • Ausgehen, Sport, neue Hobbys, neuer Kleiderstil und Frisur sind oft nur der Anfang.

    Aussehen, Geld, Sex und Genuss werden wichtiger.

    Die Hoffnung das Verpasste nachzuholen ist enorm.

    Ganz nach dem Motto:

    Da war doch früher etwas und es hat sich gut angefühlt. Lassen wir es wieder aufleben.

    Kommentare wie:

    „Mein Mann / meine Frau spinnt und will sich jetzt selbstverwirklichen“

    und

    „Er / sie ist in der Midlife-Crisis!“

    sind die hilflose Reaktion auf das neue Verhalten.

    Die Bemühungen das Verpasste auf diese Art und Weise nachzuholen sind für Aussenstehende teilweise lächerlich.

    Und kaum zu ertragen.

    Sie und ich wissen aber ganz genau, dass es so nicht funktioniert.

    Die Betroffenen (die in der Midlife -Crisis) versuchen es trotzdem. Wie gesagt die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Diese Zeit ist eine enorme Belastungsprobe für die Beziehung.

    Wut, Enttäuschung, Verletzungen, Ohnmacht, Streit und Trennungsgedanken sind an der Tagesordnung.

    Wenn Sie erfahren möchten, welche Möglichkeiten es tatsächlich gibt, diese Krise zu bewältigen und dadurch eine neue Beziehung eine neue Liebe zu entfachen, dann klicken Sie hier.

    Ich glaube die grösste Enttäuschung für die Betroffenen ist es zu merken, dass sie teilweise jahrelang eine Rolle eingenommen haben, die sie sich so nicht vorgestellt haben.

    Auf die Dauer eine Rolle einzunehmen, die nicht die eigene ist, bedeutet das Aufgeben der eigenen Selbstbestimmung.

    Wenn man eine Rolle lange genug gespielt hat, wird es immer schwieriger aus dieser Rolle rauszukommen ohne den Partner / die Partnerin vor den Kopf zu stossen.

    Schwierig wird es auch, wenn die Rolle und das tatsächliche Ich sich anfangen zu vermischen.

    Das ist Irritation pur, für sich selbst und den Partner.

    Die Folge ist oft Unzufriedenheit mit sich selbst und dem Partner.

    Der nächste Schritt in der „Midlife-Crisis“

    Einige Paare trennen sich in dieser Phase der Beziehung.

    Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Paare selber.

    Es ist auch einfacher, oder?
    So muss Mann und Frau nicht wirklich hinschauen und bei sich selber oder an den Umständen etwas verändern.

    Die Party kann weiter gehen. Die Frage ist nur wie lange?

    Viele Paare nehmen aber diese Herausforderung an und stellen sich der Krise. Auch wenn die Initiative in einigen Fällen nur von einem der Partner ausgeht, der die treibende Kraft ist.

    Wichtig ist nur, dass sich das Paar diese CHANCE nicht entgehen lässt. Ich spreche hier bewusst von CHANCE und nicht von Krise.

    Denn die Situation bietet tatsächlich eine Chance sich als Paar aber auch als Individuum wieder zu finden. Und diese Chance kommt nicht so schnell wieder.

    Jetzt übertreibt er, völlig.

    Ich übertreibe nicht!

    Es gibt genau zwei Möglichkeiten. Entweder Sie verpassen die Chance und machen weiter wie bisher, oder Sie nutzen die Chance und schauen hin.

    Mehr gibt es da nicht zu sagen.

    Wichtig ist es, aus den, teilweise vielleicht liebgewordenen Rollen, die Sie mit der Zeit in der Beziehung eingenommen haben, auszubrechen und bewusst viel Energie in sich und in die Paarbeziehung zu investieren.

    Selbstbestimmt statt fremdbestimmt

    Auch wenn es in der „Midlife-Crisis“ sehr chaotisch, emotional und eventuell auch schmerzhaft werden kann, ist es der Mühe wert.

    Die Chance und die Aussicht ein selbstbestimmtes Leben zu führen, stehen sehr gut.

    Nach dem Gewitter ist die Luft wieder klar. Ist eine schöne Metapher dafür.

    Scheuen Sie sich nicht, ob als Paar oder alleine, sich externe, professionelle Hilfe zu holen, die Ihnen hilft, den neuen Weg zu finden.

    Es ist nur eine Krise und somit auch eine Chance sich neu zu entdecken.

    Eine Chance Ihren Partner und Ihre Beziehung neu zu entdecken und aktiv so zu gestalten, dass Glück, Liebe und Wertschätzung die Hauptrolle in Ihrer wertvollen Beziehung spielen.

    Sie können Ihre Zukunft neu modellieren. Ist es nicht grossartig?

    Beobachtungen in unserer Beratungspraxis haben gezeigt, dass es Vorgehensweisen gibt, die glückliche Paare in solchen Situationen gezielt anwenden.

    Wenn auch Sie eine Lösung haben möchten die wirklich funktioniert, dann schauen Sie mal hier vorbei.

    „Midlife-Crisis“ – Meine 5 Tipps für Sie:

    1.

    Werten Sie die kritisch, selbstreflexive Phase Ihres Partners / Ihrer Partnerin nicht ab sondern stellen Sie sich aktiv dieser Auseinandersetzung.

    Je mehr Sie dies vermeiden möchten umso grösser ist die Gefahr, dass Sie sich als Paar distanzieren.

    Je mehr Bereitschaft Sie zeigen, Ihrem Partner zuzuhören und zu erfahren, welche Fragen sich stellen und welche Bedürfnisse aufkommen umso mehr können Sie gegenseitiges Verständnis entwickeln und zusammen einen neuen Weg gehen.

    (8 Tipps für eine attraktive Partnerschaft)

    Unglücklich in der Beziehung II

    2.

    Achten Sie darauf, dass der Fokus nicht nur auf dem vermeintlich Negativen liegt sondern sprechen Sie auch darüber, was Sie alles gut gemeistert haben und was Sie verbindet.

    Der Artikel: Fragen zum Kennenlerenen – wie gut kennen Sie Ihren Partner, kann Sie dabei unterstützen.

    Midlife-crisis

    3.

    Begleiten Sie sich gegenseitig in dieser kritischen Lebenssituation. Nehmen Sie die möglichen Ängste (vor dem Alter, vor Verlusten,…) des Partners ernst.

    4.

    Unternehmen Sie gemeinsam so viel Zeit wie möglich.

    Leben Sie das Leben aktiv und bewusst. Seien Sie auch offen gegenüber neuen Freizeitbeschäftigungen oder sexuellen Erfahrungen.

    Sie sind nur so alt wie Sie sich fühlen!

    Midlife-crisis

    5.

    Lassen Sie dem Partner auch Freiraum.

    Machen Sie dem Partner deutlich, dass Sie ihm vertrauen und Verständnis dafür haben, dass es individuelle Bedürfnisse (z.B. für Freizeitbeschäftigungen, Weiterbildungen,…) gibt.

    Sichern Sie sich aber gegenseitig zu, dass Sie immer miteinander im Gespräch bleiben und über wichtige Entwicklungsschritte austauschen.

    Ein wichtiger Punkt ist: Das sich selbst lieben, wieder zu lernen.

    Wie das geht steht in diesem Artikel. Sich selbst lieben lernen ist die Grundlage einer jeden Liebesbeziehung

    Beziehung

    Ihre
    Sara und Peter Michalik


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    Zuhören

    Zuhören: Wenn der Körper was anderes sagt als die Worte

    Zuhören: Wenn der Körper was anderes sagt als die Worte

    Kennen Sie das? Jemand erzählt Ihnen etwas oder berichtet von seinem Befinden und Sie haben beim Zuhören das Gefühl irgendetwas ist seltsam oder stimmt nicht. Sie können aber nicht sagen was es ist. Es ist diffus, nicht greifbar und doch nehmen wir es wahr.

    Beim bewussten Hinsehen lässt sich feststellen, dass das Zusammenspiel zwischen Worte und Körper nicht stimmig ist. Dadurch wirkt das Gesagte nicht glaubwürdig. Warum ist das so? Warum sprechen der Körper und die Worte manchmal eine andere Sprache?

    Welche Auswirkungen kann das auf Ihre Beziehung zum Erzählenden haben? Hier einige Antworten. 

    Mehr als nur Worte!

    Wie gesagt, das alles läuft in der Regel unbewusst ab. Sie als Zuhörer merken nur, dass etwas nicht stimmig ist. Eventuell haben Sie Schwierigkeiten dem Gesagten zu folgen und wundern sich warum. Sie hören die Worte, die etwas sagen und konzentrieren sich auf deren verbalen Inhalt.

    Gleichzeitig nehmen Sie (zumeist) unbewusst Körpersignale wahr. Wobei es sich manchmal nur um Nuancen bei der Körpersprache handelt: Nur eine kleine Zuckung um den Mund, ein Stirnrunzeln an der falschen Stelle, ein Wegdrehen im falschen Moment,…

    Obwohl diese Signale sehr fein sind und auch nur sehr kurz ablaufen, verraten sie oft mehr als all die Worte. Die Psychologie beweist: Körpersignale lassen sich sehr schlecht verstecken. Oder anders gesagt: Die Körpersprache lügt nicht!

    Wenn der Körper etwas anderes ausdrückt als der Wortinhalt, löst das beim „Zuhörer“ ein diffuses Gefühl von Verwirrung aus. Zumeist nehmen wir dies gar nicht bewusst wahr. Oft reagieren wir aber (auch unbewusst) auf diesen verwirrenden Umstand. Es kann zu Missverständnissen, zu Kommunikationsstörungen kommen.

    Ein Beispiel, das alle kennen

    Jemand erzählt Ihnen eine Geschichte aus der Ausbildungszeit. Die Person wurde in der Ausbildung von einem bestimmten Ausbilder immer wieder ungerecht behandelt. Sie hören zu und denken sich: „Wie ist das möglich, dass du dich nicht gewehrt hast?“

    Die Person erzählt weiter, das Szenario wird immer dramatischer. Doch die erzählende Person lächelt immer wieder während des Erzählens. Sie lacht nicht richtig, aber irgendwie doch.Das Ganze ist irgendwie irritierend. Sie denken unwillkürlich: Es wird wohl doch nicht so schlimm gewesen sein, wenn er noch lächelt. Oder vielleicht auch: Will er mich auf den Arm nehmen?

    Gründe warum der Körper eine andere Sprache spricht

    Es kann mehrere Gründe haben, dass der Körper etwas anderes sagt als die Worte.

    Der einfachste ist, jemand möchte etwas verbergen. Vielleicht lügt mich das Gegenüber aus Höflichkeit an. Ein typisches Beispiel dazu: Jemand sagt „Ich freue mich dich zu sehen“ und verschränkt dabei die Arme vor dem Oberkörper und hält Distanz.

    Vielleicht will das Gegenüber aber auch einfach seine Gefühle nicht preisgeben. Sagt es gehe ihm gut und merkt nicht, wie seine Mimik und Körperhaltung was ganz anderes ausdrückt.

    Ein anderer Grund kann eine falsche Selbstwahrnehmung sein: Ich nehme meine Gefühle nicht ernst, erzähle im Grunde das Gegenteil der Gefühle und belüge mich auf diese Weise selber.

    Menschen versuchen immer wieder auf diese Art unangenehme Gefühle (Wut, Angst, Trauer) zu verdrängen. „Schönreden“ könnte man das Umgangssprachlich nennen. Manchen gelingt es wirklich erstaunlich gut, sich selber zu belügen. – Manche Menschen belügen sich dabei selber besser als das Gegenüber, denn dieser kann die Emotionen teilweise der Körpersprache richtig ablesen.

    Es können aber auch Schutzmechanismen sein, um schmerzvolle Erlebnisse nicht wahrzunehmen oder zu verdrängen (in der Fachsprache sprechen wir hier auch von Abwehrmechanismen).

    Wie geht es dem Zuhörer?

    Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, aber mich irritiert eine solche Situation. Mal mehr, mal weniger, je nachdem wie stark sich die Botschaften zwischen Wort und Körper widersprechen. Es ist eine Verunsicherung und Ungewissheit, die sich da breit machen. Fragen tauchen auf: 

    • Lügt mich mein Gesprächspartner / meine Gesprächspartnerin an?
    • Warum sagt er / sie mir nicht was los ist? Warum ist er / sie nicht ehrlich zu mir?
    • Was wird mir verheimlicht?
    • Hat mein Partner / meine Partnerin kein Vertrauen zu mir? 

    Auswirkungen

    Wenn sich diese Unsicherheit nicht auflösen lässt, kommen beim Zuhörer nicht nur Unsicherheit sondern auch Gefühle wie Wut und Unzufriedenheit auf.

    In der Beziehung können solche Unsicherheiten oft schwere Folgen haben. Das Vertrauen auf dem jede Beziehung aufbaut ist, wird angegriffen. Von Mal zu Mal wird die Distanz zwischen den Partnern ein Stück grösser. In manchen Fällen, vor allem wenn keine Klärung der Situation erfolgt, kann dies auch zu Eifersucht führen.

    Denn der Zuhörer merkt, dass etwas verheimlicht wird und sucht nach möglichen Gründen dafür. Diese Erklärungen sind dann manchmal aber weit von der eigentlichen Kommunikationsstörung entfernt.

    Was kann ich tun?

    Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl! Wenn Sie das Gefühl haben, irgendwas stimmt nicht, achten Sie bewusst nicht nur auf den Inhalt der Worte sondern auch auf die Körpersignale.

    Eine gute Möglichkeit ist, es direkt anzusprechen und mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin über Ihre Wahrnehmung zu sprechen und die Situation zu klären. Oft entwickeln sich daraus sehr interessante Gespräche, die helfen können Ihren Partner / Ihre Partnerin besser kennenzulernen. Dadurch das Vertrauen wieder aufbauen und stärken.

    Ihr
    Peter Michalik

    Inspiration zu diesem Artikel bekam ich durch die Einladung zu Blog-Parade von Veronika Krytzner zum Thema “Zuhören”…


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    Auch heute ist Ein Valentinstag

    Auch heute ist „ein Valentinstag!“

    Auch heute ist "ein Valentinstag!"

    Genau vor sechs Monaten war Valentinstag. Am selben Tag erschien ein Interview von uns in der Aargauer Zeitung mit dem Titel: «Ich staune oft über meine Frau“ (pdf) und dem Untertitel: „Ein Blumenstrauss im Jahr macht ihre Beziehung nicht besser“. Das Echo war damals überwältigend.

    Darum möchten wir Ihnen heute, sechs Monate nach Valentinstag, die wichtigsten Aussagen zusammenfassen. Ein Abstract für die Liebe.

    Es war ein „anderes“ Interview das Aline Wüst, Redakteurin der AZ mit uns geführt hat. Sie hat nicht die üblichen Fragen gestellt, sondern andere, unerwartete. Ihre Art ein Interview zu führen ist einfach einmalig.

    Beziehungs ABC

    Mit spannenden und direkten Fragen regte Sie uns zum Nachdenken an und lockte persönliche Aussagen aus uns heraus. Das Beantworten hat Spass gemacht.

    1. Liebe braucht Zeichen


    Der Untertitel des Artikels sagt eigentlich schon alles:
    „Ein Blumenstrauss im Jahr macht ihre Beziehung nicht besser“

    In einem Englischbuch habe ich auf die Frage „wie oft soll man Englisch lernen?“, folgendes gelesen:

    • Fünfzehn Minuten am Tag ist besser als gar nicht.
    • Jeden Tag ist besser als nur einmal die Woche.
    • Einmal die Wochen ist besser als einmal im Monat.
    • Einmal im Monat ist besser als einmal im Quartal.
    • Einmal im Quartal ist besser als einmal im Jahr.

    Setzen Sie Zeichen der Liebe, immer wieder. Egal was, egal wie oft, egal wann, egal wo. Tun Sie es einfach! Jeden Tag, einmal die Woche oder einmal im Monat.

    TUN SIE ES!
    Denken Sie nicht darüber nach, ob „es“ gut genug ist oder gross genug oder ob Sie es jetzt noch machen sollten.

    TUN SIE ES!

    2. Erwartungen sind der grösste Beziehungskiller

    Nicht ausgesprochene Erwartungen führen in allen Bereichen des Lebens zwangsläufig zu Enttäuschungen. Hier zwei Beispiele:

    Wenn Sie von Ihren Kindern erwarten, dass sie im Haushalt helfen, es ihnen aber noch nie gesagt haben, werden Sie enttäuscht sein. Zu Recht. Aber woher sollen es die Kinder wissen?

    Wenn Sie von Ihrem Chef mehr Lohn erwarten, weil Sie gute Arbeit leisten, Sie es aber nicht kommunizieren, werden Sie enttäuscht. Zu Recht. Aber woher soll Ihr Chef wissen, dass Sie mehr Lohn oder mehr Anerkennung für Ihre Arbeit erwarten?

    Es gibt wohl hunderte solcher Beispiele. Bei allen würden wir zustimmen. Doch wenn es um die Liebe geht, verhalten wir uns auf einmal anders. Plötzlich erwarten wir von unserem Partner/unserer Partnerin, dass er/sie weiss was wir wollen, am Besten genau dann, wenn wir es wollen.

    Wir gehen sogar noch weiter. Wir erhöhen den Wert der Handlungen, die wir uns wünschen, indem wir sie bewusst nicht ansprechen. „Nur wenn ich es nicht sage und der Partner macht es, ist es aus Liebe“. Das ist die direkte Einfahrt in die Sackgasse.

    TIPP

    Geben Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin so oft wie möglich eine Chance, etwas aus Liebe zu tun.

    Sprechen Sie über Ihre Erwartungen und Wünsche!

    3. Nehmen Sie sich Zeit als Paar


    Wann waren Sie das letzte mal mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin essen? Oder im Kino? Spazierengehen? Einen Kaffee trinken? … Nehmen Sie sich (immer!) wieder Zeit als Paar. Gemeinsame Zeit ist das grösste Kapital jeder Beziehung.

    Warum das so ist und welche Auswirkungen es auf Ihre Beziehung haben kann, steht hier:

    Beziehungskrise: Wir haben uns nichts mehr zu sagen. Teil 2
    Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier:

    Ihre

    Sara und Peter Michalik

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